Augen auf beim Kleiderkauf

14. Oktober 2010, 12:45

Chemische Rückstände in der Kleidung können Kontaktallergien auslösen

Melkof - Rund zwei Prozent aller Kontaktallergien wird durch Textilfarben verursacht. „Derzeit gibt es etwa 800 gebräuchliche Textilfarben, von denen 49 Farbstoffe Kontaktallergene darstellen", weiß Arne Menzdorf von Deutschlands Allergienetzwerk myAllergo.de

Mehr als 7.000 Chemikalien

Kleidung soll lang aussehen wie neu, nicht knittern, weich und pflegeleicht sein. Daher werden Rohfasern bei der Produktion mit Chemikalien behandelt: Insgesamt kommen mehr als 7.000 Chemikalien bei der Textilfertigung zum Einsatz. In der Regel werden auch Bakterizide und Fungizide beigefügt, um Fasern resistent gegen Bakterien und Pilze zu machen. Auch Formaldehyd, Epoxidharz und Dispersionsfarbstoffe finden häufig ihren Weg in die Verarbeitung und können als Rückstände in der Kleidung bestehen bleiben.

Gelangen diese unter die Haut, kann das zu allergischen Reaktionen führen. „Allergische Reaktionen erfolgen in den meisten Fällen auf Grund von bei der Verarbeitung zugesetzter Stoffe, die sich beim Tragen von dem Kleidungsstück lösen und unter die Hautoberfläche dringen. Eine Reaktion auf Kunst- oder Naturfaser an sich ist dagegen sehr selten", weist Arne Menzdorf hin.

Allergiker sollten besonders achtsam sein

Wer nach dem Anziehen von Kleidungsstücken schon einmal mit unangenehmen Hautirritationen wie Bläschenbildung, Hautausschlag oder Juckreiz reagiert hat oder unter einer anderen Allergie leidet, sollte gezielt zu Kleidung greifen, die ein Öko-Label besitzt. Beispielsweise sind die als 'Öko-Tex-Standard 100' gekennzeichneten oder mit dem 'Europäischen Umweltzeichen' versehenen Kleidungsstücke aus Leinen, Wolle oder Baumwolle hergestellt. Nur in Ausnahmefällen darf hier synthetisches Material zugefügt werden. 

„Grundsätzlich gilt: Neue Kleidung vor dem ersten Tragen immer waschen", empfiehlt Menzdorf. Textilien mit Hinweisen wie 'separat waschen' oder 'blutet aus' besitzen, sollten ganz vermieden werden, da diese auf die Verwendung ungesunder und nicht farbechter Stoffe hinweisen. Auch auf Kleidungsstücke, die bereits im Laden stark chemisch riechen, sollte verzichtet werden. (red)

Advaita0
00
15.10.2010, 15:17
H&M musste kürzlich Babykleidung zurückrufen

weil sie das Hormonsystem der Kleinen zerstörte!

Unfassbar was alles verkauft wird um satte Gewinne zu machen!

schmauchlümmel
00
18.10.2010, 12:18

auf der anderen Seite hatte H&M einmal Bestseller (DK) - Produkte im Angebot… die waren mit dem EU Ecolabel zertifiziert (Grenzwerte bei Chemikalien; soweit reduziert, dass sie nicht in die Haut gelangen können).

Ich bin inzwischen auch vorsichtiger geworden, meine nächste Matratze beispielsweise kaufe ich ohne erbgutverändernde Materialien ;)

alexia1
 
00
14.10.2010, 18:41
kein Wunder wenn wir krank sind

Kein Wunder, dass man ständig krank ist, wenn man liest, mit welchen Chemikalien wir jeden Tag in Berührung kommen!

monte carlo
00
14.10.2010, 15:19
global organic textile standard

naja es gibt schon noch alternativen
wo neben ökologischen auch auf soziale Belange Wert gelegt wird

http://www.global-standard.org

schmauchlümmel
00
18.10.2010, 12:24

organic cotton ist auch nicht das wahre, gerade wenn sie soziale Belange ansprechen. Schließlich kommt Baumwolle immer aus Gegenden, wo bereits wasserarmut herrscht und BW benötigt extrem viel Wasser und Boden. Da lobe ich mir cellulose Fasern wie die der österreichischen Lenzing-AG…

hier eine SEHR interessante Studie zum Thema Fasern (eingebaut in der Präsentation):
http://docs.google.com/viewer?a=... AHIEtbSQ7M

ilrio xxxxx
 
00
14.10.2010, 13:32
egal wo man kauft

steht meistens als herstellerland made in china, indien oder vietnam.

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