US-Unternehmen ziehen IT-Spendierhosen an

30. April 2003, 12:49
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IDC: Ausgaben der Top-100 sollen 2003 an die 84 Milliarden Dollar betragen

Trotz der noch immer vorherrschenden IT-Investitions-Zurückhaltung scheint das Jahr 2003 zumindest in den USA kein schlechtes für IT-Dienstleister zu werden. Die Top-100-US-Unternehmen werden in diesem Jahr rund 84 Mrd. Dollar für IT-Investitionen ausgeben, hieß es in einer am Mittwoch vom Marktforscher IDC vorgestellten Studie. Vor allem der Finanzbereich und die diskrete Fertigungsindustrie werden ihre IT-Ausgaben kräftig erhöhen. "Obwohl nach wie vor Zurückhaltung überwiegt, wird rund ein Drittel der nordamerikanischen Unternehmen ihre IT-Ausgaben 2003 deutlich erhöhen", meinte IDC-Analystin Lucie Draper.

Genaues Monitoring

Sämtliche IT-Services-Anbieter könnten von dieser Entwicklung profitieren, wenn sie rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennen. "Ein genaues Monitoring, wie die Top-100 ihre IT-Dollar verteilen, gibt den IT-Anbietern die Möglichkeit frühzeitig Trends zu erkennen und in der Folge ihre Produkt- und Marketing-Strategien darauf ausrichten", so IDC-Analystin Anna Toncheva. Um daraus wirklich Kapital schlagen zu können sollten IT-Anbieter unter anderem stets die Branchengrößen im Auge haben, da sie als Frühindikator für ein stärkeres IT-Investment gelten. Allerdings bedeute groß nicht immer auch viel, meinte Toncheva. Die IT-Intensität innerhalb des Geschäftsmodells sei ein besserer Indikator für die Ausgabenfreundlichkeit als der Umsatz. Vor allem kleinere Anbieter sollten sich mit den großen Playern zusammenschließen, um einerseits Industriestandards zu entwickeln und andererseits als "Trojanisches Pferd" am IT-Kuchen mitnaschen zu können. (pte)

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