Mehr als "nur" Jazz

1. Mai 2003, 20:33
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Pop-Gäste und eine brasilianische Party: Das 37. Montreux Jazz Festival will mit bunter Mischung punkten

Montreux - Das Montreux Jazz Festival ( 4. bis 19. Juli) hat am Mittwoch das Programm für seine 37. Ausgabe vorgestellt. Unter den Attraktionen sind Radiohead, Jethro Tull, Herbert Grönemeyer, Joe Jackson, The Pretenders, Tricky, Cassandra Wilson und Goldfrapp. Neben den rund 100 Konzerten des Hauptprogramms bietet das Festival zahlreiche Gratiskonzerte. Im vergangenen Jahr zählte es 220.000 Besucherinnen und Besucher, darunter 81.500 zahlende Gäste.

Festivaldirektor Claude Nobs präsentiert den bewährten Mix aus verschiedenen Musikstilen: Rock und Reggae sind ebenso vertreten wie Jazz, Brazil, Hip Hop und elektronische Klänge. Auch innerhalb der einzelnen Sparten werden unterschiedliche Geschmacksrichtungen bedient.

Rock aus vielen Jahren

Den Eröffnungsabend am 4. Juli bestreiten Jethro Tull. Mehr Rock aus den 70er Jahren ist mit Yes (14.) angesagt, während King Crimson (13.) experimentelle Klänge aus dieser Epoche aufleben lassen. Mit Simply Red (15.) und The Pretenders (19.) sind die 80er Jahre vertreten, und für die 90er steht die britische Erfolgsband Radiohead (5.).

Dem Jazzpublikum bietet das Festival die Sängerin Cassandra Wilson (19.), den Gitarristen John Abercrombie (17.), den Saxophonisten Charles Lloyd (17.) und den Pianisten Jacky Terrason (13.). Am 18. Juli stehen die Westschweizer Pierre Audétat und Jean- Francois Bovard auf der Casino-Bühne.

Auf Publikumsmagnete verzichtet das Festival auch heuer nicht: Mit Herbert Grönemeyer hat es für den 8. Juli einen Hitparadenstürmer verpflichtet. Jamiroquai (16.), die im vergangenen Jahr das junge Publikum an den Genfersee lockten, wurden erneut aufs Programm gesetzt.

Das Autditorium Stravinski wird außerdem Morcheeba, Stammgast Van Morrison (19.), die routinierten Crusaders (18.) sowie die Texaner ZZ Top empfangen, die gemeinsam mit Krokus den Schlussabend bestreiten.

Experimentelle Klänge

Die kleine Bühne in der Miles Davis Hall ist für nicht ganz so populäre Bands, Newcomers, Szenenhelden, DJs und experimentelle Klänge reserviert. Unter ihnen sind dieses Jahr Joe Jackson (15.) und Laurie Anderson (14.), Cypress Hill (7.), die Elektropop-Band Goldfrapp (6.), das belgische Set 2 Many DJ's (19.) sowie die Hip und Trip Hopper Tricky (11.) und Gang Starr (5.).

Zu einem festen Bestandteil des Programms ist die brasilianische Party am zweiten Wochenende geworden: Zwischen dem 11. und dem 13. Juli sorgen Gilberto Gil, Maria Bethania, Jair Rodrigues und Joao Gilberto für heiße Nächte. (APA/sda)

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