Mord in der Wiener City: Täter hat sich gestellt

30. April 2003, 19:15
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Nach Streit Cousin erstochen - Offenbar Bluttat im Rausch

Wien - Ein 35 Jahre alter Mann ist in der Nacht auf Dienstag, in einer Wohnung in der Wiener Innenstadt erstochen worden.

Der mutmaßliche Täter, ein angeheirateter Verwandter des Opfers, stellte sich am Mittwoch, in der Früh am nächsten Polizeiwachzimmer. Auslöser für die Tat dürfte ein Streit um Geld und Eifersucht gewesen sein. Nach Angaben des Verdächtigen hatten beide Männer reichlich Alkohol getrunken.

Der 48-jährige Mann befindet sei kurz vor 4.00 Uhr in das Wachzimmer Laurenzerberg gekommen und habe den Beamten erklärt, "einen Blödsinn" gemacht zu haben, sagte der Leiter des Kriminalkommissariats Zentrum-Ost, Dr. Karlheinz Ruisz. Dann führte er die Beamten zu einer Wohnung am Franz Josefs-Kai, in der sich die Leiche des 35-Jährigen befand.

Der 35-Jährige wies einen Einstich im Brustbereich auf, der mit relativ großer Gewalt ausgeführt worden sei, sagte Ruisz. Näheres soll die Obduktion ergeben.

Die Tat sei vermutlich in der Nacht auf Dienstag zwischen Mitternacht und 1.00 Uhr verübt worden, sagte Ruisz. Vorher dürften die Männer ein Trinkgelage abgehalten haben, das in einen Streit mündete, bei dem das spätere Opfer den Täter laut dessen Angaben tätlich angegriffen haben soll. Der mutmaßliche Täter erschien laut Ruisz jedenfalls mit zwei blau geschlagenen Augen am Wachzimmer. Das Opfer war der Ex-Mann einer Cousine des mutmaßlichen Täters.

Nach der Tat hat der Mann offenbar seinen Rausch ausgeschlafen.

Die Hintergründe der Tat sind laut Ruisz nicht endgültig geklärt.(APA)

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