Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Für seine Forderung fürs Rechtsabbiegen für Radfahrer bekam der Glu die "Goldene Klingel" - und macht sich damit nicht jeden zum Freund.
Natürlich freut sich "der glu". Und natürlich ist er mächtig stolz: Einen Preis fürs freche Pro-Rad-Schreiben bekommt man nämlich nicht alle Tage - schon gar nicht, wenn man nicht ausschließlich aus der Lenkstangenperspektive tippt: Dass Kollege Guido Gluschitsch von der Bike-Lobby IG Fahrrad mit der "Goldenen Klingel" ausgezeichnet wurde, könnte manche Leserinnen und Leser des Standard irritieren, die Gluschitsch hier, im Print, vor allem als Auto-Rezensenten kennen. Online, auf derStandard.at, kennt man "den glu" dagegen eher als umtriebigen, sympathisch-durchgeknallten Motorradtester und -kolumnisten, der aber auch über Fahrräder schreibt. Und so einer bekommt einen Preis für Verdienste ums urbane Radfahren?
Gluschitsch lacht: Das Lagerdenken im Straßenverkehr ist ihm natürlich nicht fremd: "Die Perspektive, aus der man den Verkehr gerade sieht, definiert den Standpunkt - und die aktuellen Hassobjekte", analysiert er - und weiß, dass just der Anlass für seine Auszeichnung "echte" Autofahrer zur Weißglut treibt: In seiner Online-Kolumne forderte Gluschitsch das Radlerrecht auf Rechtsabbiegen. Bei roten Ampeln. "Legalize it endlich" hieß der Text, in dem er forderte, was anderswo längst und hervorragend funktioniert - auch wenn das etliche (oft grottige) Kommentatoren und Poster nicht wahrhaben wollten.
Die "Goldene Klingel" vergibt die IG Fahrrad seit 2007 bei konkretem Anlass. der Standard und seine radelnden Redakteure boten den schon mehrfach: Auch Martina Stemmer und Eric Frey klingeln in Gold. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/15.10.2010)
Bei einem Radhändler in Wien wird Individualisierung groß geschrieben
Der Schriftsteller fährt in mehrfacher Hinsicht auf das Tandem ab
Wiens City-Bezirkschefin hat prinzipiell nichts gegen Radfahrer
In Österreich radeln nur elf Prozent der Kinder in die Schule. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil die Eltern es verbieten. Aus Angst
Debatten über die Sinnhaftigkeit von Nummerntafeln für Fahrräder könnte Dinge zu Tage bringen, über die man nicht reden will
Die jährliche "Velo-City"-Konferenz gibt es seit 1980. Sie gilt heute als wichtigste Tagung der Stadt-Rad-Experten des Planeten
Fehler passieren, auch im Straßenverkehr. Ein Fahrradhelm kann Leben retten
Am 9. Juni werden Autofahrer aus 70 Städten in 20 Ländern große Augen machen. Wien lässt sich Zeit bis zum 15. Juni
Josef Faber hat die Marke Puch wiederbelebt und fünf E-Bikes sowie vier "Normale" auf den Markt gebracht
Die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen auf Radwegen wird der Radwegpflicht den Garaus machen, prophezeit Christoph Chorherr
Die Benützbarkeit und damit die Benützungspflicht von Fahrwegen ist ein Graubereich
Es war 1993, als in Berlin erstmals Fahrradboten aus der ganzen Welt eine WM austrugen - und zwar mitten im Straßenverkehr
"Ghostbikes" heißen die Manhmale für im Straßenverkehr getötete Radfaher. Seit 2003 ist ihre Zahl auf über 150 auf der ganzen Welt angestiegen
Es ist noch immer so, dass Radfahrer sich für das Radfahren in den Städten fit machen müssen, aber die Städte nicht fit für Radfahrer sind.
Hochradelei, so Christoph Chorherr, wirke zwar stilvoll und erhaben, sei aber vor allem eines: mühsam
In Frankreich wird erlaubt, was Autofahrer hierzulande zur Weißglut treibt: das Rechtsabbiegen mit dem Rad bei Rot
Aus gutem Grund gibt es nirgendwo auf der Welt Bike-Taferln: Radler müssten rucksacklos mit fluoreszierend-beschrifteten Westen fahren
Der These, dass Heimgeräte oft bald zu Wäschetrocknern mutieren, kann der Eurofitness-Academy-Chef und TV-Fitnesscoach Roman Daucher "einiges abgewinnen"
"Urbane E-Biker sind meist Leute, die in ihrer Freizeit intensiv sportlich radeln - aber während der Woche Anzug und Krawatte tragen müssen."
Den GLU als "durchgeknallten Motorradtester" zu bezeichnen, ist fast schon eine Ehrabschneiderei :-)
Es gibt kaum einen "Benzinbruder" (und natürlich auch "Diesel-Junkie"), der bessere, witzigere, rhetorisch ansprechendere "Testberichte" zu verfassen imstande ist!
Und auch seine nicht nur eindimensionale Sicht der Dinge (i.e. des Straßenverkehrs und all der Dinge, die dazugehören) prädestinieren den GLU natürlich für solche Auszeichnungen! Auf dem Foto sieht er übrigens ja tatsächlich alles andere als "durchgeknallt" aus, oder?
P.S.: Auch wenn ich nicht uneingeschränkt ein Befürworter des "Radlerrechts auf Rechtsabbiegen bei roten Ampeln" bin, lasse ich mich ungern als "grottig" titulieren ;-)
Also jetzt bin ich aber schon ein bisserl enttäuscht! Ich singe Lobeshymnen auf des GLUs Esprit und rhetorische Fähigkeiten und Fertigkeiten und muss mich dann mit einem banalen "Ohne die Reißerische würde ich heute die Warntexte für Zigarettenschachteln schreiben" desillusionieren lassen?
Andererseits hat "hellraisertg" ja eine doppelte Verneinung ("...nie nimmer nicht...") verwendet... Oder handelt es sich dabei um eine dreifache Verneinung, die meine eingangs erwähnten Enttäuschung doch untermauern würde.
Damit solchene Dinge wie unlängst in der Trafik nicht mehr passieren müssen:
Mann vor mir schiebt der Trafikantin - nachdem er den Warntext gelesen hat - das soeben erstandene Packerl zurück. Aber nicht wortlos: "De mog i net! Gebn's ma statt dar Impotenz den Herzinfarkt..."
Herzelichst
Ihr Lappe
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.