Ein lauwarmes Budget

KrisenFrey, 23. Oktober 2010, 19:25
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    foto: apa/thermalquelle loipersdorf gmbh

Das Koalitiionspaket ist sozial und politisch ausgewogen und bringt einige sinnvolle Reformen – aber leider zu wenige

 

Die Regierung Faymann-Pröll hat mit ihrer Budgeteinigung die besonders niedrigen Erwartungen an ihre Reform- und Lösungskompetenz übertroffen – aber nicht um sehr viel.

Das Paket, das am Wochenende in Loipersdorf geschnürt wurde, ist ein echter großkoalitionärer Kompromiss. An allen Ecken und Enden wird ein wenig ins Fett oder auch Fleisch geschnitten, sodass die Schmerzen weit verbreitet, aber für niemanden unerträglich sind. Gleichzeitig werden neue Mittel freigemacht für jene Bereiche, die es am dringendsten brauchen, vor allem bei der Bildung.

Und an einigen Punkten werden sogar kleine strukturelle Reformen durchgesetzt. Aber die großen Probleme bleiben unangetastet. Das gilt vor allem für das kaum noch finanzierbare Pensionssystem.

Was auffällt, ist die soziale und politische Ausgewogenheit. Ein moderater Abbau von Sozialleistungen bei der Familienförderung, Pensionen und der Pflege steht einer ebenfalls moderaten Belastung von Vermögen und Finanzinstitutionen gegenüber. Weder SPÖ noch ÖVP können sich als Sieger fühlen.  

Das Wasser, in das die Bürger nach diesem Wochenende springen müssen, ist zwar nicht so wohlig wie das Thermenwasser von Loipersdorf (im Bild), aber auch nicht wirklich kalt – ein lauwarmer Kompromiss.

Wie lassen sich die einzelnen Maßnahmen auf den ersten Blick beurteilen?

Auf die Bankenabgabe haben sich Österreichs Kreditinstitute schon eingestellt. Dass sie nun unbefristet kommt, ist eine böse Überraschung für die Banker. Aber was ist im Steuerrecht schon für die Ewigkeit gemacht! Dass Spareinlagen und Eigenkapital von der Abgabe ausgenommen sind, erleichtert die Sache wieder, stellt aber die geplanten Einnahmen von 500 Millionen Euro in Frage.

Die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr ist für Banken und Kreditnehmer ein angenehmes Gegengeschäft, das den Fiskus 150 Millionen Euro kosten wird. Es ist auch eine längst überfällige Strukturbereinigung, die die lahmende Kreditvergabe etwas ankurbeln könnte.

Die Einführung einer 25-prozentigen Vermögenszuwachssteuer auf Aktiengewinne – die Wertpapier-Kapitalertragssteuer als Gegenstück zur KeSt auf Zinseinnahmen – ist äußerst sinnvoll. Gut, dass sich hier die SPÖ durchgesetzt hat. Offen ist nur, ob sie wirklich administrierbar ist. Vor einem Jahrzehnt wurde eine solche Abgabe bereits vom Verfassungsgerichtshof gekippt, weil sie den Banken zu viel Verwaltungsaufwand aufgehalst hätte. Aber inzwischen hat sich die Möglichkeit der Erfassung von Kundengeschäften weiterentwickelt.

Erleichtert werden viele reagieren, dass keine neue Börsenumsatzsteuer kommt, die nicht viel bringt aber der Börse viel mehr schadet.

Die Erhöhung der Zwischensteuer für Stiftungen von 12,5 auf 25 Prozent – also dem kompletten Kapitalertragssteuersatz – bedeutet die Abschaffung einer der letzten steuerlichen Vorteile von Stiftungen, nämlich der steuerlichen Stundung.

Dem steht immer noch die Stiftungseingangssteuer gegenüber, die allerdings nun vom Verfassungsgerichtshof geprüft wird. Offenbar rechnet die Regierung bereits damit, dass der VfGH die Steuer kippt, weil sie die Immobilien besser behandelt als andere Vermögenswerte, und hat damit bereits den Ersatz geschaffen. Stiftungen werden deshalb nicht aus Österreich fliehen, und zu hoffen ist, dass damit die Debatte über Stiftungsprivilegien aufhört.

Die Erhöhung der Mineralölsteuer um vier bzw. fünf Cent pro Liter fällt recht moderat aus, wenn man bedenkt, dass Tanken in Österreich damit immer noch billiger ist als in den Nachbarländern. Dass ganz dezidiert damit der Tanktourismus am Leben erhalten werden soll, ist klimapolitische Trittbrettfahrerei und angesichts der miserablen CO2-Bilanz des Landes ein Wahnsinn.

Aber zumindest wird ein kleiner Schritt in Richtung Ökologisierung des Steuersystems – auch dank der Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NOVA) - getan.

Warum deshalb schon wieder das Pendlerpauschale erhöht werden muss, ist unverständlich. Die letzte Erhöhung kam 2008, als der Sprit wegen des hohen Ölpreises viel teurer war als heute, doch gesenkt wurde das Pauschale auch dann nicht, als der Ölpreis in den Keller viel. Das ist billiger und umweltschädigender Populismus, der zum Glück nur 15 Millionen Euro im Jahr kostet.

Lobenswert ist im ökologischen Sinn die Einführung einer  Flugticketabgabe, deren Umsetzung allerdings – ebenso wie in Deutschland – noch nicht gesichert ist. Dies ist auch deshalb gerecht, weil auf Flugtickets keine Mehrwertsteuer eingehoben wird. AUA und Niki werden sie jedenfalls verkraften.

Dass bei der Familienförderung gespart wird, ist weniger hartherzig als es vielleicht scheint. Die 13. Familienbeihilfe wurde ja erst vor zwei Jahren als Ausgleich für die damals besonders hohe Inflation eingeführt. Dass man sie jetzt, bei stabilen Preisen, nicht komplett abgeschafft hat, zeigt, wie schnell neue Geldgeschenke zu wohl erworbenen Rechten werden. Aber zumindest wird es im Betrag und Alter gekappt.

Wenn dafür tatsächlich mehr Mittel in die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen gesteckt wird, dann nützt das den Eltern viel mehr – und könnte sogar zu Steigerung der Geburtenrate beitragen.

Die neue Begrenzung der Familienbeihilfe bis zum 24. Lebensjahr des Kindes belastet zwar Studierende, die später begonnen haben oder länger studieren. Aber das ist vertretbar, wenn im Gegenzug die Universitäten mehr Geld erhalten. Niemand wird sein Studium im 12. Semester abbrechen, weil die Eltern keinen Zuschuss mehr erhalten. Und wer es tut, hat ohnehin nie ernsthaft studiert. Und auch die Beihilfe für nicht-arbeitende Kinder über 18 war ein Zuschuss ohne sozialpolitischen Sinn.

Ebenfalls verzichtbar ist der Mehrkinderzuschlag ab dem 3. Kind – Anreiz für mehr Kinder wurde damit nicht geboten – und völlig richtig ist es, den Alleinverdienerabsetzbetrag für Familien ohne Kinder zu streichen.

Die schärferen Beschränkungen beim Pflegegeld sind auf den ersten Blick weniger verständlich, wenn man bedenkt, dass diese Zahlungen seit Jahren nicht an die Inflation angepasst wurden. Allerdings dürfte es hier doch bei leichten Pflegefällen eine Menge von Missbrauch geben, die damit eingedämmt werden sollen.

Enttäuschend ist das Maßnahmenpaket bei den Pensionen. Dass bei den Hacklerpensionen nicht einmal der Zustand vor 2008 – also kein Zukauf von Schul- und Unizeiten wieder hergestellt worden ist, ist unverständlich. Ob die Verteuerung dieses Zukaufs ausreicht, um den Andrang von Beamten und höheren Angestellten zu stoppen, bleibt offen.  Die erhofften Einsparungen bis 2013 (11,5 Millionen Euro) sind jedenfalls lächerlich gering.

Erst 2014 – leider viel zu spät – wird dieser sozialpolitischen Fehlkonstruktion in der Praxis hoffentlich der Garaus gemacht. Durch die Erhöhung des  Antrittsalters um zwei Jahre und einem Ende der Zukauf-Option wird sie deutlich weniger attraktiv. Hier hat die SPÖ zum Glück nachgegeben. Aber sinnvoll wäre nur die ersatzlose Abschaffung gewesen.

Belastet werden dafür alle neueintretenden Pensionisten durch die Wiedereinführung der Wartezeit für die erste Erhöhung. Das wäre ein absolut vertretbarer Beitrag der Älteren zur Budgetsanierung. Es ist bloß zu hoffen, dass er nicht durch einen höhere Pensionsanpassung wieder aufgesogen wird.

Ob die Invaliditätspensionen wirklich zurückgehen, wenn Rehab-Maßnahmen verstärkt werden, muss erst abgewartet werden. Vor allem könnte die Senkung des Abschlags für Invaliditätspensionen den gegenteiligen Effekt auslösen.

Zuletzt: Eine Erhöhung der Tabaksteuer ist immer vernünftig, weil dies zur Gesundheit beiträgt. Allerdings wird damit dem Zigarettenschmuggel aus Osteuropa Vorschub geleistet. Und dieser könnte die erhofften Einnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr deutlich schmälern.

Dass alle beschlossenen Spar- und Steuermaßnahmen insgesamt etwas weniger bringen als geplant ist kein budgetpolitisches Unglück – aber nur, wenn die Konjunktur sich weiterhin so gut entwickelt.

Anders als in anderen EU-Staaten ist Österreichs Haushaltsdefizit in der Krise nicht explodiert und muss nun nicht mit so drastischen Maßnahmen zurückgeführt werden wie etwa in Großbritannien oder Spanien.

Allerdings wurde durch die vielen Kompromisse weniger Spielraum für offensive Maßnahmen geschaffen, als es möglich gewesen wäre. 80 Millionen Euro mehr für die Unis sind zu wenig. Und vor allem bei den Pensionen wurde die Chance auf echte Reformen wieder verschlafen.

Die beste Nachricht aus Loipersdorf ist vielleicht das Ja der SPÖ zu flächendeckenden Studieneingangsphasen, die in allen Fächern nach einiger Zeit Zugangsbeschränkungen ermöglichen werden. Wenn es schon keine Studiengebühren gibt, ist zumindest damit die Chance geschaffen, das Chaos an Österreichs Unis zu begrenzen.

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 102
1 2 3
Got Your Noes!
00
11.11.2010, 17:14

schön wenns einen nicht trifft, nicht wahr, herr frey?

Der Mann mit der Maske
00
27.10.2010, 12:09
Wo ist die Verwaltungsreform?

hismaster
00
27.10.2010, 00:55
volll....

bekomm eine halbwaisenpension solang ich nicht mehr als 8000 im jahr verdien. kb galt nicht als einkommen. jetzt ist sie weg und ich darf trotzdem nicht mer verdienen.

frune
00
26.10.2010, 12:02
Hr. Frey!

Sie schreiben auch für die Kronen Zeitung?

Das wusste ich ja noch gar nicht!

http://twitpic.com/30sfic

SusiH
00
25.10.2010, 14:51

.. der Autofahrer und der Raucher, wird immer wieder gerne Kasse gebeten. Hat sich schon jemand die Anhebungen der letzten 10 Jahre in den Bereichen angesehen?

..warum ist der Alkoholkonsum, der auch genug Auswirkung auf das Gesundheitssystem hat, nicht auch mal merklich von höheren Steuern betroffen?

Steht (be)trinken gesellschaftlich höher als rauchen und darf deshalb nicht höher besteuert werden?
Zählt Bier und Wein in Österreich zu den Grundnahrungsmitteln und wird deshalb nicht mit höheren Steuern versehen?

mikromalist
 
02
25.10.2010, 11:28
Dieses Sparpaket ist so

verächtlich, wie die EUR 5 Erhöhung für Hartz 4 Erwachsene. Ein Sparpaket, welches nach dem Herumdrehen auf einem Excel-Sheet entstanden sein muss (nach dem Prinzip, so-und-jetzt-Du auf Zelle H 127, dann wieder ich auf F 17)
Diesmal gab es die letzte Chance für eine radikale Steuerreform (mit einsichtiger Beteiligung der Bevorzugten) und einer radikalen Ausgabenreform (mit einsichtiger Beteiligung der Privilegierten).

Diesmal wage ich mich weit aus dem Fenster:
In 2 Jahren, wenn die Botox Ökonomie völlig zusammen bricht, werden wir wieder goof aus der Wäsche ..... (und zwar WIR ALLE - und natürlich werden SIE, die einfallslosen Knöpferldreher, es nicht gewesen sein)

also dann ...
10
25.10.2010, 21:29
es freut mich ... dass sie sich der prognose von PROF. HÖRMANN

anschliessen !

das budget ... ist nichts als ein durchwurschteln
- ohne hirn & verstand -
was von diesen polit-n i e t e n...nicht anders zu erwarten war.

und wegen diesem PIMPERL-BUDGET...
wurde die verfassung gebrochen ? ? ?

mikromalist
 
10
26.10.2010, 10:28
Über die Folgerungen

sind wir uns ja einig. Nur bei den Befunden und Way Outs bei weitem nicht (es ist die politische Interventionitis und die darauf folgende Botox Ökonomie mit Geldflut, die die Haushaltsdefizite noch befeuerte.).

2011 wird das Jahr des Wishful-Thinking. 2012 downturn.

bitte nicht
00
25.10.2010, 10:17
da ja anscheinend niemand aktien hat ....

... und es außer mich niemanden zu interessieren scheint: wie funktioniert das mit der vermögenszuwachssteuer? wird sie auf "alte" aktien angewendet? und nur auf jene, die ab einem bestimmten stichtag gekauft werden? vielleicht gibt es ja jemanden, der mehr als bloße schlagworte liefern kann. die journalisten des standard können das anscheinend nicht. (hätte mich auch gewundert)

bitte nicht
00
25.10.2010, 10:20
kann mir die antwort selbst geben ...

... für alle, die es auch interessiert

http://www.boerse-express.com/cat/pages... /fullstory

sociovation
03
25.10.2010, 08:44
Zynismus mit 4 Buchstaben

FREY

also dann ...
00
25.10.2010, 21:32
yes - er ist eben der herr "frey ...von jeglicher sachkenntnis" !

allein dass ein sog. "qualitätsblattl" einen solchen möchtegern-wirtsch.-versteher...
auf die leser loslässt - sagt alles aus !!!

Taaanja
04
24.10.2010, 21:24
Die neue Begrenzung der Familienbeihilfe bis zum 24. Lebensjahr des Kindes belastet zwar Studierende, die später begonnen haben oder länger studieren. Aber das ist vertretbar, wenn im Gegenzug die Universitäten mehr Geld erhalten.

Sie haben keine Ahnung!!!!!!!!!!!
Sie qualifizieren sich damit absolut für die Politik!!!!!

Die Maßnahme trifft sehr wohl Studenten die alles in in der normalen Zeit absolvieren! Sie sollten sich einfach mal informieren.

audimax_überall
15
24.10.2010, 17:40

und übrigens herr frey, ihre einschätzungen die familienbeihilfe betreffend sind wiedermal SOWAS von daneben! "weniger hartherzig als es vielleicht scheint ..." was fällt ihnen ein sich anzumaßen die situation und die ökonomische realität von familien in österreich zu kennen? von alleinerziehenden, prekär arbeitenden, von lehrlingen, schülerINnen, studierenden, kurz gesagt vom unteren drittel, das diese kürzungen hart trifft?!?

ich bin absolut angewidert von ihrer einstellung!

audimax_überall
22
24.10.2010, 17:26
diese kürzungen betreffen uns ALLE - bitte aufwachen!

Demo von der ÖH und #unibrennt:

Die Regierung will die Familienbeihilfe kürzen. Nur noch unter 24.-jährige sollen Familienbeihilfe bekommen, ausserdem wird die 13.Auszahlung im Jahr auf 100€ gekürzt und nur mehr für 6-15-jährige ausbezahlt.

WIR LASSEN UNS DAS NICHT GEFALLEN!
Komm vorbei und zeige der SPÖ und der ÖVP dass du nicht mit den Kürzungen einverstanden bist!

http://www.facebook.com/home.php?... 8520692336

nasserfetzn renntdanoch
04
24.10.2010, 17:20

hmm das ist ja traurig. ich dachte, solche ansichten werden nur im zuge der regierungspropaganda vertreten. dass privatpersonen diesen entwicklungen so kritik- und ahnungslos begegnen, erklärt, warum die regierung ihre asoziale politik weiterhin durchsetzen kann. die propaganda funktioniert. krisenfrey ist entweder teil davon oder ein opfer. oder egozentrisch genug um das sparen bei bedürftigen einfach hinzunehmen, solange es ihn nicht betrifft. ein wahres vorbild.

ino
03
24.10.2010, 16:25
sozial und politisch ausgewogen?

politisch ausgewogen bedeutet in ö, dass weder dem wahlvolk der spö noch den wählern der övp zuviel änderung zugemutet wird.

aber sozial ausgewogen? pflegegeld bezieher zählen doch nach allen kriterien zu den schwächsten in unserer gesellschaft und wenn bei denen gespart wird, findet herr frey das "sozial ausgewogen"? könnte herr frey mal seine soziale waagschale erläutern?

Moonhillwolf
04
24.10.2010, 15:46
Keine Bestrafung bei der Familienbeihilfe wegen Zivildienstableistung!

Frauen müssen keinen Zivildienst leisten und das soll hier auch nicht in Frage gestellt werden, obwohl man darüber durchaus diskutieren kann. Es ist aber absolut untragbar, dass studierende junge Männer ein Jahr weniger Zeit haben, ihr Studium zu beenden, sofern sie auf die Familienbeihilfe angewiesen sind! Dieser Umstand war früher vernachlässigbar, aber mit Verkürzung der Bezugsberechtigung auf 24 Jahre gewinnt das Thema schlagartig an Bedeutung!
http://www.facebook.com/home.php?... 8826922312

Eric Frey
00
24.10.2010, 17:24
Interessanter Gedanke

Die Benachteilung von Männern, die Zivildienst oder Wehrdienst (ja, solche gibt es auch) machen müssen, bevor sie studieren, ist ein interessanter Punkt, den wir im Standard aufgreifen werden. Danke!

Moonhillwolf
00
25.10.2010, 09:37
Familienbeihilfe ein Jahr länger für abgeleisteten Zivil- oder Wehrdienst gibt es schon!

Mea Culpa! Meine Sorge war umsonst! Sorry für meine Unwissenheit, aber ein Gutes hat es: Wir haben wieder etwas dazugelernt - dieses Nichtwissen ist übrigens weit verbreitet!
http://formulare.bmf.gv.at/service/f... eih49a.pdf

Moonhillwolf
00
24.10.2010, 17:30
Wehrdienst

meine ich natürlich genauso, allerdings habe ich selbst durch Wehrdienst nur 1 Semester "verloren", während es durch Zivildienst unweigerlich 2 Semester werden... Jedenfalls herzlichen Dank für Ihre Zusage, das Thema aufzugreifen!

Tom Schaffer
00
24.10.2010, 15:33
Aha

Studierende belasten ist vertretbar und die Kürzung der Familienbeihilfe auch gut, weil sie ja kein Recht ist? http://zurpolitik.com/2010/10/2... teil-2011/

Thomas Jackson
00
24.10.2010, 14:58

Gilt die neue Vermögenszuwachssteuer auf Aktien auch für Aktienfonds, gemischte Fonds, ETFs, fondsgebundene Lebensversicherungen usw.?

Saxum Cherriér
 
29
24.10.2010, 13:53
sehr geehrter Herr Frey

ich darf sie in die Realität einladen. Und die sieht so aus, dass Studierende derzeit zu den sozial am schlechtesten abgesicherten Gruppe gehören - ihre Mittel sind unter der Armutsgrenze, enervierende Nebenjobs gehören zum Alltag, die Angst, durch Platzmangel in LV uns Prüfungen Studienverzögerungen und Beihilfenverlust zu erleiden, ist allgegenwärtig.
Und weiters: durch die finanziellen Einbußen finanzieren sich die Student_innen das Hochschulbugdet selbt bzw. die Schulen gleich mit, da 2 weniger FamBeiHi etwa diesen Betrag einspielen.
Vielleicht schauen sie mal auf einer österreichischen Hochschule vorbei und reden mit Studierenden. Da werden sie mit ihrer Meinung auf wenig Beifall stoßen.

Eric Frey
62
24.10.2010, 17:30
Studierende sind die ärmsten Schweine?

Sehr geehrter Herr Cherrier,
ich kenne genügend Studierende: Kinder meiner Freunde, Freunde meiner Tochter und weil ich sie an der FH unterrichte. Sie haben es nicht immer leicht, aber dass sie zu den Ärmsten des Landes gehören, ist doch lächerlich. Dann gehen Sie doch einmal in Gemeindebauten oder reden mit alleinerziehenden Müttern und vergleichen deren Leben mit dem der durchschnittlichen Studenten. Diese Mitleidsmasche der Privilegierten dieses Landes ist peinlich.

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