Bundeswohnungen sollen en bloc verkauft werden

30. April 2003, 18:46
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Grasser will Sonderdividende

Wien - Finanzminister Karl-Heinz Grasser fordert für 2003 und 2004 von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) garantierte Dividendenzahlungen von insgesamt 464 Mio. Euro. Das berichtet die Tageszeitung "Kurier". Nachdem dies aus dem operativen Geschäft bei einem Umsatz von rund 660 Mio. Euro nicht finanziert werden könne, soll der gesamte BIG-Wohnungsbestand binnen kurzer Zeit en bloc verkauft werden, bestätigte dazu BIG-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber. Die rund 10.000 Wohnungen sollen direkt an Investoren oder über Gesellschaftsanteile veräußert werden, heißt es.

Strategiewechsel

Damit gehe man von der bisherigen Strategie ab, die Wohnungen an die Mieter zu verkaufen, wird Geschäftsführer Herbert Logar zitiert. Rund 4.000 Wohnungen habe die Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren bereits veräußert. Zuerst sei das Kaufangebot immer den Mietern gemacht worden, rund ein Drittel habe von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Jene Mieter, die derzeit in Verkaufsverhandlungen mit der BIG stehen, könnten ihre Wohnung falls gewünscht jedenfalls noch erwerben.

Gute Chancen

Dass der Verkauf der über ganz Österreich verteilten Wohnungen an Investoren gelinge, werde von Marktkennern als realistisch bewertet. So bekundete laut "Kurier" der Chef der größten heimischen Immobilienfondsgesellschaft Immofinanz, Karl Petrikovics, spontan Kaufinteresse. (APA)

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