Scotland Yard schnappt Hacker "Fluffy Bunny"

30. April 2003, 18:44
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Verdächtiger auf Computersicherheitsmesse verhaftet

Scottland Yard hat den vermutlichen Kopf der Hacker-Gruppe, die unter dem Pseudonym "Fluffy Bunny" verschiedene Webpages geknackt hatte, verhaftet. Wie der britische Dienst The Register berichtet, wurde der 24-jährige Verdächtige Lynn Htun auf einer Computersicherheitsmesse in London festgenommen. Die britische Polizei hat noch keine Informationen zu dem Fall veröffentlicht.

Das rosarote Plüsch-Kaninchen

Das Markenzeichen von Fluffi Bunni war das Bild eines rosaroten Plüsch-Kaninchens, das der Hacker auf den geknackten Webseiten hinterlassen hatten. Fluffi Bunni war in den Jahren 2000 und 2001 für 18 Monate aktiv und knackte in dieser Zeit zahlreiche Websites. Darunter befanden sich auch die Seiten von führenden Internet-Sicherheitsorganisationen wie vom SANS Institute, SecurityFocus oder Attrition.org.

Anti-amerikanisch

Der bekannteste Hack war der Massen-Angriff auf den Registrar NetNames im September 2001, bei dem mehr als 1.000 Webseiten übernommen wurden. Die Hacker platzierten die Nachricht "Fluffi Bunni goes Jihad" auf den entführten Webseiten unter dem Bild des rosaroten Kaninchens an einem Computerschirm. "Wenn ihr das Internet wieder sehen wollt übergebt uns Mr. Bin Laden und fünf Mio. Dollar in einem braunen Papier-Sack." Der dazugehörende Text mit über 500 Wörtern wurde vom FBI als anti-amerikanisch eingestuft. (pte)

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