Die Hilflosigkeit der SPÖ gegen Strache

10. Oktober 2010, 20:27

Warum Rot-Grün jetzt die vernünftigste Regierungsform ist. Alle Vernunft spricht dafür, einmal etwas anderes auszuprobieren

An ihrem Hauptwahlziel, der absoluten Mehrheit, ist die SPÖ nur recht knapp vorbeigeschrammt - aber am impliziteren, wichtigeren Wahlziel ist sie grandios gescheitert. Dem Wahlziel, die FPÖ klein zu halten. Die Sozialdemokraten haben etwas höchst Riskantes getan: Entgegen aller Wahlkampf-Regeln haben sie das FPÖ-Thema "Ausländer" als das zentrale Kampagnenthema akzeptiert und versucht, sich selbst als Partei der "Hausordnung" darzustellen, statt dass sie ihre eigenen Themen, wie etwa soziale Gerechtigkeit, gepusht hätten. Es war eine hochriskante Strategie, die die Agenda der FPÖ noch legitimierte und die Strache-Partei, wie wir jetzt sehen, erst recht stark machte. Blöd gelaufen. Wenn sich die Häupl-Leute jetzt auch in Wien in eine Koalition mit der ÖVP einzwängen, in eine Koalition des Bewährten, Routinierten, des Altbekannten, das die Leute schon so satt haben, wird sich an dieser Dynamik aber nichts ändern. Alle Vernunft spricht dafür, einmal etwas anderes auszuprobieren, damit ein bißchen Farbe und Leben ins Polit-Spiel kommt. Warum sollte man mit der Fekter-Partei, die selbst gerade fünf Prozent verloren hat, koalieren? Und warum sollte man nicht Rot-Grün machen in einer Stadt, in der immer noch 60 Prozent der Leute Mitte-Links-Parteien gewählt haben? Aus Feigheit? Na, die ist, wie man immer wieder aufs Neue sieht, ein äußerst schlechter Ratgeber.

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Naja, die "wachsamere Zivilgesellschaft" aufgeweckt zu glauben ist dem Wesen nach nichts anderes als erst recht wieder die eigene Verantwortung an "die anderen" zu delegieren - sozialistisch eben.
Aber in einem sind Sie sicherlich realistisch: ein paar wachen vielleicht auf. Mehr eh nicht.

wenn die SPÖ das Thema Ausländer

wie Misik behauptet einfach ausgelassen hätte, statt mit Häupls "eh alles Klasse bei uns und für die paar schwarzen Schafe tun wir jetzt Regeln einführen" dem Vorstoss ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen, dann wäre das Debakel noch deutlich höher ausgefallen. KEINER Population auf dem Planeten, nirgendwo und zu keiner Zeit, gefällt oder gefiel es, wenn es starke Zuwanderung gibt die augenscheinlich wenig beiträgt und viel aus dem Topf nimmt. Die Beschäftigungsquote ist niedrig und wenn, dann sind die Löhne unter der Minimalgrenze ab der man Steuern zahlt. Wenn man nicht so schlau ist, sich die Zuwanderer auszusuchen die einen weiterbringen, dann bekommt man die Zuwanderer, die man verdient.....

Es geht ja auch nicht darum, dass Thema auszulassen, sondern darum, dass sich die SP nur darauf Konzentriert hat!

Warum spricht niemand vom Polizeidienstrechtgesetz unter Schwarz-Blau, dass Wien 1000 Polizisten gekostet hat? Warum niemand davon, dass es die höchste Zuwanderung der Nachkriegsgeschichte unter Schwarz-Blau gab? Dass es die höchste Abgabenquote unter Schwarz-Blau gab? Stattdessen konzentrierte man sich nur aufs Ausländerthema! Das Märchen von der Partei des kleinen Mannes und der Sicherheit halten einer Überprüfung nicht stand.

Mit einem hat Misik, den ich übrigens generell nicht so toll finde, auf jeden Fall recht: Häupl ist am Ende.

das ist schon richtig was Sie sagen, aber das Problem so gehässig anzugehen, wie die FPÖ es macht, ist unter aller Sau.

ao gehässig angehen können sie es aber nur, weil die machthabenden (spö, övp) marionetten geworden?

ich frag mich bis heute: warum hat niemand im wahlkampf thematisiert, dass es scheinbar die wiener stadtregierung war, die die wiener linien verscherbelt hat, sodass wir sie jetzt zurückleasen????

war des net der häupl und co?

warum redet darüber niemand, außer der dok-film let´s make money?

ich mag die gröllenden horden wirklich nicht. ich wähl auch sicher was anderes. aber de facto herrscht in solchen regionen wie Ö nur ruhe, wenn sozialer frieden, der aber massiv durcheinander nun... sie ahnen es...

"warum redet darüber niemand, außer der dok-film let´s make money? "

Weil der Film "let's make money" ein ökonomisch betrachtet schwachbrüstiges, naives Produkt ist.

Die Wr. Linien und ihr CBL-Geschäft sehen zudem nicht alle so naiv negativ: http://bit.ly/bjbep6

Hinterfragen Sie lieber: warum erpressen Staaten eigentlich so selbstverständlich und willkürlich Steuern? Oder: Warum gibt es nur staatliches Geld?
Ohne diesen "Ingredienzien" hätten es die us-"Partner" nämlich vielleicht nicht als notwendig erachtet, die Wiener Linien zu "kaufen", um Geld vor dem Zugriff des Staates zu schützen.

Kreiskys Traum von derSpaltung des buergerlichen

Lagers ist Wirklichkeit geworden. Da darf man bezueglich der Kollateralschaeden nicht kleinlich sein.

die bürgerlichen fpö wähler muss man in wien mit der lupe suchen.

Im Gegenteil die wiener FP ist ganz wie die SP eine Sozialistische Arbeiterpartei. Nur eben eine der Geschmacksrichtung National. Die Wählerströme zeigen das deutlich.

Der "Wählerwille" des Proletenelektorats der geliebten Bundeshauptstadt ist eindeutig RotBlau.

Da brauchen Sie sich jetzt aber nicht gleich anscheissen. Der "Wählerwille" ist der amtierenden Junta eh wurscht. Und wenn man sich die Standardposterarmada anhört ist das vorrangig ein Bildungsproblem - weil jeder der blau wählt ist ein ungebildeter trottel. (nicht das das nicht stimmt - aber solange die ungebildeten trottel rot gewählt haben hat man sich das so nicht sagen getraut)

Es wird also zukünftig mehr in "Bildung" investiert werden in Wien.

Bildung

Wenn man sich Ihr Posting anschaut - nur Hass und Ausdrücke aus der untersten Lade. Auch wenn man kein FPÖ-Anhänger ist sollte man sich davor hüten 27% der Wiener Wähler pauschal als ungebildete Trottel abzuqualifizieren nur weil sie nicht die Partei gewählt haben, die Sie favorisieren.

da ich keine partei favorisiere und aus prinzip nicht wählen gehe ist mir eigentlich egal wer welche partei wählt.

aber wenn sie sich das wahlergebnis genauer anschauen, werden sie feststellen das in den typischen unterschichtbezirken mit hohem ausländeranteil die fpö bei den "wählern ohne migrationshintergrund" bereits die absolute mehrheit hat.

Ich bevorzuge auch keine Partei

Da jede Fraktion in ihrem Wahlprogramm Punkte aufweist denen ich zustimme und natürlich auch welche die absolut inakzeptabel sind.
Mir geht es lediglich um die Umsetzung von Wahlentscheidungen nicht nach einem Punkte- und Rechensystem sonder alleine nach den gewonnenen Stimmen.
Für mich ist auch das Geld für Wahlwerbung rausgeschmissen, heute kann sich jeder das gesamte Parteiprogramm jeder Partei im Internet anschauen und auf Grund dessen seine Wahlentscheidung treffen. Wichtig ist nicht die Partei sondern ihr Programm. Aber bei den vielen Analphabeten und Leseunfähigen Wählern wird sich das wohl auch in Zukunft nicht ändern. Nach der Wahl wird ohnehin nie das gemacht was vor der Wahl versprochen wurde.

sehr richtig, aber: warum gehen Sie dann noch wählen?

Wahlrecht

Noch vor 100 Jahren war es Frauen nicht möglich zu wählen und daher schenke ich meine Stimme nicht her zu Gunsten eins "Quicktipos" wie beim Lotto.
Wenn man die Parteiprogramme aufmerksam studiert findet man bei jeder Wahl eine Partei.
Was dann letztendlich de facto rauskommt kann man sich aber auch anhand der Wahlpropaganda und der Meldungen in den Medien ausrechnen.
Wien bekommt rot-schwarz weil man kennt sich ja und die Grünen sind einfach zu instabil und schwach und würden die SPÖ links überholen wollen.
Strache wusste ja auch schon im Vorfeld dass er vom Stimmenzuwachs her Wahlgewinner sein wird aber von einer Mitregierung wurde er ja schon im Vorfeld als inakzeptapel ausgeschlossen.

Absolut richtig!

Wirklich ungebildete Trottel outen sich hier selbst.

die analyse ist falsch.
die meisten wiener - da bin ich mir sicher - sind nicht extrem rechts oder extrem links. wenn jetzt eine links mitte partei regiert ist das für einen rechts mitte wähler erträglich, nicht aber eine extreme linkspartei (grün). ebenso mit den rechten. einem links mitte wähler tut eine rechts mitte partei weniger weh als eine rechts extreme partei. also würde eine links/rechts mitte koalition (spö+övp) den wenigsten wählern weh und ist daher auch der wählerwille.

Grüne sind also eine extreme Linkspartei. Danke für den Lacher ;)

Aber stimmt schon, wenn alle Parteien so nach rechts rücken wie hierzulande in den letzten Jahren können einem gemäßigte Positionen schon fast extremistisch vorkommen...

Lacher

Um die Grünen für eine gemässigte Partei zu halten muss man schon mit einer sehr getrübten Auffassungsgabe gesegnet sein.
Man schaue und höre sich nur die Argumente und Statements von Vassilakou, Korun usw. an, total kontraproduktiv, unsachlich, geifernd und auf die primitivsten Emotionen abzielend. Da wird sich selbst nicht gescheut mit dem Schicksal von Kindern linkspopulistische Politik zu machen und Gesetze gegen Kinderschicksale auszuspielen. Aslyanten brauchen nur Kinder zu haben und aus Grüner Sicht und mit deren Unterstützung genügt dass, um in Österreich auf Dauer Aufenthaltsrecht zu bekommen.

Was heißt denn bitte Gesetze gegen Kinder ausspielen? Kein Zweck kann ein Gesetz rechtfertigen, dass es erlaubt Achtjährige mit dem Sturmgewehr in der Hand ins Gefängnis zu schleppen.
Mir ist lieber jemand darf "unberechtigterweise" in Österreich bleiben, als dass auch nur einem Kind ein solches potentielles Trauma zugefügt wird, aber vielleicht bin ich ja nur ein von Gutheit verblendeter Linkslinker.

Die Analyse ist...

ziemlich richtig...

klingt in der Theorie gut,

in der Praxis sind mir alle bereits in Deutschland und Österreich um vieles lieber als die FPÖ Koalition von 2000-05.

Aber vielleicht bin ich ein nicht objektiver Linker und Sie, als Mann der Mitte, können mir beschreiben, welch garstigen Dinge ich bei diversen Regierungsbeteiligungen der Grünen übersehen haben könnte?

Oder kommt es gar nicht darauf an, was Parteien tun, sondern nur, was Wähler von Ihnen halten? Mir scheint das der Schlüssel zu Ihrer Aussage zu sein.

Grün ist eine extreme Linkspartei?

Grün ist eine...

...Zerfallserscheinung.

was dachten Sie denn?

wieder mal zensur superaktiv?

grün ist erdbeerknödel.

kann durchaus LEIDER sein, dass häupl Ö was gutes täte, wenn er diese strache-deppen (das bild im ORF mit den fetten, dummen, gröhlenden gesichtern im hintergrund von strache und die frage: WAREN SO, SIND DAS die nazis von heute? geht mir leider nicht aus dem kopf...) in eine vernichtende mini-koalition ließe.

rot-grün wär mir allerdings lieber.

kommt noch ein bißchen mehr krise als jetzt, viel spaß in Ö.

keine Angst, es kommt noch viel mehr Krise als jetzt.

na gut.

mir ist schon klar, dass unser robsch die gruenen sehr lieb hat. aber mit keinem sterbenswoertchen das debakel der gestrigen gruenwahl zu thematisieren ist schon stark.

rechts ?

Es ist schwer zu glauben, dass in Wien 27% der Leute ihren Nachbarn, dem Ausländer, am liebsten den Schädel einschlagen würden; glaub ich nicht.
Es ist halt so, dass ein Drittel der Gesellschaft mittlerweile zu den Verlieren zählt. Die, welche noch was haben, werden von den Schwarzen bedient, wie werden eh schon immer weniger. Die, welche in der Gemeinde oder sonstigen geschützten Werkstätten sind, wählen ihre Standesvertretung. Und die anderen....Die Grünen sind zutiefst bürgerlich, die können mit einem Arbeiter nicht reden. Ich versuch mir immer vorzustellen, dass die Glawischnig mit einem Arbeiter diskutiert, da taucht keine Vorstellung in mir auf. Die schützen ihre grünen Vorgärten und haben keine Ahnung, wie es außerhalb ihres Milieus

Es ist auch schwer zu glauben,

dass jene Wechselwähler von ÖVP und SPÖ, die nun zu den 27% gehören, anderen unbedingt den Schädel einschlagen wollen.

Schade ist eigentlich bei der Sache, dass viele FPÖ-Wähler SPÖ- oder ÖVP-sozialisiert wurden und auf die FPÖ hereinfallen.

Schade auch, dass kaum von SPÖ und ÖVP berichtet wird, dass zu Politikmachen auch Ausschussarbeit gehört. Und dort sind die FPÖ-Mandatare ja glanzlos!
Also über das FPÖ-Versagen dort berichten und zugleich politische Staatsbürgerkunde mitliefern.

Letzteres ist sowieso ein Stiefkind der politischen Erziehung in Österreich.

Und jetzt hat man wieder mal die Malaise!

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Großteil der 27% willens und in der Lage sind, ihren (ausländischen) Nachbarn den Schädel einzuschlagen. Das hat's doch alles schon gegeben.

...

Nichts für ungut, aber aus Ihrem Post zeigt sich, dass Sie nie mit Grünen geredet haben, und vermutlich auch nicht mit vielen Arbeitern, sondern nur Ihre überkommenen Vorurteile von bildungsfeindlichen Arbeitern und herablassenden Bürgerlichen auf andere projizieren.

Den größten Gefallen den Häupl Strache machen kann ist

den Ratschlägen von Misik zu folgen.

Wen Misik lobt, der hat schon 5 % bei der nächsten Wahl verloren.

Bei der Beurteilung der SPÖ und insbesondere der Häupls, hat Misik es ziemlich gut auf den punkt gebracht.

Liebe SPÖ! Liebe Grüne!

Tut GENAU das was Misik sagt!
Ignoriert weiter die Sorgen und Aengste der normalen Österreicher. Klopft Euch weiter auf die Schultern, weil Ihr Euch moralisch im Recht, und "den Depperten" meilenweit überlegen fühlt. Argumentiert genauso wie Misik, wenn Ihr Euch dem Wahlvolk präsentiert: arrogant, elitär, ohne Selbstzweifel.
Machts eine Koalition und überlasst die Opposition gänzlich der FPÖ, wie Ihr es auch auf Bundesebene und in so vielen Bundesländer macht.

Und bei der nächsten Wahl ist dann das Wahlziel wieder 50%! Diesmal jedoch gemeinsam, und wenn Ihr es knapp schafft, vergesst nicht die Arme hochzureissen und von einem "beeindruckenden Ergebnis" zu sprechen.
Ich kann mir keine bessere Taktik wuenschen!
Gezeichnet
HC Strache

Wie wäre es...

eine Partei zu gründen, die dermaßen unschlagbare Konzepte und Pläne aufbaut, so dass die restlichen knapp 50% Wahlberechtigten, die nicht wählen waren, bei der nächsten Wahl sofort ihre Stimme abgeben. Von den vermeintlichen "Protestwählern", die dann wirklich eine vernünftige Alternative hätten ganz zu schweigen.
Also... wo sind die Ausnahmepolitiker?

Protestwähler wollen aber keine vernünftige Alternative!

Wow das ist aber ein Bomben-Idee, die sollten sie vielleicht verkaufen.

"wo sind die Ausnahmepolitiker"

ich fürchte, im positiven nennt man das paradoxon.

was nutzt ein ausnahmepolitiker, wenn er mit den üblichen dodeln zusammenarbeiten muss.

meiner meinung nach ist die sache gelaufen

diese wahl hat mehr als jeder andere zuvor gezeigt dass politik im sinne eines widerstreits von konzepten zur lösung von sachfragen längst ausgedient hat.

heute ist nur mehr das bauchgefühl interessant, die grundstimmung, diese dumpfe ahnung die einen überfällt wenn man auf der strasse einen türken sieht.

was da passiert ist längst völlig unabhängig davon was irgendein bürgermeister von egal welcher partei macht. ich kann mir mittlerweise vorstellen dass strache mit absoluter mehrheit bürgermeister wird - und dass er bei der darauffolgenden wahl abgewählt wird wenn sich einer findet der noch härter gegen die ausländer hetzt.

dieses land, diese zivilisation, gehen den bach runter.

na bei spö stimmt das nicht - jegliches raunzen über missstände hat die bis jetzt allmächtige spö zu tragen.

Lamentieren hilft nix. Bauchgefühl war immer wichtig!

Das Bauchgefühl war immer ausschlag-gebend fuer Wahlen in Demokratien. Die Kunst der Politik ist es, rationale Sachentscheidungen in dieses "Bauchgefühl" zu übersetzen. Das ist weder neu, noch ein besorgniserregender Trend.

Ich frage Sie: Die Auslaenderproblematik.... was genau ist hier die rationale Antwort der SPOE und Grünen?

Sehen Sie das Problem? Der Strache hat eine Antwort darauf und versteht diese blendend in ein Bauchgefühl umzusetzen, ob Ihnen das gefaellt oder nicht. Die SPOE und noch mehr die Grünen haben nichts weiters zu bieten als "Ist nicht so schlimm." und "Mulitkulti ist geil".

Die Waehler sind nicht dümmer als zuvor. Die Politiker der etablierten Parteien sind untalentiert und visionslos. Das ist das Problem.

Dem ersten Absatz stimme ich vollkommen zu, aber dass die Grünen keine rationalen Antworten hätten und Strache schon, ist ja wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Sie missverstehen mich.

Die FPOE hat eine echte Antwort auf das Gefuehl vieler Oesterreicher, dass es zuviele Auslaender in ihrer Umgebung gibt, die sich nicht integrieren wollen. Die rationale Antwort ist "Lassen wir keine mehr rein. Haun wir diejenigen die da sind wieder raus."

Rational ist das im Sinne von "Ursache -> Wirkung". Wir beide werden uns nicht streiten muessen, dass es eine falsche Antwort ist.

Wenn die Gruenen und die SPOE auch dieser Meinung ist, dann reicht es nicht die Nase zu ruempfen und den Strache auszugrenzen, sondern da muessen alternative Antworten gefunden werden.

Diese Antworten jedoch gibt es nicht. Gerade die Gruenen verharmlosen das Problem und verweigern jede Art von rationaler Antwort darauf.

Wie wollen sie denn eine rationale Antwort auf eine

.. irrationale Angst geben ? Sie schreiben ja selbst viele Österreicher hätten das Gefühl es gäbe zuviel Ausländer in ihrer Umgebung die sich nicht integrieren wollen. Wie merken sie denn, das sich diese Ausländer nicht integrieren wollen? Weil sie unfreundlich sind? Weil sie anderes reden? Weil sie Kopftuch tragen? Weil sie einen anderen Glauben haben? Das sind doch alles keine Kriterien, die eine mangelnde Integrationsbereitschaft aufzeigen. Nur weil sich viele irgendwas einbilden muß es noch lange nicht wahr sein.

Das Problem sehe ich eher bei den Österreichern. Die A) keine Ahnung davon haben was Integration wirklich bedeutet und B) immer noch unter starken Vorurteilen leiden.

Irrationale Angst?

Blind, Scheuklappen, Spezialfilter, Wolkenkuckucksheim oder was?
Und alles was das gewünschte Weltbild stören könnte gibt es einfach nicht.
Selig sind die armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

Dann zeigen sie mir doch glaubhafte Argumente

.. auf, die mich davon überzeugen, daß es in Ö unter den Ausländern eine mangelhafte Integrationsbereitschaft gibt. In Deutschland war gerade im Spiegel zu lesen, daß sich das ganze Problem im einstelligen Prozentbereich bewegt.

Ich höre immer wieder das sich die Leute nicht integrieren wollen aber jeder bringt Argumente die nichts mit Integration an sich zu tun haben und in diesem Sinne eigentlich auch für Österreicher gelten.

Integration

Integration würde Anpassung bzw. Unterordnung an die Gesetze und Gebräuche und Kultur des Gastgeberlandes bedeuten und das wollen und können eben nur Menschen mit sehr ähnlicher Lebeneinstellung und Kulturauffssung. Da wir aber Zuwanderung aus völlig divergenten Glaubens- Kulturkreisen akzeptieren ist eine Integration nicht möglich, vielmehr versuchen die Zuwanderer aus diesen Kulturkreise ihre eigene Lebenanschauung bei uns zu integrieren.

Wenn sie meinen die Migranten hätten sich unserer .

... Kultur unterzuordnen dann erklären sie uns doch einmal ganz genau um welche Kultur es sich dabei handeln sollte. Um eine evangelische ? Ein katholische? Eine sozialistische ? Eine bürgerliche ? Ein Punk, Homo, Lesben, Swinger Kultur? Unsere eigene Kultur ist derart vielschichtig das man nicht einmal in der Lage ist eine Leitkultur zu definieren. An Gesetze müssen sich alle halten völlig unabhängig davon ob sie Staatsbürger sind oder nicht und hat daher in der Integrationsdebatte auch nichts zu suchen.

Wenn ich ins Ausland gehen dann nehme ich auch meine Lebensanschauung mit. Ob es den Anderen passt oder nicht ist mir ziemlich egal, solange ich mich an die Landesgesetze halte, hat mir keiner vorzuschreiben wie ich zu leben habe.

Richtig

Solange ich mich an die Gesetze halte.
Wenn Sie privat Besuch bekommen, dieser Ihre Wohnung dann einfach nicht mehr verlassen will, sie ständig kritisiert und von Ihnen nur noch mehr fordert und sie nicht mehr Herr in Ihren eigenen vier Wänden sind, das gefällt Ihnen dann wohl auch.

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