Bucher: Kein Anlass für BZÖ-Spaltung

19. Oktober 2010, 12:46

Parteiobmann beharrt auf Parteilinie und will Konflikt "im Guten" lösen - Westenthaler: Spekulationen über Abspaltung "völliger Schwachsinn"

Wien - BZÖ-Obmann Josef Bucher will sich vom aufmüpfigen steirischen Bündnis-Chef Gerald Grosz nicht zu einer Richtungsänderung drängen lassen, wollte sich aber im Vorfeld der Vorstandssitzung am Dienstagabend auch nicht zu Spaltungen oder Ausschlüssen äußern. Allerdings sprach er bei einer Pressekonferenz in Wien eine Art freundliche Ausladung in Richtung Grosz und Peter Westenthaler, dem ebenfalls Widerborstigkeit gegen Buchers Kurs nachgesagt wird, aus: "Wenn jemand die Partei verlassen will, findet er eine Tür vor, die offen ist." Er sei jedoch bereit, den Konflikt "im Guten" zu lösen.

Zurück zum politischen Stil Jörg Haiders

Nach den Wahlschlappen in der Steiermark und in Wien war die Bruchlinie im orangen Bündnis offen zu Tage getreten: Grosz, dem in der Steiermark der Einzug in den Landtag missglückt war, hatte einen Neuanfang auf Bundesebene verlangt und will zurück zum politischen Stil Jörg Haiders; Bucher wiederum hat der Partei einen wirtschaftsliberalen Kurs verordnet und verweist auf die Zustimmung zum entsprechenden Programm.

Vergangene Woche legte Grosz bei der Bundesvorstandssitzung dann das Amt des Obmann-Stellvertreters zurück. Seitdem wird spekuliert, ob Grosz und Westenthaler sowie weitere Abgeordnete gar die Partei - und damit auch den Parlamentsklub - verlassen könnten.

Eine weitere Aussprache werde es bei der Fortsetzung der Sitzung heute, Dienstag, geben, so Bucher. Veranlassung, über mögliche Spalter nachzudenken, habe er derzeit nicht, es gebe derzeit schlicht "Auffassungsunterschiede" mit zwei Mandataren. "Ich erwarte mir eine konstruktive Behandlung des Themas, wie sich Grosz und Westenthaler die Zukunft des Bündnisses vorstellen", gab er sich aber gemäßigt und wollte nicht über Parteiausschlüsse spekulieren: "Ich bin bereit, das im Guten zu lösen".

Auch Westenthaler beteuert Bündnistreue

Allerdings: Die Äußerungen aus der steirischen Partei seien nicht gerade "elegant" gewesen, und es sei schlicht "unsinnig", im BZÖ FPÖ-Politik machen zu wollen, richtete Bucher Grosz dann doch aus. Dieser gab zeitgleich eine Pressekonferenz in Graz und wollte dort von einer allfälligen Abspaltung auch nichts wissen. 

Peter Westenthaler weist Spekulationen über seinen Abgang aus der Partei oder gar eine Abspaltung als "völligen Schwachsinn" zurück. "Ich weiß nicht, woher das kommt, ich habe mit dieser aktuellen Diskussion nichts zu tun", hielt er gegenüber der APA fest. Auf jeden Fall werde er auch am Mittwoch und somit nach der Vorstandssitzung heute Abend Mitglied des BZÖ und des Parlamentsklubs sein, beteuerte er.

Rücktritt von Grosz bedauerlich

Dass BZÖ-Obmann Josef Bucher "Auffassungsunterschiede" mit Westenthaler und dem steirischen BZÖ-Chef Gerald Grosz eingeräumt hatte, widerspreche dem nicht: "Es ist ein breiter und weiter Weg zwischen Auffassungsunterschieden und Spaltergeschichten." Inhaltliche Diskussionen seien politischer Alltag, und dafür gebe es entsprechende Gremien. In diesem Rahmen "hört man gerne einen Ratschlag, und ich gebe gerne einen Ratschlag, und damit hat es sich". Es habe im Vorstand vergangene Woche auch keine Attacke auf Bucher gegeben, man habe lediglich "einige Mängel und einige Vorzüge besprochen".

Dass er auf eine Kursänderung im Bündnis dränge, sei ebenfalls "Schwachsinn", versicherte Westenthaler weiter, "wir haben einstimmig einen Kurs beschlossen, ein Programm, an dem ich federführend mitgearbeitet habe". Bedauernd habe er den Rücktritt von Grosz als stellvertretender Parteichef zur Kenntnis genommen, der wohl aus "persönlichen Gründen" erfolgt sei. (APA)

Kommentar posten
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Pro Freistaat Kärnten!
 
00
23.11.2010, 15:54
wie kann man

eine null spalten?

die frage stellt sich doch gar nicht...

Heiner Müller
00
19.11.2010, 19:26
Kann man

eine atomore Partei nochmals spalten?

Isogseich Eini
00
26.10.2010, 16:24

Na die haben aber wirklich Probleme, das Loch zu finden, durch das sie der Wählerschaft in den A**** kriechen können...

DirtyHarry
00
24.10.2010, 12:28

nach der nächsten nr-wahl gibt es das bzö sowieso nicht mehr

beinstein
00
22.10.2010, 07:50
MIT SCHLECHTEN..

kann man nichts "im guten" lösen ;-)

also dann ...
00
21.10.2010, 20:14
stimmt - bei 2-3 % im bund...

ist eine abspaltung wirklich keine strategische... option.

bucher ... ist ein echter analytiker, nicht wahr.

di`Luca
00
21.10.2010, 14:14
interessant wär

bekommen die gfraster dann die doppelte gage vom steuerzahler nachdems gespalten werden?

Foromat
00
27.10.2010, 17:24

wenn sies ganz G'schickt einfädeln wahrscheinlich schon, dann müssten sich mind. 5 fuzzies abspalten und einen Klub gründen, dann gibts irgendwelche klubförderungen.

wenn sich aber die 17 verbliebenen BZÖ hanseln in 4 klubs zu zB 4 - 4 - 4- 1 (andere variationen auch möglich!) aufteilen würden, dann würden sie den klubstatus verlieren und kein klubgeld mehr kassieren.

Compri ?

Ich bin der Meinung...
00
21.10.2010, 12:07
Schade

Ich hätte mir gewünscht, dass am Ende jeder FPÖ'ler sein eigenes, persönliches BZÖ kriegt. ;-)

tt7
00
21.10.2010, 09:55
Wenn sich die Kleinstpartei

nochmal spaltet, bleiben nur noch Atome übrig ;-)

wildkater
00
21.10.2010, 09:32

lol - Spaltung des BZÖ.
Kommt mir das nicht bekannt vor bei den rechten Brüdern?

hans friedrich 2
00
21.10.2010, 07:15
ist das nicht schlimm?

... dass es innerhalb des bzö verschiedene meinungen gibt?

WDPP
00
20.10.2010, 23:53

Geheimnisskrämerei und Schönrederei machen die Partei auch nicht gerade attraktiver.

urbi47
00
20.10.2010, 20:47
Der Mann vom Mond

Der gute Mann soll mir mal erklären wie man
Nichtvorhandenes spaltet !!! Sicher eine weiter
kärntner Meisterleistung !!

au contraire
02
20.10.2010, 16:35

Ich wart ja nur mehr, bis das BZÖ einen Betriebsausflug ans CERN macht, weil anderswo eine weitere Spaltung nicht mehr möglich wäre...

wildkater
00
21.10.2010, 09:32
YOU MADE MY DAY!!!

niewieder nett
 
00
20.10.2010, 14:29

hab den artikel nicht gelesen aber:

yes spaltet euch. immer und immer wieder.

der erleuchtete
00
20.10.2010, 14:06
diese politischen banditen

gehörten en bloc in u-haft genommen, damit die untersuchung über die fpö/haider-millionen in liechtensterin & anderswo (liest man gar nix mehr daerüber hierzulande, merkwürdigerweise) endlich vorankommt

Lappe ohne Rentier
01
20.10.2010, 13:31
Spaltung / Nichtspaltung?

Wen interessiert es wirklich...

Herzelichst
Ihr Lappe

Iliphar
00
20.10.2010, 13:10

wenn der Hojac Bündnistreue beteuert, dann wird der vermutlich in Wirklichkeit schon längst weg sein.

estewe
00
20.10.2010, 12:59
Bald sind die blauen Freunde bereit...

...für den Physik-Nobelpreis.

...oder aber für eine Inspektion durch die IAEO

weiter so, Burschen!

au contraire
01
20.10.2010, 12:16
Vorschlag an die Redaktion

Wäre es möglich, auf derstandard.at die Parteiressorts von FPÖ, BZÖ, FPK und allen anderen Abspaltungen einfach unter der Bezeichnung "Ganz rechts draußen" zusammen fassen?

Bei den ganzen Splittern, Splittergruppen und subatomaren Elementarsplitterteilchen muss man inzwischen echt lang herum klicken, bis man eine Meldung über das rechte Lager wieder findet...

Seria
02
20.10.2010, 10:49

es ist doch lange bekannt, daß man auch Teile eines Atomes spalten kann. Warum also nicht das Bzö, das ja noch kleiner, aber bestimmt unbedeutender ist. Bei Spaltung des Atoms wird viel Energie frei. Bei Spaltung des BZÖ dürfte es auch ganz schön stinken

hcl
00
20.10.2010, 14:17

Der Unterschied zwischen der FPÖ und physikalischen Teilchen ist ganz einfach erklärt: Um Teilchen bzw. deren Spaltprodokte zu spalten braucht man bei jeder Stufe MEHR Energie. Bei Spaltungen der FPÖ und ihrer Spaltprodukte benötigt man mit jedem Schritt WENIGER Energie

nebenerwerbsposter
01
20.10.2010, 12:33

wenn die ernsthaft an eine spaltung denken - ich schenk' ihnen gerne ein schwert, oder zwei...
und dann bitte live auf atv. heissa-hussa, ole!

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