Industrie erwartet nur mehr minimales Wirtschaftswachstum 2003

30. April 2003, 13:51
posten

Ein-Prozent-Prognosemarke wird nicht halten - Politik derzeit für Wachstumsfragen nicht ansprechbar

Wien - Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Lorenz Fritz, sieht für 2003 kein bzw. nur mehr ein minimales Wachstum in Österreich. "Wir werden die zuletzt prognositizierte Ein-Prozent-Marke nicht halten können", sagte Fritz anlässlich eines Vortrages des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Rüdiger Pohl, in Wien. Ohne Osteuropa würde Österreich noch schlechter da stehen, meinte Fritz.

"Wir haben eine konjunkturelle Situation, die Wachstum braucht", meinte Fritz. Dass es trotz eines kurzen Irak-Krieges zu keinem Wachstumsimpuls gekommen sei, sei nicht erwartet worden.

Politik nicht ansprechbar

Auch die Politik sei derzeit wegen ihrer Beschäftigung mit Reformen, etwa im Pensions- und Gesundheitsbereich, für Wachstumsfragen nicht ansprechbar. Sie werde es vielleicht erst im Herbst sein, meinte Fritz.

Wie berichtet lässt laut OECD der wirtschaftliche Aufschwung in Österreich weiter auf sich warten. Im jüngsten Economic Outlook geht die Pariser Organisation für 2003 von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent aus - im Herbst lagen die Prognosen noch bei 1,9 Prozent. Erst ab dem Jahresende soll es auf Grund steigender Exporte und der gesundenden Weltkonjunktur wieder bergauf gehen.(APA)

Share if you care.