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Die chronische Entzündung bringt den Patienten in eine Juck-Kratz-Spirale.
Der Winter ist für viele Neurodermitiker eine unerfreuliche Jahreszeit. Tagsüber ist es draußen meist kalt und trocken und in Innenräumen sorgen Zentralheizungen für wenig Luftfeuchtigkeit. All das tut der Haut der Patienten nicht gut. Erkrankungsschübe sind in dieser Jahreszeit deshalb vorprogrammiert.
Die Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch rezidivierende entzündliche Erkrankung. Die Ursachen sind nicht vollständig eruiert. „Zur genetischen Prädisposition müssen exogene Faktoren kommen, die dann zum Ausbruch der Erkrankung führen", weiß Clemens Rappersberger, Vorstand der Dermatologischen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien. 15-24% der Gesamtbevölkerung in den Industrienationen besitzen diese genetischen Voraussetzungen, rund 2,5% bekommen auch eine atopische Dermatitis. Die meisten Menschen erkranken im Kindesalter und häufig verschwinden die Symptome mit dem Beginn der Pubertät.
Schubhafter Verlauf
Was die Haut eines Neurodermitikers schmerzlich vermisst, sind Fette und antientzündliche Stoffe. Das macht das größte Organ dieser Menschen anfällig, denn ihre Fähigkeit Wasserverlust und das Eindringen externer Reizstoffe zu verhindern, ist empfindlich gestört „Deshalb kommt es auf der Haut dieser Patienten leicht zu Infektionen", weiß Rappersberger. Durch den permanenten Juckreiz gerät der Betroffene in einen Teufelskreis. Denn das Kratzen als Reaktion ist seinerseits ein starker Entzündungsreiz.
Typisch für den Krankheitsverlauf: Akute Schübe und Phasen ohne sichtbare Ekzeme wechseln einander ab. „Auch eine Haut die völlig normal aussieht, ist bei Patienten, die unter Neurodermitis leiden, nicht normal", erklärte Rappersberger gestern Rahmen des Journalisten-Workshops „Hautsache gesund" in Wien. Ein Grund mehr die Patienten auch in schubfreien Intervallen zu therapieren. Seit Mai 2009 ist die Tacrolimus-Salbe als Erhaltungstherapie von der europäischen Arzneimittelbhörde EMEA zugelassen.
Schwierige Therapie
„Die Neurodermitis wird in Bezug auf die Lebensqualität, von den Patienten als besonders schlimm empfunden wird", betonte der Dermatologe und diverse Studien geben ihm dabei recht. Tatsächlich ist der negative Einfluss der Erkrankung so groß, dass sogar Vergleiche mit Krebs, Diabetes und chronischen Nierenerkrankungen gezogen werden. Dazu kommt: Neurodermitis ist unheilbar. Das klingt auf den ersten Blick besonders frustrierend, ist es jedoch nur zum Teil. „Diese Hauterkrankung ist wunderbar behandelbar, mit der Einschränkung dass die Therapie schwierig ist", so Rappersberger.
Goldstandard in der Lokaltherapie der Neurodermitis ist nach wie vor Cortison, das sich vor allem bei sehr heftigen Schüben bewährt. Allerdings ist die Behandlung mit Cortison laut Rappersberger nicht ganz unproblematisch: „Erstens lässt die Wirkung mit der Zeit nach und es bedarf daher immer stärkerer Kortikosteroide. Und das zweite Problem ist das sogenannte Rebound-Phänomen, das infolge eines abrupten Abbruchs der Behandlung entsteht". Die richtige Anwendung dieser hochpotenten antientzündlichen Substanz ist also entscheidend. Die allgegenwärtige Corticophobie rührt laut Rappersberger daher, dass Cortison entweder falsch oder missbräuchlich angewendet wird.
Beschwerdefreien Zustand erhalten
Sind die Schübe nicht ganz so ausgeprägt, dann bieten sich seit einigen Jahren topische Calcineurin-Inhibitoren (TCI), zu denen auch die Tacrolimus-Salbe zählt, an. Sind die sichtbaren Symptome abgeheilt, dann wurde bis vor kurzem die Behandlung unterbrochen. Mit diesem meist kurzfristigen Erfolg gibt man sich heute jedoch nicht mehr zufrieden. Der beschwerdefreie Zustand soll den Patienten so lange wie möglich erhalten bleiben. Rappersberger empfiehlt daher eine langfristige Erhaltungstherapie mit den topischen Calcineurin-Iinhibitoren. Zweimal pro Woche wird die Substanz auf die zuvor betroffenen Hautstellen aufgetragen. Das verzögert folgende Ekzemschübe und bringt Patienten beschwerdefrei durch den Winter. (derStandard.at, 22.10.2010)
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wenn man weiß wie. Mit Cortison sicher nicht. Das ist mit das beste Mittel für Symptomunterdrückung überhaupt. Wenn der Arzt Cortison verschreibt dann ist das eine Erklärung dafür das er nicht mehr weiter weiß. Alle Hautthemen sind Kontaktthemen und durch ein (Konflikt)Erlebnis des/der Betroffenen enstanden, und genau hier setze ich an. Ich habe in meiner Praxis bisher ca. 60 Fälle behandelt mit einer Erfolgsquote von ca. 95 % bis zur vollständigen Ausheilung. Schon in der Behandlung klingt der Juckreiz ab und nach ein paar Tagen ist die Haut geheilt. Wer`s nicht glaubt kann einfach vorbeikommen und es ausprobieren. Gerne auch mit Geld zurück Garantie wenn keine Heilung eintritt...
sondern "nur" Heilung. Viele (die meisten) Menschen denken wohl gut präpariert von der Pharmaindustrie an "Pille schlucken und gesund". Nur funktioniert das nicht außer super bei Symptomunterdrückung, wie ja wohl alle die das schon länger machen ja sicher wissen.
Also, ich habe Neurodermitis (weiß nicht, was in Ihrem Posting gemeint war) und ich kann Ihnen versprechen: es ist nicht heilbar! wenn ich einige Monate an der Küste verbringe (salzhaltige Luft, Wärme), ist die Haut kurzzeitig symptomfrei, gesund jedoch nicht!
ich kann Ihnen versprechen es ist heilbar...aber nicht immer und nicht bei jedem. Wie bereits geschrieben 60 Fälle komplett ausgeheilt und das sofort. Quote 95%. Alles dokumentiert bei mir in der Praxis. Ich würde das nicht schreiben wenn es nicht stimmen würde. Warum auch? Nur weil die Staatsmedizin sagt das etwas nicht heilbar ist meint Sie > Mit deren Methoden nicht heilbar <. Und... ob du glaubst es geht, oder du glaubst es geht nicht. Du hast immer recht. (Abgewandelt von Maxwell Maltz)
... dann kommt mir die Galle hoch...
Mit solchen Sätzen kommen AloeVera-Firmen auf mich zu, Naturheilwunderpfuscher, Schulmediziner, Apotheker, alle miteinander können sie offenbar Gene verändern.
Sorry, aber ND ist NICHT heilbar. Man kann sie versuchen, im Griff zu haben. Das war's aber dann auch schon ...
Ich bin jetzt 46 Jahre und ND ist bei mir erst vor kurzem in Erscheinung getreten. Über Erfolg versprechende Behandlungsmethoden scheiden sich scheinbar die Geister. Für einen Neuankömmlimg recht verwirrend. Was ich allerdings aus vielen Foren herauslesen konnte, scheint das Tote Meer in 90% der Fälle tatsächlich Wirkung zu zeigen. Eine ebenfalls betroffenen Bekannte hat mir berichtet, sie sei nur eine Woche unten gewesen, kein einziges Mal im Wasser und dennoch hat sich Ihre Haut vollständig erholt. Sie hat ND allerdings in einer sehr leichten Form. Ich komm dann jetzt zu meiner Frage: Kann mir jemand definitv sagen was den Heilungsprozess am Toten Meer nun wirklich fördert? Eventuell weiterführende Links nennen?
„Diese Hauterkrankung ist wunderbar behandelbar, mit der Einschränkung dass die Therapie schwierig ist"
Wie kann man eine Kortisonbehandlung "wunderbar" nennen???
Einerseits hat sie bei Daueranwendung - was ja propagiert wird - gefährliche Nebenwirkungen und andererseits kann sie nur Entzündungen unterdrücken, aber nie heilen. Das Ganze nennt man dann "pharmazeutische Kundenbindung".
Aber solange "Fieber", "Entzündungen" usw. als Krankheitsursachen gesehen werden und medikamentös unterdrückt und beseitigt werden, wird es immer heißen: "Wunderbar behandelbar, aber die Therapie ist etwas schwierig".
Gut ist nur, dass wir letztendlich für unsere Gesundheit selbst verantwortlich sind und über Behandlungsmethoden selbst entscheiden können.
Nuerodermitiserkrankter sehe ich in deinem Posting nur dummes bla bla!
Dein lezter Satz: Gut ist nur, dass wir letztendlich für unsere Gesundheit selbst verantwortlich sind und über Behandlungsmethoden selbst entscheiden können.
wird dir bei dieser Krankheit nicht viel nützen. Wünsch dir keine solche Krankheit aber für ein paar Monate solltest es schon mal erleben, dann kannst ja mal mit Bachblüten therapieren, viel Glück!!
"..dummes bla bla"
Neu ist mir, dass Neurodermitis agressiv und überheblich macht und die einfachsten Anstandsregeln vergessen läßt.
Allerdings gebe ich Ihnen in einem Punkt recht, mit Bachblüten wird der Erfolg wahrscheinlich ausbleiben. Wenn aber die schulmedizinische Behandlung in jeder Hinsicht problematisch und unbefriedigend ist, dann ist es eine Sache der Intelligenz, dass ich mich für andere, erfolgversprechendere Methoden interessiere. Aber für viele sind halt die Götter in Weiß unersetzbar.
habe selber neurodermitis und obige salbe hat man mir x-mal verschrieben - erfolg gleich null...
nach gesprächen mit anderen betroffenen musste ich feststellen: es scheint niemanden zu geben, dem das zeug hilft.
oder doch? bitte melden
@ Devils Daughter: mir hats geholfen!
Kann Dir gern meine Erfahrungen berichten.
Bin 31 Jahre alt und mache das ND-Drama nun schon knapp 20 Jahre "aktiv" mit.
Trau mir sagen, dass ich fast alles kenne, was am Markt herumkreucht und fleucht, von Kurpfuscherei über Komplementärmedizin über Ernährungsumstellung über Histamine über Schulmedizin zurück zum "mal abwarten". Und wieder von vorne...
Die Liste ist schier endlos.
Als Betroffener - der die Neurodermitis glücklicherweise nicht so stark ausgeprägt hat wie andere die ich kennenlernte - habe ich alles mögliche (wie die Meisten) ausprobiert und der Level - "lästig aber nicht aushaltbar" ist zu erhalten.
Das einzige, das aber bisher ein Gefühl von Normalität (keine Stelle die juckt - keine Schuppen...) ausgelöst hat, war ein Aufenthalt am Toten Meer in Jordanien. Das altbewährte Mittel des Klimas und der Sonne 400 Meter unter dem Meeresspiegel wirkt unerwartete Wunder- aber auch hier ist Wiederholung quasi ein Muß - leider.
Und glücklich wer Beamten- oder gewerblich sozialversichert ist. Die zahlen es (od. zumindest teilweise)- Die GKK, gar nicht, Obwohl man viele teure Medikamente sparen könnte.
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