Sodbrennen kann auch zu Atemwegsproblemen oder Kehlkopfentzündungen führen
Köln - Jedes dritte Kind mit starkem Übergewicht leidet an regelmäßigem Sodbrennen. Im Vergleich zu ihren normalgewichtigen Altersgenossen haben sie ein um 40 Prozent höheres Risiko für das Aufstoßen von magensäurehaltiger Nahrung, wie eine amerikanische Studie an über 690.000 Kindern zeigt.
"Sodbrennen ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu Atemwegsproblemen wie Husten, Asthma oder Kehlkopfentzündungen führen", warnt Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). "Längerfristig kann ein gastroösophagealer Reflux (GERD) sogar Speiseröhrenkrebs auslösen."
Bei der Refluxerkrankung fließt magensäurehaltige Nahrung zurück in die Speiseröhre und gelangt mitunter - insbesondere nachts - unbemerkt in Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien, wo dann chronische Entzündungen drohen. Hinweise auf Reflux sind nach Angaben des Berufsverbands etwa Schmerzen hinterm Brustbein, ein bitterer Geschmack im Mund, Heiserkeit, Schluckprobleme oder trockener Husten. (APA)