Arabische Liga setzt USA eine Frist

10. Oktober 2010, 18:12

Ein Monat Zeit, um Israel zu Baustopp zu bringen

Sirte / Tel Aviv - Die Arabische Liga hat den USA einen Monat Zeit gegeben, um Israel zu einer Verlängerung des Baustopps für Siedlungen im Westjordanland zu bewegen und damit einen Zusammenbruch der Friedensverhandlungen mit den Palästinensern zu verhindern. Das erklärten die Außenminister der Arabischen Liga am Freitag bei einem Treffen im libyschen Sirte. Sie folgten damit einem Vorschlag von Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Die Palästinenser wollen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn Israel das nach zehn Monaten ausgelaufene Moratorium nicht verlängert. Israel hat dies abgelehnt.

Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat gab Israel die Schuld an dem Stillstand. "Die israelische Regierung hatte die Wahl zwischen Frieden und Siedlungen" , erklärte sie. "Sie hat sich für die Siedlungen entschieden." Auch die Außenminister der 22 Mitglieder zählenden Arabischen Liga wiesen Israel die Schuld für die Krise zu. Sie warnten vor gefährlichen Konsequenzen, sollte der Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten und Ostjerusalem andauern. Diese Gebiete werden von den Palästinensern für einen künftigen eigenen Staat beansprucht.

Delegierte des Treffens in Sirte erklärten, Thema der Gespräche sei auch gewesen, dass eine endgültige Entscheidung erst nach der US-Kongresswahl im November fallen sollte, um Druck von US-Präsident Barack Obama zu nehmen. Die USA erklärten sich zufrieden.

Gesetz zu Treueschwur

Neue Staatsbürger Israels sollen künftig einen Treueschwur auf den jüdischen Staat ableisten. Die israelische Regierung stimmte am Sonntag mit großer Mehrheit für eine entsprechende Vorlage. 22 Minister stimmten für und acht gegen das umstrittene Vorhaben. Kritiker hatten den Vorstoß als rassistisch verurteilt. Insbesondere israelische Araber empfinden ihn als diskriminierend, weil er auch Nicht-Juden einen Treueschwur gegenüber einem jüdischen Staat abverlangt. (dapd/DER STANDARD, Printausgabe, 11.10.2010)

 

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Fritz Wunderlich
00
20.10.2010, 20:08

ein monat frist, bis die liga israel anerkennt und den boycott beendet
sonst ..

el magnifico
37
11.10.2010, 13:38
vielleicht

wäre es wirkungsvoller wenn die opec der usa ein ultimatum setzt

Fritz Wunderlich
00
20.10.2010, 20:10

die opec?? die boycottiert zwar israel, aber zu mehr reicht es bei den hier assozierten nicht mehr

venere nera
32
11.10.2010, 19:25

hamma alles schon gehabt. man sieht, dass sich die israel-basher mit geschichte nun tatsächlich nicht auskennen...;-)

Hansi Huber
16
11.10.2010, 14:04
Natürlich

aber das löst dann eine Welle von Demokratisierungen und Befreiungen aus.

ScroogeMcDuck
33
11.10.2010, 12:28

Kritik an Israel ist angebracht keine Frage. An dessen Nachbarn jedoch auch. Unverständlich sind jedoch die scheinbar aus dieser David-Goliath-Konstellation rührenden Rufe Israel doch endlich mal eins auszuwischen bzw. ihm dessen Schranken aufzuzeigen. Es dürften sich die wenigsten die Frage stellen: Was dann? Israel ist das mit Abstand fortschrittlichste Land der Region. Was wäre, wenn den Arabern dieselben Möglichkeiten zur Verfügung ständen wie den Israelis? Da gäbe es letztere nicht mehr. Umgekehrt ist dies anders. Im Übrigen, es haben vielleicht auch die arabischen Stammesfürsten kein Interesse an einer Befriedung, weil dann fehlt das einheitliche äußere Feindbild, und wies dann zugehen kann sieht man ja im Irak.

Jonathan Goutkin
15
11.10.2010, 11:48
Die Arabische Liga sollte viel mehr Ägypten zwingen

seine Grenz zu Gaza ständig geöffnet zu halten und den Palästinensern sollte die Arabische Liga ermöglichen, ihre ballistisch unbeherrschbaren Selbstbauraketen - ausschließlich für den Verteidigungsfall - gegen moderne Kurzstreckenlenkraketen auszutauschen.

Julian Casablancas
127
11.10.2010, 11:23

unglaublich wieviele antisemiten sich hier im forum tummeln.

nur fakt ist, israel ist die einzige demokratie in einer region der diktaturen. und fakt ist auch, die 1,5 mio arabischstämmigen israelis haben mehr rechte als alle anderen bevölkerungen im nahen osten zusammen.
aber antisemiten (ob das nun politischen hintergrund hat oder kulturellen) sind voller hass und können die wahrheit nicht akzeptieren!

venere nera
23
11.10.2010, 19:27

so is es. und holzköpfe sind es noch dazu! selbst das offensichtlichste verneinen sie, wenn es nicht in ihr weltbild passt! ;-)

aber kopf hoch, die welt halt schon sehr viel dummheit ausgehalten!

tom krishan1
 
49
11.10.2010, 12:29

unglaublich wie il kritik immer mit antisemitismus verwechselt wird.

übrigens: wie sollen eigentlich anti-semiten bezeichnet werden, die gegen semiten arabischer herkunft sind? ..

:)

Dani B.
12
11.10.2010, 21:28

"ich bin ka antisemit, i hob jo eh nix gegen araba."

antisemitismus = rassismus. dein scherzchen ist deshalb (selbst-)entlarvend. die grünbewertungen übrigens auch.

tom krishan1
 
10
12.10.2010, 23:09

lieber herr od. liebe frau dani b.

ich verstehe durchaus die problematik und bin keineswegs befürworter jeglicher form von rassismus, faschismus oder sonst einer ausgrenzung, aber eben genau die differenzierung sowie die einseitige wortverwendung sollte doch auch mal sachlich betrachtet bleiben können.
einer verallgemeinerung und stagmatisierung des begriffs - obgleich die geschichtliche verwendung nicht zu verkennen ist und jäh mit schlimmen handlungen der vergangenheit verbunden ist - sollten sich die menschen lieber ihrer gemeinsamkeiten erinnern und gemeinsam nach vorne sehen anstatt ständig `ewig gestriges´ vorzu leben und so tun als gäbe es nunmal gleicheres als gleiches.

Fritz Wunderlich
00
20.10.2010, 20:17

ein von nsrevanchisten übernommenes argument, um sich zu schützen
a bisserl feige sind sie schon, die modernisierten antisemiten

Stoascheissa Korl
311
11.10.2010, 12:24

Verwechseln Sie nicht antisemitisch mit antiisraelisch.
Was der israelische Staat mit US-Unterstützung da abzieht, ist eines so gebildeten Volkes unwürdig. Mensch sollte meinen, dass die eigenen Erfahrungen mit Unterdrückung dazu beitragen würden, selbst eine gemeinschaftlichere Lösung zu finden. Das Gegenteil ist der Fall. Und einstweilen ist der Konflikt de facto unlösbar geworden.

venere nera
23
11.10.2010, 19:30

dass ihr in eurem "antisraelismus" aber antisemitische denkmuster und vorurteile verwendet und in der internationalen propagandaschlacht um den nahenosten eben dauernd antisemtischen, antijüdischen vorurteilen und diffamierungen auflüft bemerkt ihr gar nicht! aber gerade darum geht es. überleg mal. und eben dann ist der antisemistismus-vorwurf eben auch wieder gerechtfertigt...

Stoascheissa Korl
22
11.10.2010, 23:30

Ich glaube wirklich, dass ich kein Antisemit bin. Meine Frau hat deinen Standpunkt und ich hatte ihn auch mal, aber mehr aus Scham wegen der historischen Schande. Immerhin habe ich ja auch die jüdische Gelehrsamkeit erwähnt und daraus eine moralische Verpflichtung postuliert.

Ich kann die spezielle Situation der Juden intellektuell erfassen, die, niemals zur Ruhe kommend, in der Diaspora immer in Gefahr sind, Pogrome bis hin zur Schoah zu erleben, sich eine sichere Heimat wünschen. Idealerweise im Land der Verheißung.

Aber MIT den Nachbarn, ohne Apartheid. Nach 40 Jahren massiver militärischer und wirtschaftlicher Überlegenheit sollte man Frieden anbieten, nicht Hass. Aber das wird immer unmöglicher.

Hansi Huber
11
11.10.2010, 15:56
Bitte nicht

den Holocaust als pädagogische Maßnahme sehen.

Stoascheissa Korl
11
11.10.2010, 22:58

Dann tu es nicht!

Fritz Wunderlich
00
20.10.2010, 20:19

anscheinend können sie sich selbst nicht folgen, oder nicht zu ihrer perversen sicht stehen

auschwitz war keine besserungsanstalt, auch wenn das pazifistische befriedete ns-nachfahren gerne so sehen möchten

echo aus längst vergangenen zeiten
11
20.10.2010, 21:30

Sie müssen den Ausführungen geistig folgen, nicht reflexartig überall die selben braunen Würsteln dazugeben. LESEN - NACHDENKEN - DANN POSTEN. So könnte was aus Ihnen werden.

styliann
12
11.10.2010, 11:11

irgendwie kommt es mir so vor als würden viele konflikte noch ganz gezielt zugespitzt. aber verstehen tue ich es nicht, da ja keiner was davon hat wenns da unten kracht

Türsteher
03
11.10.2010, 21:11
doch!

die Waffenindustrie macht fette Umsätze!

Hossam Hassan
53
11.10.2010, 11:06
Die arabische Liga schafft es noch nicht einmal

ihre finanziellen Zusagen an die Palästinenser einzuhalten, darum wird die Autonomiebehörde von den USA, von der EU und Israel finanziert, und da will die AL jetzt Ultimaten stellen?

Simon.R
 
18
11.10.2010, 10:40
._.

Israel entwickelt sich langsam selbst zu einem der Länder die es am meisten verabscheut. Rassistisch, Religiös und Fanatisch. Tja, Schade um den Frieden.

Mann40
167
11.10.2010, 06:24

solange ich lebe ist dort kein Frieden, es wird immer so weitergehen, die EU sollte endlich ihre finanzielle Hilfe für die Pälestinenser einstellen, es werden damit über Mittelsmänner Waffen & Raketen gekauft.

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