400 Flaschen Wein im Genfer See versenkt

13. Oktober 2010, 13:53
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Önologen wollen herausfinden, ob Chasselas-Weine durch die Lagerung im See länger aufbewahrt werden können

Montreux  - 400 volle Weinflaschen wurden am Mittwoch beim Schloss Chillon in Montreux im Genfersee versenkt. Diese werden nun mehrere Jahre dortbleiben. Mit diesem Experiment wollen Önologen herausfinden, ob im See ideale Bedingungen herrschen, um Chasselas-Weine aufzubewahren.

Vom Schloss Chillon aus wurde eine an einem Seil befestigte Kiste aus Zink im Genfersee versenkt, in einer Tiefe von 30 Meter. Der See ist an dieser Stelle rund 80 Meter tief. In der Kiste befinden sich 400 Flaschen "Clos de Chillion" und "Aigle Les Murailles". Der Gutedel, der in der Schweiz und Frankreich Chasselas heißt, ist die meistangebaute Rebsorte der Schweiz und im Markgräflerland.

"Bei 30 Meter Tiefe haben wir ideale Lagerbedingungen für den Wein", sagte Daniel Dufaux, Technischer Direktor von Henri Badoux SA und Präsident des Verbands Schweizer Oenologen der Nachrichtenagentur SDA. Die Temperatur sei konstant bei etwa zwölf Grad, es sei komplett dunkel und auch die Feuchtigkeit bleibe immer gleich.

Jedes Jahr sollen während rund 20 Jahren jeweils zwölf Flaschen aus der Kiste genommen werden. Diese werden dann degustiert und mit Chasselas des gleichen Jahrgangs verglichen, der aber in Kellern gelagert wurden. Bei diesem Experiment geht es darum herauszufinden, wie der Chasselas länger aufbewahrt werden kann, da Chasselas-Weine relativ schlecht altern. (APA)

 

  • Jedes Jahr soll in den nächsten 20 Jahren der Inhalt von zwölf im See gelagerten Flaschen mit dem von im Keller gelagerten verglichen werden.
    foto: photodisc

    Jedes Jahr soll in den nächsten 20 Jahren der Inhalt von zwölf im See gelagerten Flaschen mit dem von im Keller gelagerten verglichen werden.

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