Dienstleister bremsen Konjunktur-Erholung

21. Oktober 2010, 10:48
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Berlin - Die Konjunkturerholung in der Eurozone hat im Oktober weiter an Fahrt verloren. Während die Industrie entgegen den Erwartungen ein wieder leicht anziehendes Wachstum verzeichnete, ging die Dynamik bei den Dienstleistern abermals deutlich zurück und bremste damit die Gesamtwirtschaft.

Wie das Markit-Institut am Donnerstag mitteilte, sank der in einer Umfrage unter Tausenden Unternehmen ermittelte Einkaufsmanagerindex der Dienstleister nach Berechnungen unerwartet stark auf 53,2 Punkte von 54,1 Zählern im Vormonat. Experten hatten lediglich mit Rückgang auf 53,7 Punkte gerechnet. Der Index erreichte damit den niedrigsten Wert seit Februar.

Der entsprechende Index für die Industrie legte binnen Monatsfrist von 53,7 auf 54,1 Punkte zu, hier war ein Rückgang auf 53,2 Zähler erwartet worden. Damit sank der Composite-Index - der Industrie und Dienstleister zusammenfasst - von 54,1 Zählern auf 53,4 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit einem Jahr.

Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zufolge entspricht der neue Wert einem Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 0,3 Prozent im Quartal, nachdem das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im zweiten Quartal noch um 1,0 Prozent zugelegt hatte. "Die weniger gut gefüllten Auftragsbücher und die markant abgeschwächten Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist im Servicesektor lassen in den nächsten Monaten auf eine weitere Wachstumsverlangsamung schließen", sagte Williamson. Dies könne auch zu Stellenabbau führen. (APA/Reuters)

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    Während die Industrie entgegen den Erwartungen ein wieder leicht anziehendes Wachstum verzeichnete, ging die Dynamik bei den Dienstleistern abermals deutlich zurück und bremste damit die Gesamtwirtschaft.

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