Eine Unternehmerin im Wiener Wurstelprater

18. Oktober 2010, 10:54
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Karin Koidl ist seit 2004 gemeinsam mit ihrem Mann Unternehmerin im Wiener Wurstelprater - Die 34-Jährige ist Mutter von vier Kindern

STANDARD: Sie sind seit sechs Jahren Unternehmerin im Wiener Wurstelprater. Sind Sie ins Geschäft hineingewachsen?

Koidl: Ich habe das Geschäft von meinem Vater übernommen. Er führte seit den 1970er-Jahren ein Automatenkasino und Schaustellerbetriebe. Mein Mann und ich haben dann noch einige Sachen dazu gemacht - unter anderem das Blumenrad und den Eisberg.

STANDARD: Was ist der Eisberg?

Koidl: Ich nenne die interaktive Abenteuerfahrt die Grottenbahn der modernen Zeit - seit April ist sie in Betrieb.

STANDARD: Wie wird die Eröffnung von so einem Gerät gefeiert?

Koidl: Wir haben bei der Eröffnung das SOS-Kinderdorf eingeladen.

STANDARD: Hat das einen bestimmten Grund?

Koidl: Wir unterstützen seit längerem das SOS-Kinderdorf. Ich habe selbst vier Kinder, und ich finde diese Idee einfach toll.

STANDARD: Sind Sie da im Prater die Ausnahme?

Koidl: Im Prater sind wir häufig mit Anfragen von allen möglichen Institutionen konfrontiert - Stiftung Kindertraum etwa. Wir sind immer dabei und viele andere auch, um sozial schwächeren oder benachteiligten Kindern einen Tag Vergnügen zu spendieren.

STANDARD: Der Prater hat bei vielen einen zweifelhaften Ruf. Wie gehen Sie damit um?

Koidl: Das ist so eine Sache ... Ich glaube, der Prater hat sich stark verändert und bekommt zunehmend den Ruf, dass wir dort ganz normale Unternehmer sind. Ich selbst lebe mit meinen vier Kindern im Prater, und wir brauchen keine Bodyguards. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 16./17.10.2010)

  • Karin Koidl
    foto: standard

    Karin Koidl

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