"Piranha 3D": Schnappi, schnappi, schnapp

13. Oktober 2010, 19:22
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Alexandre Ajas aufgepimptes Remake "Piranha 3D" und die weiteren Filmstarts der Woche

Joe Dante ließ den gefräßigen Fischschwarm im Auftrag vom B-Movie-Mogul Roger Corman 1978 erstmals aufs Publikum los, als billige Antwort auf Spielbergs "Der weiße Hai". Vom frechen, satirischen Tonfall des Originals ist im jüngsten, auf 3-D aufgepimpten Ableger "Piranha 3D" nichts übriggeblieben.

Inszeniert von Alexandre Aja, der schon das Remake von "The Hills Have Eyes" verantwortete, weidet sich die Neuauflage zuerst an spärlich bekleideten Hinterteilen und entblößten Brüsten vergnügungssüchtiger Frauen, um diese hernach mit betont sadistischer Freude an hungrige Fische zu verfüttern.

Schauplatz ist der Victoria-See in der Wüste Arizonas, wo die seit Urzeiten konservierte Spezies durch ein Erdbeben freikommt - genau zum Zeitpunkt eines Riesen-Raves. Die alte reaktionäre Horror-Regel, wonach Hedonismus besonders rigoros geahndet wird, feiert fröhliche Urständ - da helfen auch makabre Scherze mit abgebissenen Implantaten und Penissen wenig.

Weiters starten Philipp Stölzls Dichter-als-Popstar-Filmstück "Goethe!", das französische Liebesdrama "Mademoiselle Chambon" mit Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain, Zack Snyders Animationsfilm "Die Wächter der Nacht", das Melo "Oscar und die Dame in Rosa" sowie Joel Schumachers Drogendrama "Twelve" und die Krimi-Farce "Unter Strom" mit Harald Krassnitzer. (kam / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.10.2010)

 

  • Noch wird gefeiert, bald wird es blutig: "Piranha 3D" hetzt Fischvolk 
auf Party-People
    foto: emw

    Noch wird gefeiert, bald wird es blutig: "Piranha 3D" hetzt Fischvolk auf Party-People

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