Web vs. TV

Online-Videos kommen besser an als TV

13. Oktober 2010, 09:23

Nutzer finden Content im Internet unterhaltsamer

Das Internet läuft dem Fernsehen zunehmend den Rang ab. Mittlerweile macht es dem Medium auch seine Vormachtstellung bei Bewegtinhalten streitig. Zumindest findet mit 54 Prozent die Mehrheit der Nutzer Online-Videos unterhaltsamer als traditionelles TV, wie das Web-TV-Netzwerk Next New Networks (NNN), YouTube und die Marktforscher von Frank N. Magid Associates aufzeigen. Zudem beschäftigen sich die User aktiver mit dem Web-Content als mit dem Fernsehen.

"Der Trend zu Internet-Videos und bewegten Inhalten wird sich noch viel stärker etablieren als bisher", meint Claudio Blättler, Business Consulting Manager bei Canon Schweiz, im Interview. Vom reinen Unterhaltungsmedium hat sich das Format auch zu einem wichtigen Marketinginstrument entwickelt, um das Werbetreibende nicht mehr herumkommen.

Höhere Aufmerksamkeit der User

Dabei bekommen die Online-Beiträge eine höhere Aufmerksamkeit vonseiten der Medienkonsumenten geschenkt als klassisches Fernsehen. Ihre Betrachter sind nach NNN-Angaben um den Faktor 2,5 eher ausschließlich mit den Web-Videos beschäftigt als Fernsehzuseher. Während diese zu 60 Prozent gleichzeitig im Internet surfen und 52 Prozent nebenbei Gespräche führen oder Dinge im Haushalt erledigen, gewinnen die Online-Videos eher das gänzliche Interesse der User. Nur 37, 28 bzw. 19 Prozent lassen sich von den anderen Beschäftigungen ablenken.

Der Vormarsch der bewegten Web-Beiträge kostet dem Fernsehen Quoten. Ihre User verbringen im Schnitt um 13 Prozent weniger Zeit vor dem TV-Gerät. Sie halten die Online-Inhalte für origineller, grenzenloser und besser an individuelle Nutzergewohnheiten anpassbar. Die Mehrheit konsumiert Internet-Videos auf wöchentlicher Basis. Rund 40 Prozent bewerten gesehene Beiträge, lesen Comments darüber und teilen sie mit anderen Usern. (pte)

keinname
00
13.10.2010, 11:39

"Das Fernsehen" - ein vorgegebener Programmablauf - wird wohl nie aussterben. Wenn dann wird sich das Übertragungsmedium ändern (Sat. bzw Antenne zu Kabel bzw Internet) sowie die Interaktionsmöglichkeiten (siehe Starshiptroopers "Wollen Sie mehr erfahren?").

Trotzdem wirds für die Sender eng, da sie zunehmend von Firmen wie Google und Apple abhängig werden (so wie die Zeitungsverläge sich jetzt Apple an den Hals werfen nur um doch noch Bezahlcontent an den Mann zu bringen). Pro7 und RTL scheinen sich dessen jedoch schon bewusst zu sein (siehe geplante TVPlattform).

Bin gespannt Konkurrenz kann da eigentlich nur gut sein. Vllt erübrigt sich dann eine Kulturflatrate völlig und alle die jetzt so laut schrein schaun dann ganz durch die Finger

Leech
01
13.10.2010, 10:25

ich mach mir mein "Fernsehn" schon seit Jahren selbst.

Es Interessiert mich einfach nciht mehr mich an vorgegebene Programmzeiten zu halten. Wehe man kommt mal 10 Minuten zu spät....

Ich sehe was ich will, wann ich es will.

Abgesehen davon das der von den Sendern angebotene Einheitsbrei, Talkshow, Realityshow, Musikantenstadl ohnehin unbrauchbar ist.

die ganzen Sendern wern sich noch ziemlcih anschaun. Die Leute wollen individuelles fernsehn und nicht mehr die massenabfertigung aus anno dazumal. Und das können Sender eben nicht bieten und das wird auch der Grund sein wieso sie wie die MI untergehen werden aufgrund von uralten Vertriebsmodellen.

Selbst einen Schritt weiter zu gehen fällt nur den wenigsten ein.

keinname
00
13.10.2010, 11:45

Tja das glaube ich eben nicht... Obwohl ich es genauso mache und der selben Meinung bin was die Qualität des Fernsehprogramms angeht.
Man sollte jedoch die Faulheit der Menschen nicht unterschätzen.

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