Piraten wollen ins Weltall

22. Oktober 2010, 09:53
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Diskussion über Wege einen "sicheren Hafen" für File Sharing zu schaffen - Wetterballon oder Boot als erste Schritte angedacht

Geringe Ambitionen kann man den TeilnehmerInnen einer aktuellen Diskussion auf der Mailing Liste der Pirate Parties International - dem Zusammenschluss der diversen Piratenparteien - wohl kaum nachsagen: Um einen "sicheren Hafen" für diverse Projekte zu schaffen, denkt man über den Weg ins Weltall nach.

Ernsthaft

Ein Schritt, mit dem man vor allem die Beschränkungen lokaler Gesetzgebungen umgehen und so ein gänzlich uneingeschränktes Hosting von Dateien anbieten können will. Was für Außenstehende  zunächst nach einem Scherz klingen mag, hat sich mittlerweile zu einer durchaus ernsthaft geführten Diskussion entwickelt, wobei man durchaus auch Alternativen zur "Vollvariante" andenkt.

Ballon

Optimal wäre natürlich ein eigener Satellit, was aber allein schon aufgrund der damit verbundenen Kosten nicht so ohne weiteres zu bewerkstelligen ist. Insofern könnten sich einige der DiskutantInnen als ersten Schritt in diese Richtung auch einen Wetterballon vorstellen, der hoch genug fliegt um der Gesetzgebung zu entkommen. Aber auch ein ferngesteuertes Boot, das sich durch internationale Gewässer bewegt, könnte eine erste Variante sein.

Schwierigkeiten

Doch auch wenn die Diskussion durchaus lebhaft ist, sind die realen Chancen zur Implementierung wohl verschwindend gering. Dies nicht nur wegen der Kosten sondern auch aufgrund einiger recht realer Probleme: So wäre die Wartung im Fall eines Platten-Crashs alles andere als trivial, auch ist fraglich, ob man damit tatsächlich den Level von Freiheit erreichen kann, den man sich erhofft. Immerhin braucht auch dieser Server dann noch einen Provider, über den er ins Internet eingebunden wird - wo dann die Behörden wieder ansetzen könnten. (red, derStandard.at, 22.10.10)

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