Zwei Journalisten in Kolumbien erschossen

29. April 2003, 20:07
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Beide prangerten immer wieder Korruptionsfälle an

Unbekannte haben in Kolumbien zwei Journalisten erschossen. Der Radiojournalist und Leiter der Zeitschrift "Contacto", Guillermo Bravo (64), sei von offenbar gedungenen Mördern im Vorgarten seines Hauses in Neiva, der Hauptstadt der Provinz Huila im Südenwesten des Landes, niedergeschossen worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. In der Stadt Maico im Norden des Landes in der Nähe der Grenze zu Venezuela streckte ein Mann den Radiojournalisten Jaime Rengifo auf offener Straße mit mehreren Schüssen nieder. Beide Opfer galten als mutige Journalisten, die immer wieder Fälle von Korruption angeprangert hätten.

Kolumbien ist das weltweit gefährlichste Land für Journalisten

Kolumbien ist nach Angaben der Interamerikanischen Presse-Vereinigung das weltweit gefährlichste Land für Journalisten. Allein im vergangenen Jahr seien sechs Journalisten umgebracht worden, elf Kollegen seien entführt worden und 48 hätten Todesdrohungen erhalten. Davon hätten 13 Journalisten das Land Hals über Kopf verlassen müssen. (APA/dpa)

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