Die fünf beschlossenen Resolutionen

30. April 2003, 11:17
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Kooperation, nachhaltige Bewirtschaftung, kulturelle Aspekte, biologische Vielfalt, Klimafaktor Wald

Wien - Folgende fünf Resolutionen wurden von der Vierte Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa (MCPFE) zusätzlich zur "Wiener Deklaration" beschlossen:

Die Resolution 1 "Sektorübergreifende Kooperation und nationale Waldprogramme" weist darauf hin, dass die Herausforderungen beim Schutz und der Nutzung der Wälder nur in einer gemeinsamen Anstrengung bewältigt werden können. Es sei notwendig, dass die am Wald interessierten Gruppen zusammenarbeiten, um ausgewogene Resultate zu erzielen. Die europäischen Minister haben ein Konzept für nationale Waldprogramme als ein geeignetes Instrument zur Optimierung dieses Ziels definiert.

Die Resolution 2 "Verbesserung der Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Waldbewirtschaftung" zeigt auf, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung nur dann auf Dauer durchführbar ist, wenn den vielfältigen Leistungen auch ein ökonomischer Wert gegenüber steht. In ländlichen Gebieten seien die Wälder für viele Menschen eine, wenn nicht die wichtigste Quelle des Einkommens und der Beschäftigung. Die Minister wollen diese Rolle des Waldes durch eine wirkungsvolle ökonomische Politik in Partnerschaft mit anderen gesellschaftlichen Gruppen stärken.

Mit der Resolution 3 "Kulturelle Aspekte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung" verpflichten sich die Minister, die kulturellen Werte des Waldes in ihre Politik einzubeziehen. Der Wald als natürliches Lebensumfeld der Menschen habe immer schon zu Bearbeitung und Kultivierung eingeladen. Und so finden sich in den Wäldern auch die kulturellen und sozialen Spuren von Jahrhunderten Menschheitsgeschichte, die es zu erhalten und weiter zu entwickeln gelte.

Die Resolution 4 "Biologische Vielfalt der Wälder Europas" weist darauf hin, dass es ungebrochener Anstrengungen bedürfe, den Wald in seinem natürlichen Reichtum an Arten und Lebensräumen zu erhalten. Das Management von heute schon bestehenden Schutzgebieten soll optimiert und diese Flächen sollen weiter ausgedehnt werden, um das breite Spektrum an Wäldern zu sichern. Auch hier streben die europäischen Länder eine produktive Kooperation an, z. B. in der Anwendung von gemeinsamen Richtlinien in der Erfassung von Schutzgebieten.

Die Resolution 5 "Klimawandel und Wald" weist darauf hin, dass der Wald entscheidend dazu beitrage, den für den Klimawandel mitverantwortlichen Kohlenstoff zu speichern und damit zu neutralisieren. Dieses Potenzial des Waldes dürfe jedoch nicht den anderen vielfältigen Nutzen untergeordnet werden. Daher betonen die Minister auch, dass eine nachhaltige Verbesserung der Umweltsituation nur durch eine Verminderung der Emissionen erreicht werden könne. Die Förderung von Holz als Energieträger könne dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.(APA)

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