Elektro-Autos

Brennstoffzelle erhöht Reichweite

14. Oktober 2010, 15:40

Neue Entwicklung wird in Graz für einen einjährigen Versuchsbetrieb im Einsatz stehen

Shanghai/Graz - Ein Elektro-Auto mit Brennstoffzellen-Range Extender hat der steirische Motorenhersteller AVL List im Rahmen der derzeit stattfindenden "Austrian Tec Week" auf der Weltausstellung in Shanghai vorgestellt. Ähnlich wie beim Prototypen E-Mini "Evare", den AVL heuer in Alpbach präsentiert hat, wurde ein Elektrofahrzeug mit einem sogenannten "Range Extender" ausgestattet. Ist es beim Mini noch ein kleiner Verbrennungsmotor, der bei Bedarf anspringt, die Batterien auflädt und damit die Reichweite erhöht, ermöglicht beim AVL Fuel Cell Commuter (AVL FCC) eine Brennstoffzelle mit nur 0,6 Kilogramm Wasserstoff eine um sechs Stunden längere Fahrzeit.

Der AVL FCC ist für den Personentransport auf nicht öffentlichen Fahrwegen, etwa für den Messeverkehr wie derzeit auf der Expo, Freizeitparks und ähnlichem gedacht. Das Thema Brennstoffzelle, in der auf völlig umweltfreundliche Weise aus Wasserstoff Strom produziert wird, werde in China stark gefördert, erklärte Peter Prenninger von AVL bei der Präsentation. Der "Range Extender" habe bei der chinesischen Seite großes Interesse hervorgerufen.

Der wesentliche Vorteil des AVL FCC liege in seiner kontinuierlichen Verfügbarkeit des Fahrzeugs. Innerhalb weniger Minuten kann Wasserstoff nachgetankt werden, während das Aufladen von Batterien mehrere Stunden dauert. Dadurch können auch die Batterien in dem Auto kleiner dimensioniert werden. Bei einer mittleren Fahrgeschwindigkeit von rund 20 km/h sind etwa 150 Kilometer Reichweite möglich.

Ausstattung

Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einer von AVL bereits zur Serienreife entwickelten Diagnosetechnik. Dieses analysiert ständig den Zustand der Brennstoffzelle und behebt Fehler sofort. Damit kann die Lebensdauer der Brennstoffzelle deutlich erhöht werden, sagte Prenninger. Im Gegensatz zu anderen Konzepten könne durch die Kombination mit einem Batteriesatz die Brennstoffzelle in einem stationären Betrieb gefahren werden, den Spitzenleistungsbedarf übernehme die Batterie. Auch das erhöhe die Lebensdauer der Zelle.

Das Fahrzeug - die Basis stammt vom chinesischen Hersteller Marschen Electric Vehicle Company - wurde in Kooperation mit der Tongji Universität in Shanghai entwickelt, wo AVL seit acht Jahren einen Lehrstuhl sponsert. Gefördert wurde das Projekt vom Klimafonds. Im November soll das Auto zu AVL nach Graz kommen und dort für einen einjährigen Versuchsbetrieb im Einsatz stehen. Das Fahrzeug sei als "Forschungsplattform" zu sehen, wo im Rahmen von Projekten und Dissertationen weitere wissenschaftliche Fragen geklärt werden sollen. (APA)

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11 Postings
Christian Boschitz
00
22.12.2010, 08:50
Test

Test

Bonustrack
00
15.10.2010, 19:23

Kompliment an Hrn. Dr. Dipl.Ing. Hannes H., aber wir sollten jetzt auch am Projekt "Proa" intensiv weiterarbeiten. ;-)

Meto
00
15.10.2010, 15:54

Des wär schon Klasse: Mobilität mit Brennstoffzelle, super Energiedichte, schnelles Nachtanken und wirtschaftlich transportierbar. Und Wasser und Sonne gibts eh hier und da. Das muss doch machbar sein??

her wig
01
15.10.2010, 15:01

Sehr interessant, wie in der (E-)Mobilität mit verschiedenen Technologie-Kompositionen experimentiert wird. Ist das jetzt intelligentes Design, oder doch zufällige Evolution?

Mulla Nasrudin
00
15.10.2010, 17:36

Menschliche Erfindungen würde ich schon eher als ID bezeichnen, allerdings auch mit einem hohen Anteil aus Trial and Error.

--: SID :--
05
15.10.2010, 13:40

Es gibt eine sehr alte Technologie, deren Range-Extender ein Sack Hafer ist X-)

Hugh G. Rection
02
15.10.2010, 10:37
"Das Thema Brennstoffzelle, in der auf völlig umweltfreundliche Weise aus Wasserstoff Strom produziert wird, werde in China stark gefördert"

wie man genug Wasserstoff auf völlig umweltfreundliche Weise produziert und verteilt ist natürlich völlig wurscht.

Mulla Nasrudin
01
14.10.2010, 22:57

"mit nur 0,6 Kilogramm Wasserstoff eine um sechs Stunden Fahrzeit..." ... klingt super!!!

"Fahrgeschwindigkeit von rund 20 km/h..." ... ach so, na dann ...

h 90
01
15.10.2010, 12:06

Mittlere Fahrgeschwindigkeit.....
Also wird da nicht alles in dieser Raserei gefahren.

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
00
14.10.2010, 18:00
österr. Forschungsgelder?

Wurde da in China geforscht und das wirklich vom österr. Klimafond bezahlt?

what shells
00
15.10.2010, 10:41
Solange

österreichische Arbeitsplätze und österreichisches Know How gefördert wird, hab ich damit kein Problem.

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