Radweg für Mariahilfer Straße: Die unendliche Geschichte

30. April 2003, 15:10
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Ein Mehrzweckstreifen bergauf ist noch heuer geplant- bergab müssen die Radler weiterhin im Autoverkehr mitrollen - mit Umfrage

Wien – In Wien werden nun zwei Radwege-Projekte realisiert, die von Drahtesel-Benützern bereits seit Jahren heiß ersehnt werden: Auf Wiens wichtigster Einkaufsmeile, der Mariahilfer Straße, wird bis zum Sommer ein Fahrrad-Mehrzweckstreifen errichtet – zumindest bergauf.

Zweierlinien-Radweg wird zum Naschmarkt verlängert

Auch die Verlängerung des Zweierlinien-Radwegs Richtung Naschmarkt ist nun fix. Die Route wird dabei allerdings nicht direkt über den verkehrsreichen Getreidemarkt sondern über die Nibelungengasse geführt.

Radweg nur bergauf

Nach Angaben des Wiener Radwegekoordinators Franz Blaha wird auf der Mariahilfer Straße zwischen Zweierline und Stiftgasse Richtung bergauf ein zwischen 1,7 und 1,2 Meter breiter Mehrzweckstreifen errichtet. Die Parkplätze und Ladezonen bleiben dabei erhalten. Um Platz für die Radler zu schaffen, wird stattdessen die Mittellinie der Fahrbahn verschoben, die PKW-Fahrstreifen werden ein wenig verschmälert. Bergab müssen die Radler im Autoverkehr mitrollen.

Zweierlinie bis zum Naschmarkt

Die Bauverhandlung dafür steht noch aus, so Blaha zur APA. Trotzdem gab er sich zuversichtlich, dass in wenigen Wochen mit der Realisierung begonnen werden könne. Grünes Licht gibt es dagegen bereits für die Verlängerung der Radroute auf der Zweierlinie. Die vorhandene Einbahnführung in der Nibelungengasse wird dabei für den Radverkehr geöffnet.

Laut der SP-Bezirksvorsteherin von Wien-Mariahilf, Renate Kaufmann, gaben Sicherheitsüberlegungen den Ausschlag dafür, den Radfahrern diesen Umweg zuzumuten und die Route nicht über den von täglich 25.000 Kraftfahrzeugen befahrenen Getreidemarkt zu führen. Außerdem wäre dort eine Änderung des Straßenquerschnittes und eine Reduktion der Fahrstreifen und des Parkstreifens notwendig gewesen.

Radroute City

Auch in der Wiener City wird demnächst an einer Radroute gearbeitet. Die Innenstadt-Querung von der Schottengasse über die Freyung, die Herrengasse, die Augustinerstraße und die Albertina zur Oper soll bis August realisiert werden.

Neumarkierung Ringweg

Die bereits erfolgte Neumarkierung des Ring-Radweges mit speziellen Warnhinweisen an den Gefahrenstellen dürfte sich laut Blaha als Erfolg erweisen. Bisher gebe es durchwegs positive Rückmeldungen. (APA)

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