Schlag gegen Steuersünder

13. Oktober 2010, 12:00
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Jahrelang blühte die "Freunderl­wirtschaft", Steuern wurden diskret umgangen, nun geht es hunderten schwarzen Schafen an den Kragen

Athen - Der griechischen Steuerfahndung ist ein Schlag gegen Steuersünder gelungen. Die Behörden des klammen Landes hätten Hunderte Steuerhinterzieher ausfindig gemacht und dabei mehrere ihrer Immobilien beschlagnahmt. Sechs Anwesen wurden bereits bei einer Auktion verkauft, berichtete die Presse unter Berufung auf das Finanzministerium in Athen. Weitere 70 Immobilien sollen folgen.

Von den insgesamt mehr als 2.400 ermittelten Top-Steuersündern erhoffe sich der Fiskus nach ersten Schätzungen Einnahmen von rund 50 Mio. Euro, hieß es. Kontrollen hatten ergeben, dass sie Immobilien im Milliardenwert besitzen.

Für die meisten Medien ist diese Entdeckung ein weiterer Beweis dafür, dass in den vergangenen Jahrzehnten eine "Freunderlwirtschaft "unvorstellbaren Ausmaßes" geherrscht habe. Um einen Staatsbankrott abzuwenden, müssen die Griechen bis Ende 2012 mehr als 30 Mrd. Euro sparen. (APA)

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    Spät, aber doch – Griechenland sagt den schwarzen Schafen den Kampf an.

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