Baseler Forscher entdeckten neue Schneckenart

29. April 2003, 18:46
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Sie ist 1,5 Millimeter groß, lebt in frischem Quellwasser und heißt Graziana

Basel - Forscher der Universität Basel haben im Tessin bei Riva San Vitale eine neue Schneckenart entdeckt. Die Zwergdeckelschnecke mit dem Namen Graziana quadrifoglio ist 1,5 Millimeter groß und lebt in frischem Quellwasser, wie das Institut für Natur-, Landschaft- und Umweltschutz der Universität Basel am Dienstag bekannt gab. Die Entdeckung einer neuen Zwergdeckelschnecken-Art sei als kleine Sensation zu werten.

Zahlreiche Insekten, Kleinkrebse, Plattwürmer und winzige Schnecken lebten ausschließlich in Quellen. Diese seien in der Schweiz selten geworden: Durch die Bodenentwässerung wirtschaftlich genutzter Flächen und durch die Fassung von Quellen zur Trinkwassergewinnung sei der für diese hochspezialisierten Tierarten lebenswichtige Lebensraum verloren gegangen.

Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob die neue Schneckenart, die in zwei Tessiner Quellen vorkommt, auch in Quellen im Sottoceneri und im angrenzenden Norditalien zu finden ist. Manche Arten kommen laut den Forschern nur in einem Tal oder in einer einzigen Quelle vor. (APA/AP)

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