Mubarak: "Demokratie nicht mit Gewalt" durchsetzen

30. April 2003, 15:14
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Appell an Israel: Frieden mit arabischen Staaten schließen, besetzte Gebiete räumen und aggressives Vorgehen gegen Palästinenser beenden

Kairo - Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat Israel aufgerufen, Frieden mit den arabischen Staaten zu schließen und alle besetzten arabischen Gebiete zu räumen. Dies sei die einzige Möglichkeit, um Sicherheit und Stabilität in der Region zu erreichen, sagte Mubarak am Mittwoch in einer vom ägyptischen Fernsehen übertragenen Ansprache. Zugleich forderte er Israel auf, das "aggressive Vorgehen gegen die Palästinenser" einzustellen. Dies vertiefe nur den Hass in der Region auf den jüdischen Staat.

Einen Tag nach der Vereidigung des neuen palästinensischen Kabinetts äußerte Mubarak die Hoffnung, dass die internationale Gemeinschaft jetzt das Palästinenser-Problem löse. Er appellierte an die Palästinenser, alle Anstrengungen zu unternehmen und ehrlich und gewissenhaft ihren Teil der Verpflichtungen des Nahost-Friedensplanes zu erfüllen.

Iraker seien selbst in der Lage sich zu regieren

Mubarak lehnte "Anstrengungen gewisser Kräfte" ab, in der Region Demokratie mit Gewalt einzuführen. Außerdem seien die Iraker selbst in der Lage, sich zu regieren, sagte der Staatschef.

Erstmals seit 14 Jahren reiste Mubarak am Mittwoch in das Nachbarland Sudan. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern waren seit Machtübernahme eines islamisch-fundamentalistischen Regimes in Khartum gespannt. Außerdem hatte Ägypten die sudanesische Führung als Drahtzieher eines fehlgeschlagenen Attentats auf Mubarak von 1995 in Addis Abeba verantwortlich gemacht. (APA/dpa)

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    Hosni Mubarak appelliert an die Palästinenser, ehrlich und gewissenhaft ihren Teil der Verpflichtungen des Nahost-Friedensplanes zu erfüllen.

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