Verzetnitsch: "ÖGB wird sich nicht beugen"

30. April 2003, 18:41
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ÖGB-Präsident verteidigt die Protestmaßnahmen: Streiks "sind notwendig" - Nachgegeben werde erst "wenn die Regierung einlenkt"

Wien - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch verteidigt in den Donnerstag-Ausgaben von "Kronen Zeitung" und "Kurier" die eingeschlagene Richtung und sagt zum Thema Streiks: "Sie sind notwendig." Die Tür zu den Sozialpartnern sei zugeschlagen worden. Zur Ankündigung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V), er werde sich dem Druck der Straße nicht beugen, sagt der ÖGB-Chef in der "Krone": "Auch der ÖGB wird sich nicht beugen". Er wird erst nachgeben, wenn die Regierung einlenkt."

"Wir sind an einer Eskalation nicht interessiert"

Im "Kurier" meint der ÖGB-Chef zudem: "Wir sind an einer Eskalation nicht interessiert, aber es hat sich an der Grundposition der Regierung nichts geändert." Das Ziel des ÖGB: die Rückstellung des Regierungsentwurfs und die Annahme des Angebots der Sozialpartner und anderer politischer Gruppierungen, "in einer zeitlich begrenzten Diskussionsphase eine wirkliche Pensionsreform zu erarbeiten". Es gehe um keinen Machtkampf, sondern "darum, welche Lösungen wir der Bevölkerung anbieten, wenn es um die Zukunft geht", stellte Verzetnitsch klar. (APA)

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    ÖGB-Präsident Verzetnitsch: "Wir sind an einer Eskalation nicht interessiert."

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