"Ein Integrationsstadtrat HC Strache, was wäre mit dem in zwei Jahren?"

14. Oktober 2010, 15:37

Dompfarrer Toni Faber im Video-Interview über mögliche Zusammenarbeit der Kirche in Wien mit "Freunden aus der FPÖ", die Gewinnung von Protestwählern und die "Kleinstpartei" ÖVP

Dompfarrer Toni Faber hat im aktuellen profil angeregt, man solle die FPÖ nach der Wien-Wahl nicht automatisch ausschließen. Im Gespräch mit Hans Rauscher erklärt er, was er damit genau gemeint hat und warum er gemeinsam mit FPÖ-Vertretern und blauen Protestwählern Gespräche über gemeinsame christliche Wurzeln und Zusammenarbeit führen will. „Strache tritt gegen Ausländerfeindlichkeit auf, dann möchte ich auch Taten sehen, die das beweisen“, nimmt Faber den FPÖ-Chef in die katholische Pflicht.

Strache sei in verschiedenen Bereichen, auch wenn man mit ihm nicht einer Meinung sei, „der geschicktere Volksüberzeuger“. Er sei als katholischer Christ „Mitbewerber“ und die Kirche könne den 27 Prozent seiner Wählerstimmen sehr vieles an guten Ideen abgewinnen. Um diesem Mitbewerber künftig Wind aus den Segel zu nehmen, regt Faber an, Strache in Wien Verantwortung zu übertragen: „Viele Leute sagen, in dem Moment, in dem man radikaleren politischen Gruppierungen Verantwortung gibt, entzaubern sie sich. Schüssel hat das mit Haider auf seine Weise vorgezeigt.“ Als „Privatmann“ stellt Faber die Frage in den Raum: „Ein Integrationsstadtrat HC Strache, was wäre mit dem in eineinhalb, zwei Jahren?“

Der Pfarrer äußert im Gespräch auch scharfe Kritik an der ÖVP, die in Wien „völlig Schiffbruch erlitten“ habe und zur „Kleinstpartei“ geworden sei und sich auf Bundesebene mit den aktuellen Abschiebungen „nicht gerade Rosen verdient“ habe. (rasch, derStandard.at, 14.10.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 201
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nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:53

wider bessere vernunft an einer märchenreligion fest zu halten und sich ein patent auf ethik sichern zu wollen, ist ein widerspruch in sich (von der kriminalgeschichte des christentums einmal abgesehen).

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:56

ethik ist ein ergebnis der evolution (kooperation von denkenden gehirnen - ist unschlagbar).

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:45

katholische kirche und ultranationalismus sind:

anachronismen.

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:33

realer katholizismus = machiavellismus

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:32

konsequenter weise müsste sich toni faber von johannes paul II distanzieren.

http://www.mutter-teresa.info/stepinac.html

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:29
weltkrieg - realer katholizismus

im zweiten weltkrieg stand die katholische kirche übrigens nicht auf seite der serben. mit wissen des vatikans hat es quasi einen völkermord gegeben (an den serbisch-orthodoxen). nachzulesen ist das unter anderem bei karlheinz deschner. die foltermethoden haben mit dem schritt gehalten, was man aus der zeit der inquisition kennt. das ist so weit gegangen, dass sogar die na*zi*s fallweise versucht haben, dem einhalt zu gebieten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ante_Pavelic
http://de.wikipedia.org/wiki/Aloj... e_Stepinac

1998 ist letzterer von papst johannes paul II. selig gesprochen worden. konsequenter weise hätte er rückwirkend exkommuniziert werden müssen.

die größten verbrecher sind die politischen. die allergrößten werden verehrt.

Thomas Wetschnig
01
31.10.2010, 19:42
GOTT ist .............

.......... ein tschechischer Schlagersänger. Entspannt Euch! Er wird Euch nichts tun!

http://religionsfrei.blogspot.com/

Bartleby
01
27.10.2010, 19:46

Es hat sich schon längst herausgestellt, dass die FPÖ an der Macht ein Totalversager ist.
Die Meisten der Blauen Minister mussten ihr Amt aus Unfähgkeit frühzeitig abgeben.
In Kärnten hat FPÖ/BZÖ so ziemlich alles in den Ruin getrieben, wo sie ihre Finger drin hatten.
Das Land, die Bank, den Sportverein ...
Wer jetzt vorschlägt, diesen Dolmen wieder ein Amt zu beschaffen, der hat die letzten 10 Jahre verschlafen.
Natürlich macht das Alles keinerlei Eindruch, auf die Wähler dieser Partie, die aus massiven Bildungsmängeln Realitäts-immun sind.

LiberalerQuerdenker
00
22.10.2010, 08:32
Was ich mir wünsche

ist Laizismus...

Vielen Dank!

archimed
00
21.10.2010, 13:31
herr rauscher ist mindestens so ein einfältiger polemiker wie h.c.strache, wie dieses interview beweisst...

nbergmann
01
21.10.2010, 12:15
auf die kriche war noch nie verlass,

wenn es um anständigkeit geht (die caritas mitarbeiter mögen mir verzeihen, aber sie wissen selbst dass mit der offiz. kirche nichts zu tun haben.

Gusti Rentner
 
02
19.10.2010, 22:42
Strategie

Dem Dompfäfflein wohl nahe geht,
wenn einer vor dem Dome steht
und zu den Orthodoxen spricht:
"Euch mag ich eh, bloß Moslems nicht!"

Er sinnt: "Wie kann ich nur den alten
Katholen bei der Stange halten?"
So lädt er ein den "blaunen" Lärmer:
"Kumm' eina, da herinn' is's wärmer!"

top_no
11
19.10.2010, 13:05
rauscher demaskiert sich selbst

So ein peinlicher Interviewer!!
Hat selbst nur Schlagworte und keine klaren Gedanken. Außerdem ist es recht unhöflich, einen Interviewten so lächerlich vorzustellen...

Nirvanacharly
 
00
19.10.2010, 04:34
hc strachelschweiss

als integrationsstadtrat, das ist so wie wenn man einen kinderschänder zum dom-pfarrer macht. aber das gibts ja schon in der sage vom bösen wolf... allemal der dompfarrer frißt kreide und träumt von 27 % kirchenbesuchern, mei wa des schen.

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:11

am 19.10. waren es bereits 25,77 % der abgegebenen gültigen stimmen.

dies und jenes
22
17.10.2010, 17:40
Besonnenheit

Ich finde, es ist ein sehr interessantes Interview. Herr Faber ist nicht nur eine charismatische Persönlichkeit, sondern sagt mitunter richtig kluge Dinge. Und die Arbeit vom Pfarrer Rupprecht finde ich sehr beeindruckend. Danke Herr Rauscher!

Fritz Josef
 
23
17.10.2010, 15:38
zwei Gedanken

1.) Wenn ein Interviewer derart stammelt, würde ich eine postproduction empfehlen.
2.) Was mich in der Politik immer aufregt ist, dass so gut wie nie eine Partei sagt, dass auch eine andere gute Ideen hat. Wie sehr würde ich mir wünschen, dass es in der Politik um die Umsetzung guter Ideen geht und nicht um Posten/Pöstchen.

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:19
mit diesem wunsch stehen sie nicht ganz alleine da.

parteien und parteifunktionäre sind nicht ganz unwichtig (muss ich zugeben).

für die bevölkerung und die umwelt geht es zentral auch nicht um demokratie (und noch weniger um parteien und funktionäre) sondern um adäquate problemlösungen (im hinblick auf die probleme und im hinblick auf werte). zu diesen werten wünsche ich mir eine permanente diskussion (und zwar eine transparente, faire).

das bedeutet ideenkultur und entscheidungskultur.

das scheitert an radikalen systemfehlern des demokratischen systems. darüber wird viel geschrieben. aber wo bleiben die taten?

wie kommte ich zum beispiel dazu, dass sich interessantere menschen für die politik (aktiv) interessieren? status quo ist für die meisten menschen entmutigend (hickhack & gier).

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:44

ideen haben eine hohe kindersterblichkeit, wenn keine lobby, kein netzwerk dahinter steht.

österreich nimmt dabei eine vorreiterrolle ein.
hannes androsch hat behauptet, österreich sei verhinderungsweltmeister. das ist eine zuspitzung gewesen. hat er da so ganz unrecht gehabt?

ich denke an das thema "bildung".

nicht alles ist schlecht in österreich. aber es könnte viiiiieeeeel besser sein.

die verteilung der besitztümer in diesem staat ist ein skandal (und keineswegs gott gegeben). da haben die grünen etwas geleistet, und immer wieder darauf hinzuweisen. aber auch bei den grünen, ich habe zweifel, ob sich immer die besten durchsetzen und ob sie nicht jetzt bereits beim antirotationsprinzip und bezirkskaisertum angelangt sind.

nick morgenland
 
00
26.11.2010, 10:39
fast wie beim guten alten kaiser - politik als lebensberuf ist der normalzustand

statt eines wettstreits der ideen kommt es zu kuhhandel in hinterzimmern. statt dass die besten in der politik eine rolle spielen, sind es vielfach die schlimmsten (oder schwächsten, was fast genau so schlimm ist).

das ist kein zufall sondern ein ergebnis radikaler systemfehler im politischen system.

die politische klasse hat wenig interesse, diese systemfehler zu beheben.

these: im vergleich zur entwicklung im technisch-wissenschaftlichen bereich hat es seit dem kaiserreich kaum weiterentwicklungen gegeben.

eine davon ist das sogenannte vorzugsstimmensystem. mittler weile sollte klar sein, dass es auch missbraucht werden kann (bzw. kaum wirksam ist). das ist aber nicht das schlimmste problem.

politik als lebensberuf: nein danke.

sæglópur
14
17.10.2010, 14:00

ein dompfarrer, der werbung für die fpö macht. dass dem überhaupt gehör geschenkt wird, finde ich bemerkenswert. wirklich traurig, dass die kirche in österreich immer noch einen derart hohen stellenwert besitzt.

VeeDub
12
17.10.2010, 13:31
Grund für den Kirchenaustritt

ganz neben dem unersättlichen Verzehr von "Kardinalschnitten" (sorry, habe ich erst gestern gehört, ist doch unpassend aber genial :-D), ist jegliche Einmischung der Kirche in die Politik ein Grund die Bedeutung dieses Vereins zu schmälern. Es gibt einen Grund warum nach zig hundert Jahren die Trennung von Kirche und Staat vollzogen wurde. Hätte zB der Iran eine Säkularisierung vollzogen, diesen zivilisatorischen Fortschritt, dann hätte Ahmedinejad keine Chance sich an der Macht zu halten.

HSH
15
17.10.2010, 08:36
Wien naiv kann man ...

... als Gläubiger noch sein?

Tadej Brezina
00
18.10.2010, 19:50

to the max!

fwn
08
16.10.2010, 21:11

"Ein Integrationsstadtrat HC Strache, was wäre mit dem in zwei Jahren?" - Gegenfrage: Was wäre mit all dem Leid, dass dieser in zwei Jahren verursacht hätte?

Strache hatte noch NIE irgendetwas mit Integration am Hut. Was Strache will, ist das Gegenteil: Vertreiben, Ausgrenzen, kein Zugang zum Arbeitsmarkt, kein Zugang zu Gemeindebauten, Ausländerkinder in Ghetto-Klassen, Kinder alleine Abschieben, etc.

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