Österreichische Firmen­pleiten weiter rückläufig

14. Oktober 2010, 13:09
4 Postings

Gläubigerschutzverband: In drei Quartalen sind die heimischen Insolvenzen um sechs Prozent zurückgegangen

Wien - Der Rückgang der Firmenpleiten, mit dem das Jahr 2010 angefangen hat, hat sich bis in den Herbst fortgesetzt: In den ersten drei Quartalen sind die Unternehmensinsolvenzen um 6 Prozent auf 4.971 Verfahren zurückgegangen, die Anzahl an eröffneten Verfahren ist um 4,1 Prozent auf 2.608 Unternehmen gesunken. Das berichtete der Gläubigerschutzverband Creditreform am Donnerstag. In 2.363 Fällen (minus 8,2 Prozent) wurden die Insolvenzanträge mangels kostendeckenden Vermögens zurückgewiesen.

"Österreichs Unternehmen haben der Krise bisher gut standgehalten, die Spreu hat sich vom Weizen getrennt", resümierte Creditreform-Geschäftsführer Rainer Kubicki, der gleichzeitig vor höheren steuerlichen Belastungen warnte. Das seit Sommer geltende neue Insolvenzrecht mit seinem Sanierungsverfahren habe jedenfalls nichts mit der Entwicklung zu tun.

Die stärksten Rückgänge gibt es in der Creditreform-Pleitestatistik in Oberösterreich (- 17,3 Prozent), Tirol (- 12,5 Prozent) und Niederösterreich (-10,4 Prozent). Einen starken Anstieg musste dagegen Vorarlberg hinnehmen: + 19 Prozent. In Wien gibt es mit 19 Pleiten auf 1.000 Einwohner die höchste Insolvenz-Dichte, der Bundesdurchschnitt liegt bei 13. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

Share if you care.