Baku will Militärausgaben fast verdoppeln

22. Oktober 2010, 15:51

Land mit Armenien im Streit um das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Berg-Karabach

Baku/Istanbul - Die mit Armenien verfeindete Kaukasus-Republik Aserbaidschan will ihre Militärausgaben im kommenden Jahr fast verdoppeln. Das aserbaidschanische Parlament nahm einen entsprechenden Entwurf für den Staatshaushalt 2011 am Freitag an, wie Medien in Baku berichteten. Finanzminister Samir Scharifow hatte dem Parlament erklärt, die Ausgaben für die Verteidigung sollten im kommenden Jahr auf umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Euro steigen, knapp 90 Prozent mehr als im laufenden Haushalt. Das Budget Aserbaidschans hängt im wesentlichen von Energieexporten ab.

Baku liegt mit Armenien im Streit um das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Berg-Karabach, das Anfang der 1990er Jahre nach einem Krieg mit fast 30.000 Toten von Armenien besetzt worden war. Der Konflikt hatte sich zuletzt wieder zugespitzt. Bei Gefechten kamen Anfang September auf beiden Seiten mehrere Soldaten ums Leben.

Die aserbaidschanische Führung forderte bisher, eine Lösung könne es nur "innerhalb der territorialen Integrität Aserbaidschans" geben. Baku hat aber auch wiederholt angekündigt, Berg-Karabach notfalls mit Militärgewalt zurückzuerobern. Bei dem Blutvergießen nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte sich Russland letztlich auf die Seite Armeniens gestellt. Seit 1994 gilt ein brüchiger Waffenstillstand. Russland hat Armenien militärischen Beistand zugesichert. (APA/dpa)

cremeflöte
 
11
26.10.2010, 13:41

Und wieder einmal (wie schon in Moldawien und Georgien) zeigt sich, was Moskau unter "Friedenspolitik" versteht: Man forciert Konflikte, unterstützt einen der Gegner und sichert sich so zunächst "friedlich" maximalen strategischen und politischen Einfluss. Dem anderen Konfliktgegner bleibt nur, zu "kuschen" (=innenpolitisch lächerlich zu machen und ebenfalls zur Einflusszone Moskaus zu werden) oder sich zu wehren. Dann sieht sich die russische Soldateska "leider" gezwungen für Ordnung zu sorgen.

Das ist keine Friedenspolitik, sondern Imperialismus durch die Hintertür. Es ist die Politik der "Prioritären Einflusszone". Merkel und Sarkozy lächeln dazu...

AntiFa201
11
1.11.2010, 19:24

blablablubb... nach 1991 war moskau machtlos im kaukasus. die konflikte sind ohne einfluss oder gerade wegen des fehlenden einfluss aus moskau entstanden. nach dem krieg hat sich russland dennoch bemüht frieden zu bewahren. also was quacken sie da?

ahmede_hani
11
26.10.2010, 10:16
Endlich Baku!! Die müssen ihre Gebiete wieder zurück erobern!!

AntiFa201
11
1.11.2010, 19:22

zu viel raki getrunken?

ahmede_hani
00
4.11.2010, 12:20
neee Ouzo!!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.