ORF-Chef Wrabetz beurlaubt Elmar Oberhauser und droht mit Abwahlantrag

22. Oktober 2010, 19:11
  • Oberhauser ist nach STANDARD-Infos ab sofort beurlaubt und muss den Sessel räumen.
    foto: apa/schlager

    Oberhauser ist nach STANDARD-Infos ab sofort beurlaubt und muss den Sessel räumen.

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ORF-General Alexander Wrabetz stellte Infodirektor Elmar Oberhauser vor die Wahl: Entschuldigung, Rücktritt - oder Abwahlantrag - Oberhauser lehnte ab - und muss auf Zwangsurlaub

Der Infodirektor stimmte sich in Sölden auf das erste Skiweltcupwochenende der Saison ein, als ihn ORF-General Alexander Wrabetz Freitagfrüh nach Wien beorderte. Stunden nach der Landung flog Elmar Oberhauser vom Küniglberg: mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Das „Mindestmaß vertrauensvoller Kooperation" sei „derzeit nicht gewährleistet", erklärte Wrabetz.

Oberhauser nimmt Entscheidung "lächelnd zur Kenntnis"

 Oberhauser nimmt die Wrabetz' Entscheidung  "lächelnd zur Kenntnis". Das sagte Oberhauser gegenüber den "Voralberger Nachrichten" (Samstagausgabe). Dass nach dem intern ausgetragenen Konflikt um die Bestellung des neuen TV-Chefredakteurs Fritz Dittlbacher die Vertrauensbasis fehle, wie Wrabetz seine Beurlaubung begründete, bestreitet Oberhauser: "Dazu hat er überhaupt keinen Grund. Der Punkt ist ein ganz anderer: Er hat von mir verlangt, dass ich mich entschuldige und wesentliche Teile des Briefes zurücknehme. Das habe ich abgelehnt", so der Infodirektor. Er werde jetzt Urlaub machen, kündigte er an.

Oberhauser hatte in per internem Rundmail heftig protestiert, dass Wrabetz Fritz Dittlbacher zum TV-Chefredakteur bestellte und nicht Oberhausers Kandidaten Armin Wolf. „Erstmals" hielt sich ein General nicht an den Vorschlag des Fachdirektors, erinnert sich ORF-Langzeitgeneral Gerd Bacher.

Oberhauser schrieb in seinem internen Rundmail, „ich bin offensichtlich nicht mehr in der Lage, völlig unzulässige Einmischungen, in diesem Fall von der SPÖ, zu verhindern". Indirekt unterstellte er damit seinem Chef, „Einmischungen" nachzugeben. Wrabetz nannte das in seiner Reaktion „öffentliche Beschädigung der Glaubwürdigkeit der ORF-Information".

Freitag um 9.30 Uhr stellte Wrabetz Oberhauser vor die Wahl: Entweder er nehme die Vorwürfe zurück, oder er trete zurück. Darüber wollte Oberhauser ja laut Mail „nachdenken". Wenige Sätze zuvor hatte er geschrieben: „Jeder anständige Mensch nimmt in einer solchen Situation den Hut."

Freitag lehnte Oberhauser beides ab. Bleibt er dabei, droht ihm Wrabetz mit einem Abwahlantrag im Stiftungsrat.

"Parteipolitische Taktiererei"

Auf die ÖVP könnte Oberhauser (neben Freiheitlichen) hoffen: Andreas Kratschmar will den Publikumsrat damit befassen. VP-Stiftungsrat Franz Medwenitsch sieht Wrabetz „vor den Trümmern seines Personalkarussels, wer nicht mitspielt soll offenbar entfernt werden. So richtet man den ORF zugrunde." SP-Gegenüber Niko Pelinka entgegnet, die VP möge den Stiftungsrat nicht „für parteipolitische Taktiererei missbrauchen". 

Mehrheit möglich für Abwahl

Der Grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher stellt sich hinter Wrabetz: Oberhausers Mail sei „schädlich für den ORF", die Beurlaubung „angemessen". Betriebsratschef Gerhard Moser findet den Urlaub „bei vollen Bezügen" zu milde, einfache Mitarbeiter würden härter behandelt. Eine Mehrheit für die Abwahl könnte sich so ausgehen.

Bis 4. November müsste Wrabetz die Abwahl beantragen, damit ihn der Stiftungsrat in der nächsten Sitzung behandelt. Termin: 11. 11. Faschingsbeginn. (fid)
(fid, red/DER STANDARD; Printausgabe, 23./24.10.2010)

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Der Betriebsrat stellt sich also nicht hinter die Unabhängigkeit des ORFs sondern hinter die SPÖ- Einflußnahme

Warum überrascht mich das nicht? Schade dass die SPÖ Pensionisten nicht schneller weg sterben...

Könnte auch an der autoritären Art Oberhauser liegen

Des Orfloch is

zum vergessen....

Was die Grünen da machen, ist ein Skandal!

In Bezug auf den ORF waren die Grünen immer schon ein Desaster! Die haben einfach keine Ahnung von Medienpolitik!

Auch der Dümmste

Auch der dümmste Beitragszahler des ORF weiß jetzt was dort gespielt wird. Es ist die SPÖ, die derart schamlos agiert und sich ihren Pudel Wrabetz hält. Zum Genieren dass sich diese Liesinger Sozi-Partie dort oben tatsächlich breitmachen konnte. Die Blödheit und das Mittelmaß regieren das Land!

Oberhauser mag vieles sein außer ein begabter Rechtsverbinder, seine intellektuelle Begabung hält sich aber in engen Grenzen; als ein Beitrag zur Steigerung des durchschnittlichen Intelligenzquozienten im ORF war Hr. Oberhauser jedenfalls nie anzusehen. Ihr Gejammere ist entlarvend.

Der Grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher stellt sich hinter Wrabetz

Die GrünInnen spuren....brav, der Häupl wird das nicht vergessen.

soll ich meine orf-gebühren

jetzt direkt an die sp zahlen?
damit spare ich mir 4 überweisungen im jahr.

Was uns interessiert ist das Programm!

Aber nicht ob Hr. Wrabetz ein hochbegabter Intrigant ist.

Hr. Amon scharrt schon in den Startlöchern, um in ein
paar Monaten neuer ORF-Generaldirektor zu werden.

Komisches Land Österreich

Österreich ist ein Land wo die Parteimitgliedschaft mehr Bedeutung hat als der Charakter eines Menschen. Feindschaften und Freundschaften werden ganz offensichtlich über Politische Gesinnungen definiert.
Es wird kein Wort, kein Wort darüber verloren ob der Mann (ich meine den der neu besetzt worden ist) seine Aufgaben gut erfüllen wird können. Es ist ganz offensichtlich, für niemanden wirklich wichtig. Wichtig ist nur, wer darüber bestimmen darf.
Kommt mir vor als würden sich zwei Poliere streiten wer den Beton anrühren darf. Der mit den schwarzen oder der mit den roten Parteibuch. Ganz schön krank!

der chef entscheidet, ist doch üblich so.

Achse Oberhauser - Prantner wird 2011 gewinnen!

ÖVP und FPÖ werden den GI zu Fall bringen. Ihr werdet sehen.

aber geh

wenn ich der Tommy wäre, würde ich mich schweren Herzens von O. distanzieren. Join the winners sagte schon Clausewitz.

Alles in Allem eine gelungene Personalentscheidung von Brabetz!

Bravo, kann man da nur sagen!

Eigentlich schade, wer geht jetzt für Redakteure, die ktitische Beiträge verfassen, und noch dazu links sind, ins Gefängnis?

Im Ernst, Oberhausers Rolle im angesprochenen Fall ist für ihn wohl eher untypisch. Aber von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt wie BBC ist der ORF doch noch ziemlich entfernt. Das liegt aber auch an den Mangel an geeigneten Köpfen und der österreichischen Tradition der Aufklärung von oben.

ich will noch immer keine ORF zwangsgebühren entrichten müssen.

Wozu die Aufregung, es ist nie anders und es wird nie anders laufen beim ORF.

Der ORF wäre nicht (mehr) zu retten...

...gäbe es nicht die Zwangsgebühren, die von SPÖVP immer dann erhöht werden, wenn die Misswirtschaft dieser Freunderl- und Nepotismus-Partie die nächste Beinahe-Pleite produziert. Den ÖsterreícherInnen ist ja zu wenig bekannt, dass das mit ihrem Geld aufgebaute Sendernetz, das an die ORF-Tochter ORS "ausgesourct" wurde, zu einem Drittel Raiffeisen gehört. Der Tag ist nicht mehr fern, dass der ORF aus Geldnot die Mehrheit an seinen Sendeanlagen an die Giebelkreuzler verkaufen wird bzw. muss. Und dann ist auch der Tag nicht mehr fern, dass Herr Konrad den ORFlern vielleicht sagen wird, "wenn´s die Miete für euere Ex-Anlagen nicht mehr bezahlen könnt´s, dann habt´s Pech. Ich find´andere TV-Stationen, die zahlen, oder ihr tut´s schön folgen.."

Mittlerweile bin ich schon froh, dass es auch Privatsender gibt.

Langsam ist das Orf´sche Programm wirklich jenseits von gut und böse !

Bye, bye ORF !

viel spass bei frauentausch

und schlag den raab

Ihnen bei "Helden von Morgen" und "Musikantenstadl"

http://www.youtube.com/watch?v=jhtIi287FXc

zitat ich bin sehr glücklich ihn bei personalentscheidungen zu haben ;)
glaub die meinung hat sich geändert.

hatte schon ziemlich einen in der krone...

könnt nicht mal wer dieses rumpelstielzchen beurlauben? aber bitte dauerhaft!

wrabetz braucht platz

fürs nächste rote freunderl

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