Gen MKP-1 als bedeutender Faktor unter Verdacht

17. Oktober 2010, 19:23
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Wissenschafter verglichen genetischen Code Betroffener mit dem von gesunden Menschen

Paris - US-Forscher haben ein Gen ausfindig gemacht, das möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielt. Die Wissenschafter von der Universität Yale wurden auf das Gen MKP-1 aufmerksam, als sie die DNA von 21 verstorbenen Menschen mit Depression mit dem genetischen Code von 18 Menschen ohne die psychische Erkrankung verglichen. Die in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlichten Ergebnisse könnten nun zu der Entwicklung von besseren Medikamenten für depressive Patienten beitragen.

Depressive Mäuse

Das Gen reguliert den Forschern zufolge den sogenannten "MAP-Kinase-Weg", einen Signalübertragungsweg von fundamentaler Bedeutung. Die Wissenschafter schalteten bei Versuchsmäusen das Gen MKP-1 aus und stellten fest, dass die Tiere sehr stressresistent waren. Mäuse mit funktionierendem Gen hingegen entwickelten unter Stress depressionsähnliche Symptome. Die Funktion von MPK-1 könne somit "ein elementarer Grund oder zumindest ein bedeutsamer Faktor" für die Entstehung von Depressionen sein, erklärte der Hauptautor der Studie, Ronald Duman. (APA/red)

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