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Die FPÖ verdankt ihr Ergebnis ja im wesentlichen massiven Zugewinnen in Simmering, Favoriten, Floridsdorf und Donaustadt. Das ist dort, wo die einheimischen Deklassierten zu Hause sind, oder die, die sich als Deklassierte fühlen. Das ist dort, wo die SPÖ noch vor zwei Jahrzenten das gesamte Leben organisiert hat, wo den Sozialdemokraten aber irgendwann ihr Milieu davonzuschwimmen begann. Jetzt sagen wieder alle: Man muss "die Sorgen" der Leute ernst nehmen. Aber die Leute haben keine "Sorgen", die Leute haben einen Zorn, eine Wut. Und meist ist es einfach so eine diffuse, atmosphärische Wut, die keine Anlässe braucht. Die Wut darüber, dass "die" sich ja eh nicht für "uns" interessieren. Die sind gewissermaßen fest entschlossen, zornig zu sein. Weil sie abgehängt sind, und weil sie keine Hoffnung mehr haben, dass irgendetwas für sie besser wird. Ihr Ressentiment durch noch rigidere Ausländerpolitik zu legitimieren, ist keine Lösung - und würde an der Quelle dieses Zornes auch überhaupt nichts ändern. Und Wunder geschehen: Jetzt hat sogar die Innenministerin gelernt, dass man die FPÖ nicht bekämpft, indem man ihre Politik kopiert. Wobei ich ja eher glaube, man hat sie zu diesem Lernprozess gezwungen; weil sie offenbar auch in ihrer Partei mit dem Rücken zur Wand steht und jetzt eben eine 180-Grad-Wende macht, um ihren Kopf zu retten. Wenn Sie mich fragen: Ein bisserl lächerlich ist das schon. Frau Fekter sollte einfach den Hut nehmen.
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Also der Robert Misik hat mir schon immer meine Meinung angesprochen aber diesmal nicht ganz.
Es stimmt nicht immer das die FPÖ Wähler, Wut und sorgen haben oder Probleme mit Ausländern haben.
Sondern das sie sich Sozial vernachlässigt fühlen und wenn man jetzt sagt "stimmt alles gar nicht" dann macht das die Probleme auch nicht besser.
Die 26 % sollte mann schon ernst nehmen auch wenn die FPÖ nicht viel machen kann damit.
Mann muss sich mit dem Problem beschäftigen.
Die depression bekämpfen und nachschauen ob die wirklich alle flatscreens Zuhause haben.
Mann darf nicht vergessen das auch viele FPÖ Wähler aus z.B. der Türkei oder Serbien kommen.
Ja ich weis, alles Palleti aber ignorieren diese Wähler. Nein.
Da hat die SPÖ jetzt was zu tun
man spare den Schaum, den man vor dem Mund hat, von diesem ab und schlage ihn so lange, bis er eine Kolumne füllt, streue einige Beistriche darunter und übergieße damit das Standardmenü für Angehörige der gehobenen Mittelklasse.
Guten Appetit!
finde ich seine verortung von unterschichtlern nach wählerstromanalysen geschmacklos.
das aufklärungsprojekt der sozialdemokratie wurde halt gegen eins zur verbürgerlichung der leute umgedreht , ein paar haben das nicht geschnallt und das sind jetzt die 26%.
aber hat die spö wirklich die verantwortung für die charakterfestigkeit "der menschen draußen" oder wird ihr projekt jetzt einfach abgelöst?
dann gute nacht , schöne gegend.
wie auf ungarischem red bull.
hr. misik machen sie urlaub ,lang halten sie das nicht aus..
diese ladung an guten ratschlägen ist ja wirklich toll ,gehen sie doch in die realpolitik und helfen sie der s es besser zu machen.
für den standard dieses videocast zu machen ist ja ein kabarett mehr und mehr..
der hund bellt - die karawane zieht halt weiter.
... wenn mans auf den Punkt bringt, hat Misik dem atmosphärischen Hass dieser Leute nur atmosphärische Verachtung entgegenzusetzen.
Aber in einem Punkt hat er wohl recht: Dass die Leute instinktiv spüren, dass sie nichts mehr Wert sind, dann Politik an ihnen vorbei gemacht wird, dass "die da Oben" bei den Parteien eh alle von der selben Bagage sind.
Wir sind ja definitiv die erste Generation, die trotz Friedens davon ausgehen muss, dass es ihren Kindern schlechter gehen wird, als einem selbst.
Dass mit solchen Aussichten, die kleinen Probleme noch zusätzlich auf der Seele liegen, darf wohl nur die größten Ignoranten wundern.
Ist das eine Persiflage auf sozialdemokratische Sozialkritik? Ist dieses arrogante, undifferenzierte und empirsich falsche Geschwurbel ernst gemeint? Würde sich ein Schauspieler in die Rolle des roten Ignoranten versetzen, würde er genau das vortragen (erinnert übrigens stark an die ORF-Comedy "Die vier da"...!)
Zur weiterführenden Lektüre empfohlen:
"Berghold ist überzeugt, dass vor allem eine allgemeine Grundstimmung der Ausländerfeindlichkeit Aufwind gibt: 'Es geht weniger um die tatsächliche soziale Situation, sondern um das Gefühl: Geht es runter oder rauf? Dabei hängt viel von der subjektiven Wahrnehmung und Erwartung ab, was die eigene Zukunft betrifft.' "
http://www.wienerzeitung.at/default.a... cob=523292
Wenn sie meinen, das sei keine wissenschaftlich fundierte Gesellschaftskritik, dann hätten sie recht.
Aber: es gibt nicht beliebig viele Möglichkeiten, warum 27% der Leute einen Strache wählen - und Misiks Annahme ist zweifellos die wahrscheinlichste
könnt ihr noch differenzieren ? Sein schon arrogantes Nichtverstehenwollen der Leute von der Straße ist schon boboistisch-intellektuell abgehoben. Die Leute sind doch nicht alle verblödet, man kann sie nichteinfach ins rechte Eck stellen und als nazis abtun, da machen eurereins sich die Sache schon etwas zu leicht !
Als grünrot - braun Malerei würde ich es bezeichnen .
Vor allem aufgrund einer Haltung, die eigentlich jedem linken/ grünen/ emanzipatorischen Menschen aus tiefstem Herzen zuwider sein müsste:
Der paternalistischen Arroganz eines "Oberen",der die "Unteren" nicht nur verachtet,sondern auch genau "weiss", was dieselbigen WIRKLICH fühlen...und zwar besser als diese selbst.
Er bringt Aufnahmen,in denen sich Menschen über ganz konkrtete Vorfälle beschweren ("Der Park ist verdreckt","Sie beschimpfen uns als Schweinefleischfresser") und erklärt zugleich,dass diese Leute IN WIRKLICHKEIT ja gar keine Probleme mit diesen Situationen haben.
Was unterscheidet ihn von Leuten,die sagen:"Frauen genießen es eh,wenn sie vergewaltigt werden" oder "Dem Neger macht es nichts aus,ein Sklave zu sein"?
... da haben sie den Misik falsch verstanden - er meinte nicht, daß die Leute damit keine Probleme habe, sondern, daß das keine Probleme sind. Die Leut haben grundsätzlich ihr Papperl am Tisch, leben in einem - wenn auch bescheidenen - Luxus, es droht ihnen nicht übermäßig viel Gefahr durch Kriminalität, etc. Nichts desto trotz sind sie aber der Meinung, daß alles gaaaanz furchtbar ist. Und da muß man halt aufstehen und sage, "Sorry, Ihr habt einen Klopfer!", und nicht "Na ja, so ein bisserl habt Ihr ja recht.". Und wenn mal wer als Schweinefresser beschimpft wird, was glauben S' wie oft der schon Tschusch gehört hat? Na bitte, sind wir im Kindergarten? Und die Parks sind so sauber wie sonst fast nirgends auf der Welt. Zuckerlpapierdl?!
ist ja auch einem klugen Hirn das Wort Prekariat entsprungen. Leider hats der nicht mehr einfangen können, sodass die Unterschicht jetzt weiß, wenn von ihr die Rede ist.
In Griechenland hat das Pekariat erkannt, dass es nicht eines Klassenkampfes, sondern eines Klassenkrieges bedarf, um das Problem auf die Tagesordnung zu setzen. Drum wird ja auch schon mit Feuerwerkskörpern medial Stimmung für rigorose Überwachungsmassnahmen vorbereitet. Da zischts im Packerl.
in die unterschicht. am besten man trennt alles in ober und unterschicht. es gibt natürlich in der oberschicht auch menschliche menschen. die aber trennen sind es nicht.
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