FPÖ

Einschlägiger Nachwuchs fürs Rathaus

11. Oktober 2010 18:36

FPÖ hat voraussichtlich 14 Mandate und drei Stadtratsposten zu vergeben

Die Blauen gaben sich nach geschlagener Wahl traditionell dem blauen Montag hin und verschoben sämtliche Personalfragen auf heute, Dienstag. Dabei hat die FPÖ voraussichtlich 14 neue Gemeinderatsmandate (insgesamt 27) sowie drei bis vier nicht amtsführende Stadträte - also Regierungsmitglieder ohne Ressort und Budget - zu vergeben.

Als fix gilt, dass die Nummer zwei auf der Landesliste, Johann Gudenus, Klubobmann wird. Er löst Eduard Schock ab, der nicht amtsführender Stadtrat werden könnte. Gudenus ist Mitglied der Burschenschaft Vandalia und Sohn des wegen NS-Wiederbetätigung verurteilten FPÖ-Bundesrates John Gudenus. Er warnte bereits mehrfach vor "Überfremdung" und "Umvolkung".

Auch der bisherige Klubchef fand in Sachen Migration stets klare Worte. So legte Eduard Schock einmal nahe, Zuwanderer bei der Wohnungsvergabe an der Nase herumzuführen. Angestellte von "Wiener Wohnen", die lang ansässigen Zuwanderern die (falsche) Auskunft gäben, dass sie keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung hätten, "machen intuitiv das Richtige".

Gute Chancen auf einen Posten als nicht amtsführende Stadträtin hat auch Veronika Matiasek. Sie legte ihre bisherige Rolle als Integrationssprecherin eher einseitig an. "Schon wieder sammeln sich ganze Scharen an Zuwanderern auf den Steinhofgründen, fallen wie die Termiten über die Obstbäume her und zerstören diese", verbreitete die Hernalser Parteichefin im Vorjahr. Auch für ein Kopftuch- und Schleierverbot in Bildungseinrichtungen legte sich Matiasek ins Zeug.

"Einwanderungsfetischisten"

Johann Herzog, bereits jetzt Stadtrat, wird wohl im Amt bleiben. Er engagierte sich für jenen Verein, der dem ehemaligen NS-Kampfflieger Walter Nowotny huldigte, dessen Grab immer wieder Neonazis anzieht. Herzog setzte sich dafür ein, dass die "Asylwerberflut" möglichst "gegen null" reduziert werde. Mit Dominik Nepp, Obmann des Ringes freiheitlicher Jugendlicher, kommt einschlägig fixierter Nachwuchs nach. "Die sofortige Ausgliederung von Zuwanderern aus dem Sozialsystem" forderte Nepp im Juli. Der abgeschobenen Arigona Zogaj rief er ein "Tschüss, und hoffentlich auf Nimmerwiedersehen!" nach: All den Einwanderungsfetischisten aus der linken Schickimicki-Szene, die dieses Früchtchen Arigona "aus Liebe" heiraten wollen, sei empfohlen, ihr in den Kosovo zu folgen.

Neu ist auch Wolfgang Seidl, Obmann in der Leopoldstadt, den sein einstiger Stellvertreter Franz Lindenbauer in Erklärungsnotstand gebracht hatte. Im Internet war ein Foto aufgetaucht, auf dem Lindenbauer laut Presse seinen mit einem Hakenkreuz bekritzelten Oberarm gezeigt habe. Der Stellvertreter trat zwar zurück, doch Seidl verteidigte ihn als Opfer einer Intrige: Der Abgang sei kein Schuldeingeständnis.

Bisher nicht mit ausländerfeindlichen Tönen aufgefallen ist hingegen Barbara Kappel. Die Ex-Büroleiterin von Thomas Prinzhorn soll ebenfalls künftig in Wien eine Rolle spielen - möglicherweise als vierte Stadträtin. Auf ein einfaches Gemeinderatsmandat hofft derweil Peter Frigo. Der Oberarzt an der Uniklinik für Frauenheilkunde, der sich gern als "Sachpolitiker" einbringen würde, kandidierte auf Platz 30 - und muss noch um seinen Einzug ins Rathaus zittern. "Ich würde das schon gern machen", sagt er, "weiß aber noch nicht, was die Partei mit mir vorhat." Strache hatte den Mediziner zuletzt als möglichen blauen Gesundheitsstadtrat ins Spiel gebracht. (Gerald John/Martina Stemmer, DER STANDARD, Printausgabe, 12.10.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 460
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straker
 
13.10.2010 12:26
mir kommt vor....

als hätte ich den artikel in ausführlicher form am montag im profil gelesen...

skip it
13.10.2010 15:15
wurde bereits VOR den wahlen...

...auch hier in einigen postings festgehalten.

au contraire
13.10.2010 00:42

Ja, HABEN die Blauen denn überhaupt noch 14 Leute für den Gemeinderat im Talon?
Von den "3-4 Stadträten" sprech ich da noch gar nicht.

skip it
13.10.2010 10:41
"leute" schon, aber, um ein altes jiddisches sprichwort zu zitieren:...

...
a ponem macht noch lang ka g'sicht.

Norbert Küssl
 
12.10.2010 20:30
Die Strache-FP war die einzige Alternative

die gegen den Wahnsinn der Islamisierung auftritt. Den anderen Parteien sollte das eine ernsthafte Warnung sein! Und: Es sind keine Ängste der Bevölkerung, es ist -EMPÖRUNG- über 500.000 Moslems in Österreich. Da helfen keine Beschwichtigungen wie (sinngemäß) "davon versteht ihr nichts, das ist Suggestion und
Einbildung... " oder so ähnlich. Man muß Islam-Experten wie Peter Scholl-Latour lesen um zu erkennen, dass der Islam mit unserer Kultur nicht kompatibel ist. Eine Anpassung an unsere Werte wird da nie stattfinden, eher umgekehrt. In Deutschland greift diese Erkenntnis langsam (Merkel zu Erdogan, Seehofer, und natürlich der stark provozierende Sarrazin), bei uns wird sie sich auch bald durchsetzen - nicht zuletzt dank FPÖ.

au contraire
13.10.2010 00:23

Sie heißen wirklich Norbert? Nicht zufällig Gottfried?

FREEDOMNOW
12.10.2010 23:29
Parallelen.

"Der Islam". "Die Juden". usw. usw.

http://www.youtube.com/watch?v=c... re=related

Soviel auch zum Thema "Protestwähler". Es gibt jedoch lediglich Wähler, die aus bestimmten Motiven eine Partei wählen. Für die Wähler der "FPÖ" sind diese Motive klar, denn die Botschaften die trasportiert wurden war ebenfalls klar und eindeutig. Ich bin dennoch überzeugt, daß die Mehrheit der Wähler gegen diesen braunen Dreck gestimmt hat!

mario barberi
12.10.2010 15:23
erklärung

Ich habe schön öfter FPÖ gewählt. Weshalb? Nicht weil ich mich einer Ideologie von früher identifiziere. Nicht weil ich Ausländer nicht mag. Ich kenne einige (auch Moslems), die sehr nett sind und ich auch zu meinen Freunden rechnen darf. Nein! Ich fühle mich von den "Mächtigen" nicht ernst genommen. Sie tanzen dem Wahlvolk auf der Nase rum. Und der einzige Protest den ich machen kann, ist eine Partei zu wählen, bei der sich jene "Mächtigen" anschließend ärgern, dass sie viele Stimmen bekommen hat. Vielleicht gehts auch anderen so?

skip it
13.10.2010 10:48
ihr "protest"-gewinsel nimmt ihnen keiner mehr ab...

...sie und ihresgleichen haben sich nun einmal mit ihrer stimme bei klarstem bewußtsein fuer hinterfotzigstes, sozio- und xenophobes, antidemokratisches arxxxlochtum entschieden.

sie muessen hinnehmen, dass ich mir deshalb eine ganz praezise meinung von ihnen und ihresgleichen bilde.

sie muessen weiters hinnehmen, dass halbwegs anstaendige, ihre heimat tatsaechlich respektierende buerger und demokraten wie ich mit ihnen nichts zu tun haben wollen und wir uns daher glasklar von ihresgleichen und dem rechtsextremismus abgrenzen.

net amal anstreifen.

au contraire
13.10.2010 00:25

Klar. Weil die FPÖ die Anliegen ihrer Wähler tatsächlich ernst nimmt. Sagen Ihnen die Begriffe "Populismus" und "Opportunismus" etwas?

solodiver
12.10.2010 23:09
naja

immerhin nähren typen wie du die hoffnungen von verbal mit allen vieren ausschlagenden hampelmännerern á la strache, sie würden irgendwann mal staatstragende funktion bekleiden. (sieht man mal von hochverrat begehenden kanzlerkandidaten ab, die so etwas tatsächlich ermöglichen...)

Anton Strasser
12.10.2010 19:41
schon vergessen...

...nein nicht das vor über 60 Jahren, sondern die erste unsägliche Regierungsbeteiligung der Braunen.

- Die Korruption trieb Blüten wie sie es noch nie zuvor gab.
- Unfähigste Günstlinge wurden auf wichtige Posten gehieft
- ....

Soll Österreich das nochmals durchmachen?

Gegen die Braunen sind Rot und Schwarz wahre Saubermäner!

Foromat
 
13.10.2010 01:12

nicht das ich die blsuen verteidigen will aber das system von schwarz und rot ist wesentlich perfider

sie verscherbeln unser steuergeld mit system um ihren machterhalt zu sichern , das ist wesentlich schlimmer aks wenn der grasser due buwiv wohnungen
um 100 mio zu billib hergibt

hier wird den steuerzahlern viel geld azs dem sack gezogen und trotzdem fehlts in der bildung bei der pflege etc etc
mit unseren abgaben muesste aus jedem wasserhahn in at ambrosia fliessen

skip it
13.10.2010 14:32
die roten in wien sind ein einziges kostspieliges desaster...

...nur: strache ist nicht nur nicht die loesung, er ist teil des problems, weil er sogar simpelste loesungsansaetze zu verhindern trachtet.

und einen strache als buergermeister? it's my left foot, I'll shoot it!

Gus N. Power
12.10.2010 20:50
Unfähigste Günstlinge wurden auf wichtige Posten gehieft

So wie bei den Roten auch: Konsum-Pleite, Lucona, BAWAG - der Elsner war ein Teufel von einem Vorgesetzten und ausserdem noch blöd, Milliarden in der Karibik zu versenken, usw., usw.

fabian
12.10.2010 23:33
schon gut, nur ...

... waren sie alle keine teuren staatsdiener wie haider, grasser usw.

The Use and Abuse of Social Science
12.10.2010 19:09
Sich dann ausgerechnet für die unsachlichste und unfriedvollste Partei zu entscheiden, ...

... zeugt nicht gerade von Ihrer demokratischen Reife.

Mir wird auf ewig ein Rätsel bleiben, weshalb aus "Protest" scheinbar meist nur (und ausgerechnet) die FPÖ als Option gesehen wird. Wer "den Mächtigen eins auswischen" will, wäre - je nach ideologischer Grundausrichtung - mit Grün, KPÖ, LIF, MUT, meinetwegen sogar BZÖ, etc. wesentlich besser beraten.

Mit der Stärkung radikaler Hetzer und sozialer Unruhestifter wie der FPÖ brockt man sich mehr neue Probleme ein, als dass alte gelöst werden. Immerhin leben wir noch in einer Demokratie und das, weil im 20. Jhdt. zum Glück endlich genügend Menschen verstanden haben, dass sich staatliche Gesellschaften eher durch konsensorientierte Politik anstatt durch Konflikte organisieren lassen...

1,8 promille
12.10.2010 23:47

der weiß schon genau, warum er braun wählt. der mag das so

Erika Rothen
12.10.2010 17:09
Die Botschaften der FPÖ im Wahlkampf waren klar und unmissverständlich.

Jeder, der diese Wahnsinnigen wählt, ist also voll verantwortlich, und lächerliche Ausreden von wegen "Protest" usw. sind armselige Ablenkungsmanöver, welche nicht funktionieren.

Ihre stupide Begründung klingt so, wie jemand, der sagt, weil er kein Feuer mag, gießt er Benzin hinein...

Schwachkopf!

geh scheissen1
12.10.2010 17:05

Sie wählen allerdings Personen, die sich mit "Ideologie von früher identifizieren"

Bully Bullson
12.10.2010 15:53
...auch wenn der HC derzeit (noch) keine Macht hat...

...wäre er und die seinigen (denkt man sich den Faktor "Macht" hinzu) noch viel, viel schlimmer als die "Mächtigen" von denen Sie schreiben...

...denn die ganze F-Clique zeichnet sich eigentlich nur durch großes Mundwerk, teure Designerkleidung und keine fachliche Kompetenz (und noch weniger Lösungsvorschläge) aus....

Queequeg
12.10.2010 15:51

Toll und weil Sie und Ihresgleichen sich freuen, wenn sich andere ärgern, müssen wir dieses rechte Schauspiel seit Jahren über uns ergehen lassen. Müssen wir seit Jahren zusehen, wei dieses Land gelähmt ist? Gehts Ihnen noch gut? Denken Sie, dass das Sie auf diese Weise irgendwer jemals ernst nehmen wird? Ich meine im wirklichen Leben?

Bambi, die Sau
12.10.2010 15:28

Feige Ausreden sind das.

Tintifax2000
12.10.2010 15:17
also wenn die nun 14 ...

... neue mandatare vergeben müssen, ist das in ihrer teilalphabetisierten personaldecke sicherlich eine veritable herausforderung ...

au contraire
13.10.2010 00:27

Gut gesagt.

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