Vogel & Noot geht von der Börse

30. April 2003, 11:19
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Magere Abfindung für Streubesitz

Wartberg - Die Vogel & Noot Holding will ihren Streubesitz von knapp 5 Prozent abspalten und damit der Börse den Rücken kehren. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sollen die Stammaktionäre mit 1,75 Euro je Aktie und die Vorzugsaktionäre mit 3,75 Euro je Aktie abgefunden werden. Die Inhaber von Kapitalanteilsscheinen (KAS) sollen eine Abfindung von 4,75 Euro pro Anteil erhalten.

Mit dem Delisting von der Börse rechnet Vorstand Martin Lenz gegen Ende der zweiten Jahreshälfte. Die für die Abspaltung des Streubesitzvermögens relevante Hauptversammlung findet am 30. Mai statt.

Das heute bekannt gegebene Angebot liegt bei den Stämmen um gut 46 Prozent unter dem zuletzt zu Stande gekommenen Aktienkurs von 3,25 Euro. Bei den Vorzugsaktien sollen dagegen um rund 6 Prozent mehr gegenüber dem letzten Kurs (3,53 Euro) bezahlt werden. Die KAS-Inhaber bekommen für ihre Papiere laut dem vorliegenden Offert fast ein Drittel weniger im Vergleich zur letzten Kursnotiz von 6,90 Euro.

Die in Wartberg ansässige Vogel & Noot Holding AG, die wegen akuter Finanzprobleme zuletzt ein radikales Sanierungs- und Abverkaufsprogramm fahren musste, befindet sich seit vergangenem Jahr im Mehrheitseigentum der zur Hohenplan-Stiftung gehörenden Cantech Industriebeteiligungs GmbH. Hinter der Stiftung steht eine österreichische Investoren-Gruppe.(APA)

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