Rumsfeld: "Irak und viele Menschen sind befreit"

30. April 2003, 16:37
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US-Verteidigungsminister will in Basra Soldaten für Sturz Husseins danken

Basra - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist am Mittwoch im Irak eingetroffen. Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, landete sein Flugzeug am Morgen in der südirakischen Stadt Basra. Rumsfeld wollte den US-Truppen und ihren Verbündeten für den Erfolg bei der Niederwerfung des Regimes von Staatschef Saddam Hussein danken.

US-Soldaten hatten am Montagabend in Falluja westlich von Bagdad auf irakische Demonstranten geschossen und dabei ein Blutbad angerichtet. Die USA planen eine Verstärkung ihrer Truppen in Bagdad, um in der Hauptstadt für mehr Sicherheit und Stabilität zu sorgen. Gleichzeitig wollen sie alle ihre in Saudiarabien stationierten Streitkräfte abziehen. Rumsfeld hatte am Dienstag den saudiarabischen Prinz-Sultan-Stützpunkt besucht.

Rumsfeld erklärt den Irak für befreit

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat den Irak bei einem Besuch in Basra für befreit erklärt. "Das Entscheidende ist, dass viele Menschen, intelligente, tatkräftige, befreit worden sind", sagte Rumsfeld am Mittwoch nach seiner Landung auf dem Flughafen der südlichen Metropole. Die Entmachtung eines "wirklich brutalen, bösartigen Regimes sei "eine gute Sache" nicht nur für die Iraker, sondern auch für die ganze Region. Rumsfeld dankte dem britischen Generalmajor Robin Brimm für den "bemerkenswerten" Einsatz seiner Truppen in Basra. Rumsfeld ist der ranghöchste Politiker, der Irak seit dem Krieg besucht.

Im Laufe des Tages wurde die Weiterreise des US-Verteidigungsministers in die Hauptstadt Bagdad erwartet. Seine Golfreise hatte ihn zuvor nach Kuwait, Katar, Saudiarabien und die Vereinigten Arabischen Emirate geführt. Nach Bagdad war Rumsfeld zuletzt im Dezember 1983 gereist. Als Gesandter des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan setzte er sich während des Krieges zwischen dem Irak und dem Iran bei einem geheimen Treffen mit Präsident Saddam Hussein für engere Beziehungen zwischen Washington und Bagdad ein.(APA)

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