Internetsicherheit - Österreichs PC angeblich weniger infiziert

13. Oktober 2010, 13:25

Microsoft Security Intelligence Report veröffentlicht

Österreich ist in Sachen Internetsicherheit keine Insel der Seligen. Allerdings sind heimische Rechner - drei von 1.000 überprüften Rechnern - deutlich seltener mit Schädlingen infiziert als dies international (9,6 von 1.000) üblich ist, so der heute, Mittwoch, veröffentlichte Security Intelligence Report (SIRv9).

Von April bis Juni wurden von Microsoft weltweit mehr als 6,5 Millionen Rechner von Botnetz-Infektionen, über die Cyberkriminelle die Kontrolle über fremde Computer erlangen können, gesäubert. Das sind doppelt so viele wie im ersten Quartal. Botnetze nutzen die Rechenkraft tausender gekaperter Computer und verkaufen diese an das organisierten Verbrechen. So wird unter anderem der Versand von E-Mail-Spams, Phishing, Identitätsdiebstahl, Klick- und Vorkassebetrug ermöglicht, berichtete Gerhard Göschl, Sicherheitssprecher von Microsoft Österreich, im APA-Gespräch.

Infektionsrate

Auch hier liegt die Alpenrepublik im internationalen Vergleich nicht schlecht: Botnetze haben sich in 1,1 von 1.000 Rechnern breitgemacht. Weltweit liegt die aktuelle Infektionsrate bei 3,2 von 1.000.

Im Zuge der automatischen MS-Aktualisierungen entfernt das MSRT-Programm Botnetze automatisch. Dies wird sowohl Microsoft, als auch dem Nutzer mitgeteilt. An diesem Update-Prozess nehmen weltweit rund 600 Mio. Rechner teil - und diese Daten werden im SIRv9 ausgewertet.

Göschl führt das gute Abschneiden Österreichs auf die starke Durchdringung mit Windows 7 zurück, das bereits in Hinsicht auf mögliche Bedrohungen besonders in Richtung Sicherheit programmiert wurde. Offenbar mit Erfolg: Während die Infektionsrate hier 3,3 von 1.000 beträgt, liegt sie bei XP bei etwa 20. "Die alte Architektur ist anfälliger und die Nutzer dadurch lohnendere Opfer."

Wie kann man sich sichern? "Man muss seinen Computer hegen und pflegen", meinte der Fachmann. Dazu gehören ein Antivirenprogramm, ständige Aktualisierungen, eine Firewall und am wichtigsten: "Hirn einschalten im Internet." (APA)

 

Adolf Hochhaltinger
 
00
30.12.2010, 05:17
Warum nicht Linux?

Linux ist auf Grund seiner Grundeinstellungen generell weniger Viren-gefährdet als Windows. So kann man dort z.B. kein Programm installieren, ohne dafür ein Passwort einzugeben - ein Punkt, an dem schon einmal viele Malware-Versuche scheitern würden.
Außerdem gibt es kaum Viern für Linux; cie meisten Nutzer verzichten derzeit auf den EInsatz eines Anti-Viren-Programms (obwohl ein solches - "Clam" - natürlich existiert), einfach weil es derzeit nicht notwendig ist.

Adolf Hochhaltinger
 
00
30.12.2010, 05:09
Warum nicht gleich Linux?

Wenn Windows so anfällig gegen Viren udn Eindringlinge ist - wieso wechseln nicht mehr User zu Linux? Dieses Betriebssystem ist mindestens ebenso ausgereift, und seit es Distributionen wie Ubuntu-Linux oder Mint gibt, auch ebenso einfach am PC zu installieren wie Windows. Und es ist von Haus aus wesentlich stabiler und zudem viel weniger anfällig gegen Viren etc. als Windows.

salenoz
 
01
13.10.2010, 20:04
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Andreas Grois
00
13.10.2010, 13:42
"Hirn einschalten im Internet."

Recht hat er.

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