"Lionheart": Auf Kreuzzug mit Richard und Saladin

    9. Oktober 2010, 10:36
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    Reliquien und Frustration mit King's Crusade

    Herr Richard Plantagenet hat es geschafft, mehr als 800 Jahre nach seinem Tod Hauptfigur eines Computerspiels zu werden. Was mit seinem Beruf zusammenhängt: War er doch als englischer König Richard I. mit dem Beinamen "Löwenherz" federführend am dritten Kreuzzug beteiligt. Im am Freitag erschienenen Lionheart: Kings' Crusade (Paradox, für PC, ab 30 Euro) darf man testen, ob man das Zeug zum Kreuzritter hat - oder zum Nachfolger von Richards Gegenspieler Saladin. Was großteils lustig ist - und zeitweise frustrierend.

    Real-Time-Strategy

    Das Grundprinzip des Real-Time-Strategy-Games ist an die Total War-Serie angelehnt. Es gibt eine Übersichtskarte, auf der man entscheidet, welches Gebiet man als nächstes angreift. Diplomatie spielt eine Rolle und hat auch Auswirkung auf die Schlachten selbst, die in mehrere Kapitel aufgeteilt sind.

    Eine Besonderheit: Seine Mannen können individuell aufgerüstet werden, Christen können sogar Reliquien erobern - wer seine Untergebenen also nicht als Kanonenfutter die Stadtmauern von Akkon stürmen lässt, hat bessere Chancen.

    Krieger zu unintelligent

    Die wären aber noch besser, wenn die künstliche Intelligenz der eigenen und feindlichen Krieger etwas höher wäre und die Navigation auf dem Schlachtfeld übersichtlicher. Stürmen die eigenen Lanzenträger dem Feind hinterher, während der Rest der Truppe stehen bleibt, ist das für Erstere gar nicht gesund. Und muss man erst wie wild am Scrollrad kurbeln, um Einheiten am unteren Bildrand anklicken zu können, hebt das die Lebenserwartung von Bogenschützen auch nicht. (Michael Möseneder/ DER STANDARD Printausgabe, 9. Oktober 2010)

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    • Lionheart: Kings' Crusade
      screenshot: paradox

      Lionheart: Kings' Crusade

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