Ruanda: 18 EU-Beobachter zu Verfassungsreferendum entsendet

30. April 2003, 16:51
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Demokratisierung soll mit Referendum und anschliessenden Präsidentschaftswahlen wichtigen Fortschritt erfahren

Brüssel - Die Europäische Union entsendet 18 Beobachter nach Ruanda. Sie sollen nach Angaben der EU-Kommission vom Mittwoch überprüfen, ob bei der Volksbefragung zur Annahme einer neuen ruandischen Verfassung am 26. Mai alles mit rechten Dingen zugeht. Das Referendum und die anschließende Präsidentenwahl gelten als wichtiger Schritt der Demokratisierung in Ruanda, das 1994 Schauplatz eines Völkermordes mit rund 800.000 Toten war.

Der Einsatz der Beobachter wird die EU nach Kommissionsangaben genau 379.684 Euro kosten. Delegationsleiterin Colette Flesch, die dem entwicklungspolitischen Ausschuss des Europäischen Parlaments angehört, sei bereits mit den ersten fünf Wahlexperten in der ruandischen Hauptstadt Kigali eingetroffen. (APA/dpa)

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