FPÖ verdoppelt sich, rote Absolute weg, Grüne und VP verlieren

11. Oktober 2010, 10:50
  • Der Wahlgewinner heißt Heinz-Christian Strache, auch wenn die SPÖ weiterhin Erste ist.
 
    foto: standard/cremer

    Der Wahlgewinner heißt Heinz-Christian Strache, auch wenn die SPÖ weiterhin Erste ist.

     

  • Reaktionen zum vorläufigen Endergebnis

  • Die Absolute der SPÖ in Wien dürfte Geschichte sein.

    Die Absolute der SPÖ in Wien dürfte Geschichte sein.

Vorläufiges Endergebnis: SPÖ: 44,3 Prozent, FPÖ: 27,0, ÖVP: 13,3, Grüne: 12,2, BZÖ: 1,4, KPÖ: 1,2 - FP könnte durch Wahlkarten noch zwei Mandate verlieren

Wien hat gewählt. Das vorläufige Endergebnis ohne Briefwahlstimmen liegt vor, und für alle außer FPÖ bringt es Verluste. Die SPÖ verliert ihre Absolute. Die FPÖ fährt einen Erdrutschsieg ein. Die ÖVP verliert, die Grünen landen auf dem vierten Platz.

Im Laufe der Auszählung sind immer wieder Mandate gewandert. Dazu kommen noch die Wahlkarten, die noch nicht ausgezählt sind und Veränderungen bringen dürften - die Absolute wird die SPÖ aber auch dadurch nicht zurückholen können.

Die Wahlkartenprognose von SORA sieht wie folgt aus: Die FPÖ verliert mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens ein Mandat; dieses Mandat wandert zu den Grünen. Die FPÖ könnte auch ein zweites Mandat verlieren, das dann entweder an die SPÖ oder an die ÖVP geht.

Vorläufiges Endergebnis

SPÖ: 44,3 Prozent

FPÖ: 27,0 Prozent

ÖVP: 13,3 Prozent

Grüne: 12,2 Prozent

BZÖ: 1,4 Prozent

KPÖ: 1,1 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 57 Prozent, wird sich aber durch die Wahlkarten noch steigern.

Für den Mandatsstand ohne Wahlkarten bedeutet das:

SPÖ: 49 Mandate (-6)

ÖVP: 13 Mandate (-5)

Grüne: 10 Mandate (-4)

FPÖ: 28 Mandate (+15)

Endgültige Gewissheit über den Ausgang der Wahl wird es diesmal später als gewohnt geben. Es wurden über 162.000 Wahlkarten beantragt, das entspricht 12,93 Prozent der Wahlberechtigten und stellt einen neuen Rekord dar. Die Briefwahlkarten werden in einer ersten Tranche am Dienstag ausgezählt, die letzten Stimmen dann am 18. Oktober

Ergebnisse 2005:

Bei der Wien-Wahl im Jahr 2005 erreichte die SPÖ 49,09 Prozent der Stimmen, was 55 von 100 Mandaten bedeutete. Die ÖVP kam auf 18,77 Prozent oder 18 Mandate. Die Grünen schafften mit 14,63 Prozent 14 Mandate. Die FPÖ konnte 14,83 Prozent der Wählerschaft auf sich vereinigen und damit 13 Mandate - aus wahlarithmetischen Gründen weniger als die Grünen - erreichen. (az, derStandard.at, 10.10.2010)

Die Wienwahl auf derStandard.at

derStandard.at hat Sie, liebe Userinnen und User, durch den Wahlabend begleitet. Sie finden bei uns alle Landes- und Bezirksergebnisse, eine Wählerstromgrafik und sämtliche Hintergründe, Reaktionen und Interviews. Unsere RedakteurInnen waren am Wahlsonntag ab 16 Uhr im Rathaus und den Parteizentralen vor Ort, um über den Wahlabend zu berichten und Reaktionen einzuholen.

Lisa Aigner live von der SPÖ

Lukas Kapeller live von der ÖVP

Marie-Theres Egyed live von der FPÖ

Rosa Winkler-Hermaden live von den Grünen

Im Detail:

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wenn fast 30 prozent rechtsextremismus weisheit sein sollen, dann ist den wienern nicht mehr zu helfen.

wien mausert sich zur hauptstadt kaerntens, wie es scheint.

Wer jede Proteststimme als Votum für den NS wertet, hat diese Wien-Wahl nicht verstanden.

Strache hat die Protestwähler mobilisiert, die gegen eine allmächtige SPÖ stimmen wollten.
Er hat sich geschickt als der einzig wahre Herausforderer Häupls in Szene gesetzt.

Genau deshalb haben ÖVP und Grüne ja verloren. Man hat ihnen nicht zugetraut, Häupl herauszufordern zu können.

wer strache waehlt, hat keine ausrede. protest geht auch ohne n.a. - na die 4-buchstaben-freunde halt.

übertreib' nicht.

es sind die üblichen 15%
nur schauen sie bei geringer wahlbeteiligung gleich mehr aus.

da bin ich eher traditionell: nicht hingehen bedeutet zustimmung zum offenen ergebnis. ich find's nicht legitim, nichtwaehlerInnen einzurechnen.

ich stimme dir zu,

sobald am wahlzettel ein "keiner der parteien" legitim angekreuzt werden kann.

wenn man das niveau soweit runter drückt, dass alle unwählbar werden, dann ist das sehr undemokratisch, wenn man dem wähler die freie meinung nimmt.

und wie waer's mit selbstbeteiligung? wenn's das produkt, das du brauchst, noch nicht gibt, kannst du a) warten, bis jemand anders es erfindet oder b) selber machen.

ganz einfach:

wenn man derartige ideen lang und breit öffentlich diskutiert, gibt's ein gesetz, welches dir diese partei unmöglich macht, bevor du diese anmelden kannst...

keine angst,

die idee mit der partei der nichtwähler existiert bereits,
und es gibt genügend leute, die das verwirklichen wollen.

man sollte das ganze nur nicht huschpfusch aufstellen, weil dann die idee entweder missbraucht oder torpediert wird.

und geld braucht man auch dafür. - aber wenn du für eine parteispende oder an einer mitarbeit interessiert bist... ;)

PS: ich persönlich arbeite allerdings nicht daran. ;)

Wenn Sie...

...nicht in der Lage sind, berechtige Kritik an einer menschenverachtenden Ideologie (Islam!) von Rechtsextremismus zu unterscheiden, dann ist eher IHNEN nicht mehr zu helfen!

Ja der Wähler hat gesprochen "hug"

jetzt wird anal ysiert,spe(c)k uliert und kur iert.
Dick und Doof werdens mit einem kleinen Gesetzesbruch wieder richten.Morgen sieht die Welt wieder Rot Schwarz auch wenn der Himmel noch so Blau ist.

der nichtwähler hat gesprochen.

ich muss schon sagen, ich bin ein bissi schockiert.

aber na gut. imho sollte sich die SPÖ zurück halten und den blauen das feld überlassen. wenn dann wie ein völliges trümmerfeld ist, und man grinsend mit "wir habens ja gesagt" die sicherheit und infrastruktur wieder hergestellt werden muss kann mans ja wieder übernehmen.

spätestens dann sollte das wahlvolk die schnauze voll haben.

achso nein, die kärntner sind ja total im *piep* und wählen BZÖ/FPÖ immer noch weil sie glauben, es sei eh alles bestens. vielleicht doch kein so guter plan..

Du hast scheinbar noch nicht ganz verstanden, dass nicht die Politiker die Sicherheit und die Infrastruktur garantieren, sondern die Beamten.

Ob da der Michi oder der Heinzi oben sitzt, hat zumindest auf die Infrastruktur zuerst einmal wenig bis gar keinen Einfluss. Bis zur nächsten Wahl wird davon jedenfalls wenig zu bemerken sein.

Bei der Sicherheit dürfte ein Wechsel hingegen schon kurzfristig zu sichtbaren Verbesserungen führen.

Dieser "Versuch" kommt der Bevölkerung aber ganz schön teuer!

Außerdem veräppelt man dann den letzten Rest der Wählerschaft. Man wird nicht von über 40% gewählt um beleidigt in die Opposition zu gehen.

.

Das eigentlich erschütternde an dieser Wahl ist, dass noch immer 44% in Wien SPÖ wählen!

Wenn Sie das erschütternder finden als die 27 % für Strache, finde ich das furchtbar erschütternd.

Und was genau hat die spö in einer der lebenswertesten Städte der Welt genau sooo falsch gemacht?

Bin kein roter, aber diese keule auszuholen ist einfach nur dumm.

Also, bitte konkretisieren, danke.

.

Da könnte ich ihnen über 100 Dinge aufzählen:

Ich greife 2 heraus:

Es stinkt mir gewaltig mit meinem weit über EU-schnitt liegenden Strompreis die Millionengehälter der beiden Wiener Großvereine mitzufinanzieren.

Um Millionen Steuergelder werden die großen Tageszeitungen finanziert und zu nicht objektiver Berichterstattung verführt.

NUR 2

mathematikstunde:

44% bei 57% wahlbeteiligung sind:

a) wieviel prozent der wahlberechtigten wiener?
b) wie viel prozent der wiener?

Alles wie erwartet.

Rot- Grün!!

recht so!

Ich schenke Ihnen ein "s".

ich glaube, der braucht 2.

Um Gottes Willen!

Ich bin schockiert. 27 Prozent für die FPÖ und Strache. Gibt's einen Empfang am Heldenplatz?

im -anschluss-, ja.

Der Führer wird heute mittag zu uns sprechen...

Da die Hofburg ohnehin ein beliebter Veranstaltungsort der Rechtsextremen Österreichs ist, wäre der Heldenplatz als Jubel-Ort fast schon allzu abgenutzt.

die wiener fangen an nachzudenken

was der bundesheer... (samt anbiederung an die krone) und vor monaten der volksbefraggungsschmäh wirklich bringen sollte, nämlich nix ausser geldverschwendung

wenn 30% rechtsextremismus das ergebnis dieses nachdenkprozesses sind, dann sollten die wienerInnen das denken lieber den bundeslaendern ueberlassen.

Aber bitte nicht Kärnten!

kaernten ist oesterreich?

ich dachte, nach der pack beginnt das mittelmeer.

die wiener fangen an nachzudenken?????

deswegen haben sie rot/blau gewählt???
oh mein gott...

Wo Polemik herrscht, schweigt die Vernunft.

Auch für Wien gilt, dass man jene Führung bekommt, die man verdient.

Häupl sollte mit Strache zusammen in Wien regieren,
dann ist wenigstens der Rest von Österreich vor denen sicher.

inklusive cordon sanitaire rund um wien

Hier zeigt sich wie viel Alltagsfaschisten rumlaufen.

Bildungs-Zensus jetzt!

Man muß die Österreicher endlich bilden!

Und ihnen beibringen, daß die Einhaltung der Bundesverfassung im Belieben der aktuellen Regierungsparteien steht. Und daß andere Parteien nicht gewählt werden dürfen. Richtig?

streiche: "nicht gewählt werden dürfen".

füge ein: "mit nur bißchen denken offensichtlich unwählbar sind".
sonst richtig.

Sie haben recht

Aber nur mit Ihrer Posting-Überschrift. Den Rest müssten Sie bitte ins Gegenteil verkehren.

Die Lehre aus dem Wahlergebnis

müßte m. E. sein, daß man viel mehr gegen Ausländerfeindlichkeit und für bessere Integration tun muß. Außerdem sollte man es am Wahltag regnen lassen.

Das schlimmste steht den Wienern und Wienerinnen noch bevor.

Sie bekommen einen neuen Bürgermeister: den unsäglichen Hundstorfer.

Das Votum der Wiener Wahlberechtigten darf nicht ignoriert werden:

Deshalb muss Brauner Bürgermeister werden! Nur so kann die SPÖ die FPÖ-Wähler versöhnen.

wenn ein brauner bürgermeister macht

ist die ganze polemische wirtshaus-gschicht aufgedeckt und die ergebnisse gehen in den keller.

das ziel straches ist zu 100% erreicht:
er hat dazugewonnen (nach der letzten schlappe und dieser propaganda: no na)
und kann dies wahlkampftechnisch auskosten.

eine regierung in wien war nie angestrebt. - wohl eher genau das, was jetzt passiert: strache kann wettern, dass er wieder übergangen wurde und der arme verstoßene von den "hochgstochenen" ist.

damit kann er auf sein endziel arbeiten. - den kanzler.

das system hat er vom mascherl und von seinem lektor abgeschaut:
warten bis man die macht hat,
und sobald man sie hat, diese mittels gesetz und postenbesetzung absichern.

der rest wird geschwärzt.

Ich muss sagen habe früher immer SPÖ gewählt nur seit der extreme Hang dieser Partei zur Zuwanderung da ist wähle ich die logische Alternative.
Wenn ich seit 15 Jahren in einer Stadt für eine Stadtwohnung angemeldet bin und nie eine bekomme jedoch sehe wie Türken in solchen wohnen nur weil sie mit 5 Kindern daherkommen kommt mir echt das kotzen.
Dann noch haufenweise Zuschüsse kassieren und in Lidl einkaufen gehen aber nebenbei immer die teuersten und neuesten Autos fahren. Ist klar dass man sich sowas leisten kann wenn der Mann neben seinem Kebapstand nebenbei noch pfuschen geht.
Traurig wenn manche Familien mehr durch Zuschüsse kassieren als manch einer monatlich mit einer 50h woche einnimmt. Tolles österreich

Ein wesentlicher Teil der Österreicher war

ist und bleibt ein spießiger primitiver Kleinbürger. Schuld am eigenen Schicksal haben immer die anderen, vor allem jene die zu Minderheiten in der Gesellschaft gehören.
Und bloss net das Gehirn einschalten, dann würd man vllt.noch bemerken das man selber von Ausländern abstammt.

Aber Ihr Deutschen fühlts euch ganz schön wohl bei uns.

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