SPÖ und ÖVP fixieren Budget

Höhere Steuern und Einsparungen bei Familien

23. Oktober 2010, 20:57
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    Das Budget im Detail

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    Im steirischen Loipersdorf wurde getagt

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    Faymann und Pröll, den Blick nach hinten gerichtet

Höhere Steuern auf Treibstoff, Tabak und Aktien, Bankenabgabe kommt ebenso wie Flugticketabgabe - Kürzungen auch bei Pflege - mit Grafik

Loipersdorf - Das Sparpaket der Regierung steht - und es birgt einige Überraschungen. So wird das Familienbudget unerwartet stark gekürzt, die Pensionisten müssen künftig wieder ein Jahr lang auf die erste Pensionserhöhung warten. Keine nennenswerten Eingriffe gibt es dagegen bis 2013 bei der "Hacklerregelung". Über höhere Steuern zur Kasse gebeten werden unter anderem Banken, Autofahrer und Raucher. Mehr Geld gibt es für Bildung und thermische Sanierung. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) zeigte sich mit dem Sparpaket zufrieden, Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) sprach am Samstag von einer "gerechten Lastenverteilung".

2,8 Milliarden-Sparpaket

Geschnürt wurde das Sparpaket von der rot-schwarzen Ministerriege in einem eineinhalbtätigen Verhandlungsmarathon im steirischen Thermenort Loipersdorf. Beschlossen wurde dabei ein 2,8 Mrd. Euro schweres Steuer- und Sparpaket für 2011, mit dem das Defizit mittelfristig wieder unter die von der EU vorgegebenen Maastricht-Grenze gedrückt werden soll. Angesichts der unerwartet starken Wirtschaftsentwicklung soll dieses Ziel nun bereits ein Jahr früher (nämlich 2012) erreicht werden.

Einsparungen bei Familien

Unerwartet starke Sparmaßnahmen sieht das Budget im kommenden Jahr bei den Familienförderungen vor. So soll die Familienbeihilfe nur noch bis zum 24. Lebensjahr ausgezahlt werden (bisher bis 26), die erst 2008 geschaffene 13. Familienbeihilfe wird gekürzt. Insgesamt werden bei den Familien rund 380 Mio. Euro eingespart. Ein Teil der Mittel soll dem Vernehmen nach in den Kindergartenausbau investiert werden. Auch bei den Pflegegeldbeziehern setzt die Regierung den Sparstift an, Pensionisten müssen künftig wieder ein Jahr auf die erste Pensionserhöhung warten.

Keine nennenswerten Einschnitte gibt es dagegen bei der von der ÖVP bekämpften Hacklerregelung. Hier wird lediglich der Nachkauf von Schulzeiten (bzw. von Ausübungsersatzzeiten für Bauern) verteuert. Erst nach Auslaufen der aktuellen Regelung sollen die Zugangsregelung zur Frühpension für Langzeitversicherte verschärft, diese aber mit einem höheren Antrittsalter unbefristet verlängert werden. Bei der Invaliditätspension sollen Reha-Maßnahmen und gelockerter Berufsschutz die Kosten drücken.

Vermögensbezogene Steuern und Bankenabgabe

Auf der "Einnahmenseite" kommen zwar auch die von der SPÖ geforderten vermögensbezogenen Steuern (also eine reformierte Stiftungsbesteuerung und eine Kapitalertragssteuer auf Aktiengewinne) sowie eine Bankenabgabe. Im Gegenzug konnte die ÖVP freilich auch die geforderten höheren Energiesteuern durchsetzen: Die Mineralölsteuer wird 2011 erhöht (um vier Cent je Liter Benzin und fünf Cent je Liter Diesel), auch die Normverbrauchsabgabe für Neuwagen und Flugtickets werden teurer. Erhöht wird zudem die Tabaksteuer.

Insgesamt bringen die Sparmaßnahmen 1,6 Mrd. Euro, die neuen Steuern 1,2 Mrd. Euro - angesichts der günstigen Wirtschaftsleistung genug, um zusätzliche Investitionen in Schulen und Universitäten (je 80 Mio. Euro jährlich) sowie Forschung und thermische Sanierung (je 100 Mio. Euro) zu ermöglichen. Sowohl Pröll als auch Faymann zeigten sich im Anschluss an die Präsentation des Sparpakets zufrieden. Dass mit der Mineralölsteuer auch eine von ihm bisher bekämpfte Massensteuer erhöht wird, rechtfertigte Faymann mit dem Hinweis auf die durchgesetzten Steuervorschläge der SPÖ. Pröll hielt sich zugute, "Eigentumssteuern und breite Vermögenssteuern" verhindert zu haben.

In Gesetzesform gegossen werden die rot-schwarzen Sparmaßnahmen in den nächsten Tagen. Die Budgetbegleitgesetze der einzelnen Ressorts sollen am Mittwoch oder Donnerstag in Begutachtung gehen. Der Ministerratsbeschluss ist für 30. November geplant. Unmittelbar im Anschluss soll auch die Budgetrede von Finanzminister Pröll im Nationalrat stattfinden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 1855
powercat powercat
 
00
26.10.2010, 21:04
Politikerpension

Bei den Politikerpensionen würden wir große Einsparungen erreichen. In keinem anderen Beruf bekommt man bereits nach 5 Jahren eine Pension.
Weiters Bundesrat und Nationalrat reduzieren und Gehälter auch einsparen, viele haben noch dazu einen Nebenjob. Höhere Besteuerung der Politikergehälter, diese werden ja bisher kaum besteuert!!!!!!!

jane doe2
01
25.10.2010, 12:05

Während man bei der Kinderbeihilfe schon über 10 Jahre keine Inflationsanpassung mehr gemacht hat, wiwrd von den Pensionsisten sogar ein eigener Index verlangt. Jetzt wird die 13. FBH die noch nicht einmal eine Inflationsanpassung war, als Sündenfall hingestellt
und reduziert bzw. für viele sogar wieder abgeschafft. Kann mir jemand sagen, was bei den aktiven Pensionsiten gespart wurde? Wenn ich nichts überlesen habe GAR NICHTS - NULL! Finanziell trifft es wen überaupt nur die zukünfitgien Pensionisten. Von den heute 40 bis 50 jährigen gar nicht mehr zu reden, die haben die totale A.... karte geezogen. Heute als Eltern geschröpft, und dann als Pensionisten nochmals den Depp spielen!

Mit100schwarzenAugen
00
25.10.2010, 11:36

was würdest denn sagen, wenn für di, als arbeitslos oder invalid gewordener journalist (dh nach einem studium), nach sechs monaten der berufsschutz fallt, und du wieder im mcdonald's arbeiten müsstest oder beim anker, weil du dort schon einmal (auch wenn es 10 jahre oder länger her ist) gehackelt host??

Strpüpl Kotu
00
25.10.2010, 11:07
Damit kann sich Strache wieder viel Geld sparen...

... und zwar bei den nächsten Wahlen. Pröll und Faymann sind leider Straches beste Wahlkämpfer.

wuzi1970
 
00
25.10.2010, 08:09

Positiv an der Bankensteuer finde ich dass auch spekulative Derivatgeschäfte besteuert werden sollen.

Die Besteuerung von Aktiengewinnen halte ich für problematisch, und zwar vor allem deshalb weil diese erst eingehoben werden soll wenn die Aktien nach dem 1.1.2011 gekauft wurden. Das bringt Probleme bei der Abwicklung und erhebliche Kosten in den Banken für die EDV-Adaptierung.

Bei der MöSt verstehe ich nicht warum Frächter wieder eine Ermäßigung der Kfz-Steuer um 30 % erhalten.

Die Einsparungen gehen zum Großteil zu Lasten der Familien mit Kindern. Hier halte ich vor allem die Streichung des Mehrkinderzuschlags und der Familienbeihilfe für arbeitssuchende Kinder für problematisch.

- kompletter Kommentar auf http://www.wuzi.at

aRoma
00
28.10.2010, 10:18
welche Aktiengewinne??????

bei dem Kursverlauf der letzten 10 Jahre hätte der Staat ordentlich draufgezahlt (da ja die Verwaltung dieser Steuer außerordenltich aufwendig ist!!!)

Marquis de Sade
 
00
25.10.2010, 00:09

ahja... Aktiengewinne besteuern aber Verluste kann ich nicht geltend machen. Österreich ist kapitalmarkttechnisch sowieso gerade vom Weg aus der Steinzeit in die Bronzezeit, so wirds bestimmt schneller gehen.

Und ja... NIEMAND wird gezwungen zu investieren. Es raunzen nämlich vor allem die, die sowieso immer behaupten, dass das viel zu riskant ist und man keine Gewinne macht.

Meinetwegen sollen Banken gezwungen werden eine Behaltefrist von 5 Jahren (statt 1 Jahr + 1 Tag) wirklich zu exekutieren und automatisch Steuern abliefern. Aber wenn ich mein Geld so lange mit Risiko binde und dann noch was abliefere, meine Verluste aber nicht gegenrechnen darf, dann fehlt mir leider das Verständnis.

waldenoderlebenindenwäldern
 
00
27.10.2010, 18:56
verluste gegenrechnen können

DAS IST steinzeit.pardon-NEUZEIT.
verlieren bei risikogeschäften muss verboten sein.ihr unlogisches kredo.
ach so. der marquis ist es ja gewohnt seine triebe durchzusetzen.aber kapitalmarkttechnisch sollten leute wie sie den ball ruhighalten.

Marquis de Sade
 
00
27.10.2010, 19:02

mit der orthographischen Schwäche ist es zwar schwer sich auf den Inhalt zu konzentrieren aber ich versuchs mal.

Vielleicht sollte Ihnen auch klar sein, dass ein Aktionär sein Geld einem Unternehmen zur Verfügung stellt. Das heißt man kann gewinnen oder verlieren. Und wenn man außer Risiko sonst nichts mehr davon hat, wird das keiner (bzw weniger Menschen) mehr tun. Aber das geht in ein Stammtischhirn nicht rein, hm? Da ist es zwar schön sich lautstark zu äußern aber über die Konsequenzen denkt man nicht nach.

lieben Gruß an die Runde beim Wirtn

vibraphone
03
24.10.2010, 23:30
Auszug aus der OEVP-Homepage:

"13. Familienbeihilfe gerettet
Mit einer Modifikation konnte die 13. Familienbeihilfe gerettet werden. Künftig werden vom 6. bis 15. Lebensjahr pauschal 100 Euro ausgezahlt. Zu einer Reduktion kommt es bei der Anspruchsdauer und dem einkommensabhängigen Mehrkindzuschlag. Dafür wird der Selbstbehalt bei Schulbüchern abgeschafft."

Die Familien (vor allem mit mehr Kindern)zu benachteiligen, wird hier also SCHÖNgefärbt mit dem Übertitel 13. Familienbeihilfe gerettet!

Danke, Herren und Damen der Regierung dass ihr uns immer wieder so aufmuntert!

Herr Schnellsch
011
24.10.2010, 22:25

lol, die Vergnügen sich auf unsere Kosten in Loipersdorf und nebenbei verkünden sie uns ihr Überlebensnotwendiges Sparpaket nach einigen unnötigen Überlebensnotwendigen Bankenrettungspaketen. Verdammtes Hump, Dump und Lumpenpack .. Phaeton für alle - jetzt!!

Laurisilva
12
24.10.2010, 20:44
familien / alleinerziehend!!!!

familien.....gibt es gar nicht mehr so viele > alleinerziehende mütter sind schon jetzt schwer armutsgefährdet und werden es somit weiter. burnout inbegriffen, eigenes private/social-life gibt es so gut wie nicht. kind versorgen, arbeiten, haushalt, schlafen. und wenn es dann doch mal einen freien abend gibt, so alle 6 wochen, ist frau so müde, daß sie zu hause bleibt und um 19h ins bett fällt für 16h schlaf.
nach wie vor ist das erziehen und versorgen von kindern die nichtbewerteste arbeit, aber kinder die basis der gesellschaft, die neue generation.
viele frauen erziehen ihre kinder alleine, weil sie sich der patriachalen struktur nicht mehr unterordnen.

Treml
03
24.10.2010, 22:00
Bitte beim Thema bleiben

Abgesehen vom letzten Gliedsatz stimme ich voll zu, denn der Geschlechterkrieg ist in diesem Thema fehl am Platz.

Laurisilva
22
24.10.2010, 22:09

es geht nicht um geschlechterkampf, sondern auch darum, daß diese beschlüsse nach wie vor vorwiegend von männlichen vertretern des volkes beschlossen werden und wir nach wie vor in einem patriachalem system leben - vielleicht hätten weibliche regierungsköpfe bzw. -herzen da anderes beschlossen.

Elmar C.
02
24.10.2010, 22:42
Ja, die Fekter z.B.

die ist ja ganz nett zu kleinen Mädchen! Weil sie halt so eine herzensgute Frau ist, mit ihrem mütterlichen Instinkt und der weiblichen Note ...

Treml
03
24.10.2010, 22:32

Das ist reine Spekulation ohne jede Grundlage. (Vielleicht hätten auch Männer mit langen Rauschebärten anders entschieden ...) Erst kürzlich hat mich eine Bekannte (ja, eine Frau) auf die Erbarmungslosigkeit unserer Innenministerin gegenüber ausländischer Familien (Thema: Asyl) hingewiesen. Ich würde mir niemals anmaßen einen Politiker bzw. eine Politikerin nach solchen Äußerlichkeiten wie dem Geschlecht zu beurteilen.

Laurisilva
10
24.10.2010, 22:38

ja. nicht äußerliche merkmale wie das geschlecht, sondern innere qualitäten.

BuddyHill
03
24.10.2010, 17:10
eine reine verarsche das ganze.

das absolut traurigste an der geschichte ist: man kann den zwei kasperln nicht mal die rechnung präsentieren.

spö, övp kannst nimmer wählen. fpö und grüne auch nicht. mir wurde beigebracht - geh wählen, deine stimme ist wichtig. einen sch... ist sie. absolut keine partei kann man wählen!

gibt es nicht einen einzigen intelligenten, charismatischen menschen der mitte der eine partei gründen möchte und die kasperlparteien einmal ordentlich aufmischt???? bitte einen, eine art batman oder robin hood mit politiker-format??!! solange es nicht einen einzigen außergewöhnlichen menschen in der politik gibt, wähle ich nicht mehr. bringt exakt! genauso viel.

buggi
01
25.10.2010, 07:37
wie wärs mit

mehr Mitspracherecht für uns Bürger. Wir leben doch in einer Demokratie oder?
Schließlich ist es ja auch unser Geld

Laurisilva
02
24.10.2010, 22:11

außergewöhnliche, charismatische menschen gehen nicht in die politik

Heiße Luft
00
24.10.2010, 16:53

Betrugsbekämpfungspaket

Apocalyptic
01
24.10.2010, 16:25
Wie lange noch?

Münchhausen und Hans guck in die Luft sind wieder auferstanden.................... Hurrrrrraaa! Gute Nacht Österreich. Ich wart nur auf die 7%ige Gehaltserhöhung der Minister. Deswegen grinsen ja die 2 Galgenvögel bei jeder Fotografie....so werden wir Regierten ausgelacht.

Leonid Leonid
04
24.10.2010, 16:24
13.332,88.- weniger in zwei Jahren:

vollzeitberuftstätig alleinerziehend, ein behindertes studierendes kind (pflegestufe 1): kein auto, keine urlaubsreisen (geht sich finanziell nicht aus)
folgende Rechnung für 2 Jahre (24.-26.Lebensjahr):
minus € 8148 KBH (erhöht), plus € 898.- Jahreskarte-Verkehr, plus € 586,08 Selbstversicherung -KV, minus 3700,80.-Pflegegeld = MINUS € 13.332,88.- für 2 Jahre.
Aber das ist nicht einmal ein Monatsgehalt von einem Vizekanzler. Das ist dann ja schnell wieder hereinverdient (Spendenkontonummer wird an Faymann, Pröll und andere Gutmenschen weitergeleitet -) Sehr sozial und treffsicher. Danke die Herren!!!

dnmaster
02
25.10.2010, 12:19
geht mir leider ebenso....

....habe fast die selbe Situation (sorry, bis auf das behinderte Kind).
Bin als alleinerziehender Vater (Frau vor kurzem verstorben), mit meinem Vollzeiteinkommen um ein paar Euros über der Studienbeihilfen-Grenze und nun das! Sie muss sich ihr Studium schon seid Anbeginn mit einem Freien Dienstnehmer-Job finanzieren.
Dazu kommt ja auch noch, dass dann mein Alleinverdienerabsetzbetrag auch noch wegfallen wird. Wenn man dann die Selbstversicherung in der KV, die Semesterkarte der Wr. Linien und dann möglicherweise der PV auch noch einfällt, die paar Euros Waisenpension (gibt ja dort auch den Kinderbegriff) einstellt, dann wirds aber echt finster.
Wieder hat sich mal der Faymann über den Tisch ziehen lassen, Danke SPÖ!

the only dexter
 
06
24.10.2010, 15:47
jetzt is wohl auch klar warum sie sich

so lang zeit lassen haben...hättens das vor 2 wochen schon gesagt wär wohl der häupl noch a bissl mehr abgrutscht....ich find das is eine der grauslichsten und unsozialsten Entscheidungen seit langem...ich werd mir bei der nächsten Wahl ganz geenau überlegen ob die "SPÖ" regierungstauglich und vertrauenswürdig ist

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Posting 1 bis 25 von 1855

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