"Die Ganze Woche"-Chef verkauft nun Festplattenrekorder

14. Oktober 2010, 14:17
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Noah Falk ließ eigenes Interface und Settopbox für die Aufnahme von Satellitensignalen entwickeln

Der Herausgeber der "Ganzen Woche", Noah Falk, geht unter die Start-up-Unternehmer. Der Zeitungsmacher und Sohn des verstorbenen Gründers der Wochenzeitschrift und Erfinders von "Täglich Alles", Kurt Falk, hat auf eigene Faust einen Festplattenrekorder für Satelliten-TV entwickelt. Dieses erlaubt es dem Nutzer, sich per Fernbedienung beliebig Sendungen zu suchen und deren Aufnahme zu programmieren. 1.000 Stück hat Falk von dem System namens "Big Blue" fertigen lassen, bei Erfolg werden es mehr, kündigte er bei der Präsentation des Geräts am Donnerstag in Wien an.

Idee geboren

Die Idee zu dem Gerät sei ihm vor vier Jahren gekommen, als er für seine Tochter erfolglos den alten VHS-Rekorder programmieren wollte, schilderte Falk. Die Anschaffung mehrerer Festplattenrekorder in Folge habe ihn nur weiter in der Ansicht bestätigt, dass die Gerätschaften auf dem Markt kompliziert und nicht publikumstauglich seien. Der Zeitungsmacher schritt daraufhin selbst zur Tat, engagierte Programmierer, fand im deutschen Gerätehersteller Kathrein einen Kooperationspartner und ließ erste Geräte vom Stapel.

Das Ergebnis der Arbeit nennt sich "Big Blue" und verfügt über eine Festplatte von 500 Gigabyte, auf der sich Fernsehsendungen aufnehmen und zu einem beliebigen Zeitpunkt abspielen lassen. Laut Falk merkt sich das Gerät außerdem die Vorlieben der Zuseher und schafft es auch, Werbepausen sekundengenau zu überspringen. Die auf dem Interface abrufbaren Sendungsinfos gibt es zu den 51 reichweitenstärksten Astra-Sendern, die Daten dazu liefert die Falk-eigene Programmzeitschrift "TV-Dabei".

Datenaustausch

Der Datenaustausch funktioniert über ein eingebautes GPRS-Modul, das auch eine Fern-Programmierung ermöglichen soll. Sowohl über die Website www.big-blue.at als auch über Smartphones und andere mobile Gerätschaften lasse sich der Rekorder bedienen, verspricht der Verleger.

Das Gerät, das 298 Euro kostet, will Falk zunächst über die eigene Zeitung bewerben und auch ausschließlich selbst vertreiben. Wieviel Geld er für seine Entwicklung ausgegeben hat, verriet er nicht. "Big Blue" ist explizit für Satellitenreceiver konzipiert, im Kabelnetz funktioniert es bisher noch nicht. Eine ORF-Digitalkarte ist in das Gerät bereits eingebaut. (APA)

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  • Noah Falk macht nun in Festplattenrekorder
    foto: standard/newald

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