Zum Geschmack reisen

17. Oktober 2010, 18:26
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    Trüffeln sind nur ein Grund Ende Oktober ins Piemont zu fahren.

Es gibt mehrere Gründe um sich Ende Oktober auf den Weg nach Turin und Umgebung zu machen

Piemont, eh klar, dass das jetzt im Herbst wieder Thema wird. Erst recht, wo sich das heurige Trüffeljahr schon sehr vielversprechend anlässt, und vergleichsweise leistbar noch dazu (was unsereins Daheimgebliebene dieser Tage etwa bei Böhle in der Wiener Wollzeile überprüfen können). Noch günstiger ist es, natürlich, vor Ort. Ende Oktober gibt es aber noch ganz andere Gründe, sich auf den weiten Weg nach Turin und Umgebung zu machen.

Salone del Gusto ist wieder, die alle zwei Jahre stattfindende, internationale Messe für herausragende Delikatessen aus handwerklicher Produktion und aller Welt. In Kombination mit Terra Madre, dem von Slow Food ins Leben gerufenen Bündnis zum Schutz bedrohter Lebensmittel, die in lokalen, traditionellen und nachhaltigen Produktionsmodellen erzeugt werden, ist das eine ziemlich unwiderstehliche Aufforderung, der hiesigen Herbsttristesse in geschmackvollere Gefilde zu entfliehen. Das Schöne an Terra Madre und Salone ist nicht bloß, dass da stets eine Menge extrem spannender Persönlichkeiten samt ihren Produkten auf Entdeckung warten - man erkennt auch, dass man als bewusster Konsument nicht ganz so allein auf weiter Flur ist, wie einem das in Schnitzelland manchmal vorkommen mag. Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.10.2010)

 

 

Salone del Gusto & Terra Madre, 21.-25. Oktober, Messegelände Lingotto, Turin, Piemont, www.salonedelgusto.it www.terramadre.org

Kommentar posten
23 Postings
roterbruder1
00
18.10.2010, 13:52

genau! wegen völlig überteuerter trüffel gerichte fahr ich ins nebelige und trübsinnige piemont.

die besten trüffel zu vernünftigen preisen gibt´s in der gegend um den wunderbaren ort motovun in istrien.

ein Pixel kommt selten allein
00
18.10.2010, 18:00

Sant´ Agata inkl. des dortigen Trüffelfestes habe ich auch in guter Erinnerung :-)

Vayav indrasca
04
17.10.2010, 20:23
das übliche A-Bashing

Wer einmal den Nebel in der herbstlichen Poeebene erlebt hat, tauscht gern mit der "hiesigen Herbsttristesse". Und wenn Österreich immer noch "Schnitzelland" ist, dann ist aber der Standard mit seiner extensiven Genussberichterstattung samt dem Herrn Redakteur sowas von gescheitert.

Fred der Prophet
02
18.10.2010, 12:02

Der gesamte Fressjournalismus hat sich einfach überlebt. Das war vor 15 Jahren vielleicht interessant, ist aber heute nur noch eine Abfolge der immer gleichen (auch in der Diktion) Aufgüsse der immer gleichen alten Hüte (Ja, alte Hüte können aufgegossen werden!). Nächste Woche wird uns dann berichtet, dass die Trüffel aus Istrien genau so gut sind, wie die aus Alba, nur billiger - wie jedes Jahr. Gähn.

rose v. wertafoto
01
19.10.2010, 06:33

man könnte auch den wetterbericht einsparen - die jahrezeiten kennt nun wirklich jeder und auf regen folgt sonnenschein etc - wozu darüber noch berichten

jumpingjack flash
00
18.10.2010, 12:10

so ist das leben - wenn gar nix mehr geht kommt wieder ein artikel über schnitzl - danach der mit dem thema: wo gibts den besten punch der stadt :-)

Frau Holler
00
18.10.2010, 09:41
wasndas?

sie posten auch zu was anderem als dem rauchverbot?

Vayav indrasca
00
18.10.2010, 18:14

Es geht primär nicht ums (Nicht-)Rauchen, es geht grundsätzlich darum, dass man sich von einer Zeitung ein gewisses Maß an Information und Service erwartet.
Zumal gerade diese Info null Recherche benötigt, weil der Redakteur ohnehin im Lokal war.

Aber dieser Nur-ja-keine-konkreten-Angaben-Journalismus scheint gegenwärtig comme-il-faut zu sein. In diesem Beitrag steht alles, was der Interessierte ohnehin schon weiß, nur das eine nicht, was er wahrscheinlich noch nicht weiß: die Trüffelpreise dieses Herbsts.

florian holzer2
00
24.10.2010, 18:11

relativ günstig. kleine stücke gestern in turin um € 1.800/kg, schöne, große um € 2.200/kg. das heißt, um € 50 kann man heuer schon für drei leute zwei trüffelgänge machen.

Vayav indrasca
00
25.10.2010, 13:00
danke für die info!

jumpingjack flash
00
24.10.2010, 21:42

satt werden sie von diesen gängen aber nicht einmal wenn sie alle drei auf einmal essen :-)

jumpingjack flash
00
17.10.2010, 23:57

die haben alle ein bisserl einen spinner - es geht ums nachhängen an irgendwelchen dubios elitären geschmäckern - ohne den versuch diese zu verifizieren. kurz um schnelllebige moden in der gastroszene.
die trüffel wie die kürbiskerne sind mittlerweile beide meist "made in china"

florian holzer2
00
24.10.2010, 18:12

wo hast denn das wieder her ...?

jumpingjack flash
00
24.10.2010, 21:23
nationalistsich essen!?

falstaff (trüffel) und konsument 6/2009 (infos der mühlenbesitzer) - fazit: ohne genauer tests (isotopenmethode) ist schlicht nichts sicher, unterschiede österr./ungarn auch damit unsicher - und teuer. s. auch derstandard: http://derstandard.at/124231691... hen-Kernen

http://www.welt.de/lifestyle... China.html
die frage ist ob wir nationalistsich essen sollen/müssen. also nur heimisch zitronen zur irländischen auster - oder doch indischen schnittlauch zum schärdinger joghurtbutterbrot?

Bodo Ballermann
00
18.10.2010, 11:26
die trüffel wie die kürbiskerne sind mittlerweile beide meist "made in china"

also, meines wissens kommt ein teil des piemonttrüffels aus istrien. chinesischer trüffel ist höchstens als "substituttrüffel" geeignet und ist keineswegs vergleichbar mit istrischen oder piemontesische trüffel.
wer sich chin. trüffel kauft ist selber schuld und hat den "trüffel" nicht verstanden... schade ums geld! ich persönlich bevorzuge zum kochen das trüffelöl weil mir der trüffel auch zu teuer ist. empfehlung: trüffelöl von zigante (istrien) die anderen öle sind meist ein schmarrn!

BB

jumpingjack flash
00
24.10.2010, 21:45

das kann man glauben - oder nicht - in frankreich wird schon massiv beschissen - siehe links im mail an florian holzer2.
genau feststellen kann man das m.wissens nur mittels isotopenanalyse - oder halt dem verkäufer glauben.....

gastrosoph
00
19.10.2010, 08:12
Trüffelöl ist das Maggi

der Mittelschicht und Studenten-Wohngemeinschaften. Sonst gebe ich den Vorpostern Recht: der Artikel ist so harmlos und aufgewärmt wie Rindssuppe aus dem Packl.

Charly Foot
01
20.10.2010, 08:51
was noch aufgewärmter ist,

ist ihr maggi-vergleich.

docw
10
18.10.2010, 10:45

ich bin mir völlig sicher, dass der hype um die trüffel auf ein minimum schrumpfte, könnte man sie industriell - bei identem geschmack -produzieren und das bei einem kilopreis von erdäpfeln. wo bliebe dann für die reichen und schönen der kick, könnte sich sogar jeder arbeiter diesen genuss (für mich ist es ehrlich gesagt keiner) leisten.
und die "südsteirischen" kürbiskerne kommen auch zum grossteil aus niederösterreich.
hoffe, es geht ihnen und der family gut. wir werden in 2 wochen die zelte in der wachau abbrechen und unser winterquartier in wien beziehen.

jumpingjack flash
00
18.10.2010, 12:07

wir haben zum glück zwei vertrauenswürdige steir. kürbisölquellen - und heuer war die ernte auch wieder gut - wichtig ist der geschmack, woher die kerne kommen kann ich eh nicht nachvollziehen.
danke der nachfrage, uns geht es allen sehr gut, hoffe bei ihnen ists ebenso. das haus einwintern steht noch bevor. bei uns klappt das mit dem totalen wohnortwechsel leider nicht - wegen arbeit meiner frau und wohl auch, weil wir schon sehr in wien verwurzelt sind.
machen sie das haus auch gänzlich dicht? - wasser abdrehen, keine heizung usw. oder halten sie das gemäuer mit heizung auf plusgraden?

tramezzino
00
18.10.2010, 10:25

die schwarzen trüffeln (absolut geschmacklos) gibt´s mittlerweile schon als china "nachbau". weiße chin. trüffel habe ich noch nie gesehen.

jumpingjack flash
00
19.10.2010, 00:27

wo in china waren sie? es wird alles nona nicht an die grosse glocke gehängt

alla riscossa
00
17.10.2010, 22:20
der corti sagts selber:

Piemont, eh klar, dass das jetzt im Herbst wieder Thema wird.

ich wart schon seit tagen auf einen artikel dieser art! endlich ist er da!

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