"Virtuelle Satellitenschüssel" für Sat-TV

20. Oktober 2010, 14:39
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Spezielle Mikrochips als mobile Empfänger auch für Handy-Radio

Ein Forscher an der niederländischen Universität Twente hat klobigen Satellitenschüsseln, die aufwendig justiert werden müssen, den Kampf angesagt. Dazu setzt der Informatiker Marcel van de Burgwal auf einen Mikrochip mit eigentlich einfacher Architektur. Doch die Rechenleistung ist ihm zufolge genau richtig, um energieeffizient in Echtzeit eine Anordnung annähernd flacher Antennen auszurichten. Diese bilden somit eine "virtuelle Satellitenschüssel". Mit dieser Antennenlösung wäre es beispielsweise möglich, Sat-TV in einem Auto zu empfangen. Die Chips selbst sind auch als Radio-Receiver in Smartphones interessant.

Astronomische Parallele

Der Ansatz, viele kleine und vergleichsweise einfache Antennen anstelle einer gigantischen Schüssel zu nutzen, ist aus der Radioastronomie bekannt. Darauf setzt beispielsweise das Low Frequency Array (LOFAR), das Antennenstandorte in den Niederlanden, Deutschland und anderen europäischen Ländern nutzt. Sehr ähnlich, aber in viel kleinerem Maßstab, funktioniert van de Burgwals Konzept. Statt einer großen Schüssel kommen viele kleine, fast flache Antennen zum Einsatz, die daher auch leicht montiert werden könnten - beispielsweise auf einem Auto.

Die virtuelle Satellitenschüssel entsteht, wenn die Daten der genutzten Einzelantennen entsprechend verknüpft werden. Dazu sind viele Berechnungen und ein schneller Datenaustausch erforderlich. Herkömmliche Mikrochips sind dem frisch promovierten Informatiker zufolge für diese Aufgabe aber nicht ideal, da sie zu groß und ziemliche Stromfresser sind. Er setzt stattdessen auf ein Netzwerk aus kompakten, einfachen Prozessoren in einem nur einige Quadratmillimeter großen Mini-Netzwerk. Die Software in diesem Netz fungiert als TV- oder Radioreceiver.

Smartphone-Radio

Wie van de Burgwal in seiner Dissertation darlegt, sind die speziellen Mikrochips nicht nur für Satelliten-Empfang interessant. Sie sind demnach als Radio-Receiver in Smartphones geeignet und versprechen dort aufgrund ihrer Energieffizienz den Akku kaum zu belasten. Die der Arbeit zugrunde liegende Prozessortechnologie wird indes vom Spin-off-Unternehmen Recore System weiterentwickelt und vermarktet. Dazu, ob oder wann virtuelle Satellitenschüsseln tatsächlich als Produkt angeboten werden, gibt es allerdings noch keine Informationen.(pte)

 

Flaschenpost
00
22.10.2010, 09:44
OK...ja, aber..

die meisten Satelliten senden auf gleichen oder sich überlappenden Frequenzen und würden sich gegenseitig stören. Bei Schüsseln ist das kein Problem, da mit der Ausrichtung auf einen Satellit die anderen "Störsatelliten" ausgeblendet werden.

Wenn nun ohne Ausrichtung die Signale aller Satelliten gleichzeitig empfangen werden, wird die Selektion einzelner Signale eine, sagen wir mal "große Herausforderung".

Ich würde gerne wissen, wie der Knabe gedenkt dieses Problem zu lösen..

Dass eines klar ist: Einer meiner Leitsprüche ist: "Geht nicht, gibt´s nicht"!

re-play
00
21.10.2010, 11:51

Der Kerl könnte die Birke in meinem Garten retten! ;-)

posaunist
00
21.10.2010, 16:58
umschneiden!

die wächst schneller nach, als einem lieb ist ;-)

GevatterTod
04
20.10.2010, 20:31
etwas ungenau

dieser Artikel.
Was der Hollaender machte ist die Ankoppelung vieler Dipole durch einen integrierten Schaltkreis zu erledigen.
So eine Anordnung vieler Dipol Antennen und die zeitversetzte Addition der Signale dieser nennt sich Phased Array.
Leider wird dadurch die Antenne weder virtuell, noch kleiner - die genaue Ausrichtung wird einem erspart.

uinsel
00
21.10.2010, 15:44

dankeschön. ich hab mir schon geadnken gemacht, was zum henker der da gemacht haben könnte ^^

der artikel ist nicht besonders aufschlussreich.

Elessar
00
21.10.2010, 07:41

willkommen beim standard, da gehört etwas ungenau seit längerem dazu ;)
ist anscheinend zuviel verlangt sich genauer mit dem thema zu befassen wenn man einen artikel schreibt.

und ewig hirschet dem troll
01
21.10.2010, 12:48
zu viel verlangt ...

es gibt doch eh die buttons für facebook, twitter und email - zum wietersagen.

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