Russische Spammer missbrauchten Linux-Server um für Potenzmittel zu werben
Microsoft wurde nach eigenen Angaben unfreiwilliger Gehilfe russischer Internet-Betrüger. Die Unternehmens-Server wurden demnach zur Verbreitung von Spam-Nachrichten für Potenzmittel missbraucht, Redmond spricht von "menschlichem Versagen".
Zwei Linux-Server Microsofts wurden von den Spammern genutzt um Spam zu verbreiten, das berichtet die britische Zeitung The Register. Einer der beiden Server sei dabei als DNS-Server eingesetzt worden, mehr als 1.000 Internetseiten wurden, den Angaben zufolge, darüber verwaltet.
Entdeckung
Der Server-Missbrauch wurde von Ronald Guilmette, Sicherheitsspezialist bei Infinite Monkeys, entdeckt. Bei der Suche nach Spam-Nachrichten für pharmazeutische Produkte stieß Guilmette auf die IP-Adressen 131.107.202.197 und 131.107.202.198 - beide davon gehören zu Microsofts Firmennetzwerk.
Gegenüber dem Fachmagazin Computerworld erklärte Microsoft, dass die Server aufgrund "falsch konfigurierter Netzwerk-Hardware-Geräte" kompromittiert wurden. Dies sei auf "menschliches Versagen zurückzuführen".
Angriff
Über die Microsoft-Server wurde weiters ein Denial-of-Service-Angriff auf die Homepage von Journalist Brian Krebs verübt. Dieser beschäftigt sich vorwiegend mit dem Thema Sicherheit. (red)
Der WebStandard auf Facebook