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Bewerbung: Viele Kandidaten fallen auf Anhieb durch
Foto: Uli Carthäuser / www.pixelio.de
Wien/Wiesbaden - Vermeintliche Kleinigkeiten wie Rechtschreibfehler bedeuten in Bewerbungen für einen Großteil der Personalverantwortlichen die Disqualifikation - und das in der Vorauswahl. Denn Führungskräfte nehmen sich in der Regel nur fünf bis maximal zehn Minuten Zeit, Bewerbungsunterlagen eines Kandidaten durchzusehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Personaldienstleisters Robert Half.
Top-Rechtschreibung
"Bereits zehn Sekunden reichen einem erfahrenen Personalchef aus, um ein erstes Urteil zu fällen", unterstreicht Daniel Detambel, Bewerbungsexperte und Gesellschafter der Vogel & Detambel GbR. "Wichtig ist, dass Bewerber die der Jobausschreibung entsprechenden Anforderungen erfüllen. Ist das der Fall, so kommt der Bewerber womöglich in die engere Auswahl. Erst dann werden die Details abgeklopft."
Für den "Workplace Survey 2010" wurden über 2.800 Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt. 67 Prozent der deutschen, 59 Prozent der Schweizer sowie 50 Prozent der österreichischen Personalchefs investieren pro Bewerbung nur einige wenige Minuten. Die Zeit reicht den meisten Personalern jedoch aus, um zu entscheiden, ob es sich lohnt, weiter bei dem Bewerber nachzulesen und zu recherchieren oder sofort eine Absage auszusenden.
Bewerber sollten bei der Erstellung der Unterlagen daher besondere Sorgfalt walten lassen. Zudem sollten sie die eigenen Stärken überzeugend und auf dem Punkt gebracht darstellen. Die Zahlen verdeutlichen, dass Schweizer großzügiger bei Rechtschreibfehlern sind. Dort werden im Schnitt 2,8 falsch geschriebene Wörter toleriert. Deutsche Personaler-Kollegen akzeptieren nur 1,8 Tippfehler, während die Österreicher 2,5 falsche Wörter zulassen.
Mit Social Skills punkten
Doch nicht nur orthografische Präzision ist vielen Personalchefs wichtig. Auch sollten die Bewerber darauf achten, neben fachlichen Fähigkeiten auch Social Skills herauszustreichen. Denn wie die Robert-Half-Untersuchung zeigt, achtet nahezu die Hälfte aller Finanz- sowie Personalmanager darauf, keine Solisten einzustellen. Team-Player-Skills sind gefragt. Jeder fünfte deutsche und österreichische sowie jeder zehnte Schweizer Personaler legt darauf Wert.
"Bewerber sollten sich auf keinen Fall wahllose Eigenschaften zusprechen, die sie womöglich aus Beratungslektüren haben und meinen, dass diese gut zu ihnen passen", warnt Detambel im Gespräch mit pressetext. "Keine Frage, Social Skills sind wichtig. Aber es kommt immer auf die Art des Jobs und die damit verbundenen Tätigkeiten an. Das sollten Bewerber immer im Hinterkopf behalten", rät Detambel abschließend. (pte)
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Geht es in diesem Beitrag nur um gehobene Jobs in Firmen, die Personal Recruiter befassen und mit Ausdrücken herumwerfen wie: Soft Skills, Hard Skills, oder geht es hier ganz allgemein um Bewerbungenm wie man sie zum Beispiel auch an den Tischlermeister schickt oder an den Installateur?
Falls dies hier ein IT´ler Biotop ist, bitte ich höflichst um Entschuldigung; als einfacher Kulissenschieber glaube ich kaum, dass ich hier Rat und Hilfe bei Bewerbungen finde :-)
ob das Unternehmen wirklich weiß, wen es will. Inserate, die sich wie ein Christkindbrief aus dem Blabla-Formulierer lesen und bestenfalls zu Bullshit-Bingo taugen, sind die Mehrzahl. Ich werde das Gefühl nicht los, dass, was die tatsächlichen Anforderungen betrifft, oft große Ratlosigkeit im Unternehmen herrscht. Und dann wird der hip klingende Stumpfsinn anderer Firmen abgeschrieben. Auf solch suppige Inserate präzise zu reagieren, halte ich für Glücksspiel.
ich schaffe es in 10 Sekunden. Blick auf das Geburtsdatum genügt, auf Wiedersehn, zu alt, Brieferl schreibt die Assistentin "aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen sind Sie nicht .... bla bla bla .... Kandidaten gefunden, der unser Anforderungprofil noch besser erfüllt, ... bla bla bla .... wir wünsche alles gute"
"Bereits zehn Sekunden reichen einem erfahrenen Personalchef aus, um ein erstes Urteil zu fällen"
Nonsense. It's enough time to look at a suit, a tie, and whether the shoelaces are tied. Often, talented persons do not present themselves properly in person or in a resume.
Aha, also im Klartext: Zuerst wird anhand des Lebenslaufs noch in halbwegs nachvollziehbarer Art entschieden, wen man zum Gespräch bittet.
Danach herrscht die reine Willkür, es kommt nur drauf an, ob man dem Personaltypen zufällig sympathisch ist und ob man gut aussieht.
nach *irgend welchen* kriterien muss ja eine entscheidung statt finden. und wenn die hard facts bei 2 in betracht kommenden bewerbern in etwa gleich sind... dann zählt wie immer im leben nur noch die sympathie. egal, für wie "objektiv" sich der entscheidungsfinder subjektiv selbst halten mag.
Wenn man bedenkt, wieviele Muss-Anforderungen (gerade in der IT) in den Ausschreibungen stehen, dann wunderts mich nicht, dass manche Jobs ewig ausgeschrieben sind. Viele suchen halt jemanden, der alle Anforderungen und Tools des Mitarbeiters erfüllt, der gerade entnervt nach 5 Jahren Unternehmenszugehörigkeit gekündigt hat..... nur viel jünger (und damit billiger) sollt er halt sein.
Wenn alles nix nutzt, dann wird per Zeitungsartikeln einfach wieder mit den Händen gerungen und nach Öffnung des Arbeitsmarkts gerufen!
Wenn allerdings Jobausschreibungen genauso der Wahrheit entsprechen müssten wie Bewerbungen dann müssten 90% der Inserate von Weltmarktführer-Im-14. Nieschenbereich-Unternehmen umgeschrieben werden.
Das kommt auf die Stelle an
Es gibt natürlich stellen für Hoch-Qalifizierte leute,die schwer zufinden sind.( Leute mit bestimmte Qualifikationen,Kentnisse, Leute mit bestimmte IT-Zertifizierungen)
aber
wenn eine Mittelständige Firma monatelang
einen C++ , Java, SQL Entwickler sucht, die von jedem HTL-Absolvent erledigen kann, dann das ist eine werbeanzeige.
Da kam doch tatsächlich ein Schreiben zurück, das nicht das übliche "Wir halten sie in Evidenz" enthielt ... nicht nur.
Sondern auch ein "Momentan haben wir für jemanden ihrer Kompetenz keinen Bedarf in der Personalabteilung." !!!!!
Bei anderen nachgefragt (in der Personalabteilung) und diese Aussage bestätigt bekommen.
Dann war mir klar, warum die seit fast einem Jahr dringend jemanden suchen - die Bewerbungen bezieht das Personalbüro nur auf sich selbst!
Direkt bei den entsprechenden Abteilungen beworben (Freitag Nachmittag weggeschickt) und am Montag Mittag kam der 1. Anruf "Wann können sie anfangen?"
Soviel zur "Kompetenz" der Personalbüros.
der von der ausgeschriebenen stelle eine ahnung hatte. soviel zu deren kompetenzen. und in etwa 90% der fälle fand ich es eine zumutung, was für charaktere mri da gegenübergesetzt wurden, um sich ein urteil über mich zu bilden. vor allem in bezug auf die im artikel angeschnittenen sprachlichen fertigkeiten.
Ich bin einer von "diesen" personalberatern! Und es gibt in der branche vermutlich genug schwarze schafe, möchte ich gar nicht bestreiten. Ich versuche meine kandidaten immer gut zu behandeln (bei mir bekommt jeder rückmeldung!). Aber klar, ich verdiene mein geld damit und möchte das natürlich auch
Und es gibt tatsächlich genug positionen wo man 100 und mehr bewerbungen reinbekommt. Was man da dann teilweise sieht ist zum haareraufen: vor rechtschreibfehler strotzden (ich möchte gar nicht sagen wie oft ich bei männlichen bewerbern schon gelesen habe dass sie beim "Bundesherr" waren...).
Und eine bewerbung ist nun mal das erste dass ich von einem kandidaten sehe und manche disqualifizieren sich hier einfach von vornherein...
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