Polstermöbel

Chemikalien mit allergischem Potential

19. Oktober 2010, 08:55

Mit Auslüften und Stoßlüften Allergene aus den eigenen vier Wänden ausquartieren

Wenn das niegelnagelneue Sofa die Nase zum Triefen und Augen zum Tränen bringt

Melkof - Kostspielige Neuanschaffung, die manchmal mit tränenden Augen und verstopfter Nase endet: „Aus dem neuen Sofa oder trendigen Dekoartikeln können chemische Stoffe entweichen, die allergische Reaktionen hervorrufen", informiert Arne Menzdorf von Deutschlands Allergienetzwerk myAllergo.de. Meist handelt es sich dabei um flüchtige organische Verbindungen, etwa Aldehyde oder Alkohole. Auch Lösungsmittel in Farben und Lacken, die für Renovierungsarbeiten verwendet werden, können sehr geruchsintensiv sein und zu unangenehmen Symptomen führen. Verschwinden die intensiven Gerüche nicht binnen weniger Wochen, kann das auf eine zu hohe Schadstoffbelastung hinweisen.

„Auf Raumsprays sollte jedoch auch bei starken, unangenehmen Gerüchen verzichtet werden", rät Menzdorf und begründet: „In diesen Sprays können Substanzen enthalten sein, die ihrerseits allergische Reaktionen wie Kopfschmerzen oder Schleimhautreizungen auslösen können." Gleiches gilt für Duftkerzen oder -Lampen. Auch wer denkt, durch besonders intensives Putzen könnten sämtliche Allergene eliminiert werden, irrt unter Umständen, denn Chemikalien können nicht nur Allergikern die Tränen in die Augen treiben. 

Allergene aus dem Haus scheuchen

„Durch Einhaltung einfacher Regeln können Allergene nachhaltig aus den eigenen vier Wänden ausquartiert werden", weiß Arne Menzdorf. So gilt für neue Möbel, Teppiche und Matratzen: gut auslüften lassen. Wer ganz sicher gehen will, sollte beim Renovieren zu Produkten greifen, die mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel" als besonders umweltfreundlich gekennzeichnet sind. Bei hartnäckigsten Gerüchen oder Symptomen ist es ratsam, die Schadstoffbelastung im Raum durch einen Fachmann überprüfen zu lassen. Täglich zweimaliges Stoßlüften beugt der Bildung von Schimmelpilzen vor und insbesondere Hausstauballergiker sollten mindestens einmal wöchentlich gründlich Staub wischen. Dabei ist es besser, Reinigungsmittel sparsam zu verwenden und auf Raumbeduftung komplett zu verzichten.

mbli
00
20.10.2010, 09:58
meistens relativ leicht zu beurteilen, alles was streng riecht ist meistens nicht einwandfrei. dazu gehören auch künstliche duftstoffe.

Irma la Douce
01
19.10.2010, 15:23
Ich stelle neue Möbel und Dekoartikel, Teppiche etc. zuerst für ca. 2,5 Jahre in den Garten.

Was überlebt, darf ins Haus.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.