Microsoft will Internet-Quarantäne für Zombie-PCs

7. Oktober 2010, 15:56
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Nur Computer mit Gesundheitspass sollen frei surfen können

Etliche Millionen Computer weltweit sind Zombie-PCs in einem Botnetz oder mit anderen Schädlingen verseucht. Eine Art öffentliches Gesundheitssystem für Computer soll die Malware-Epedemie eindämmen, so ein aktueller Vorschlag von Scott Charney, Microsoft Corporate VP für Trustworthy Computing. Dazu zählt die Idee, infizierte Computer unter Quarantäne zu stellen und ihren Zugriff auf das Internet einzuschränken.

"Das ist ein interessantes Konzept und theoretisch sehr effektiv. Die Umsetzung ist aber aus rechtlichen und technischen Gründen extrem schwierig", meint Eddy Willems, Security Evangelist bei G Data , im Gespräch mit pressetext. Zu den Stolpersteinen zählen beispielsweise der Datenschutz, das Problem einer möglichst flächendeckenden "Gesundheitsversorgung" und auch, wie infizierte PCs dann eigentlich noch geheilt werden können.

Gesundheitspass

Charneys Idee ist, dass Computer für den Internetzugang eine Art Gesundheitspass brauchen. Denkbare Voraussetzungen dafür sind aktuell gepatchte Software, eine sinnvoll konfigurierte Firewall, eine AV-Lösung mit aktuellen Signaturen und der Nachweis, dass der Rechner nicht mit bekannter Malware befallen ist. Wenn ein PC diese Bedingungen nicht erfüllt und daher beispielsweise dem jeweiligen ISP kein Zertifikat vorweisen kann, soll sein Internet-Zugriff eingeschränkt werden. Die Herausforderung ist, dabei nicht über das Ziel zu schießen.

"Wenn ein PC infiziert ist, benötigt der User Cleanup-Tools", erklärt Willems. Falls der Nutzer sich nicht mehr im Internet darüber informieren kann, wie er einen Schädling los wird oder keinen Zugriff auf nötige Software-Werkzeuge hat, kann der Rechner nicht gesunden. Bei Microsoft geht man davon aus, dass sich das durch selektiven Zugriff beispielsweise auf Seiten von AV-Anbietern lösen ließe. "Eventuell reicht es fallweise, nur bestimmte Protokolle oder Ports zu sperren, z.B. Port 25 gegen Spam", meint zudem Gerhard Göschl, Sicherheitssprecher bei Microsoft Österreich, auf Nachfrage.

Viele Herausforderungen

Die Erkennung, ob überhaupt eine AV-Software auf dem Rechner läuft, ist eine potenzielle Schwachstelle. "Malware könnte das angreifen, um das Ergebnis zu manipulieren", meint
Willems. Er betont ferner, dass solch ein Quarantäne-System speziell in Europa mit rechtlichen Hürden zu kämpfen hätte. Dazu zählt die Datenschutzfrage, da ein infizierter PC recht eindeutig identifiziert wäre. Allerdings verweist Microsoft darauf, dass es in Finnland bereits ein nationales System gibt, dank dem User über Infektionen informiert werden können. Das nährt die Hoffnung, dass ähnliches auch europaweit machbar wäre.

"Damit eine derartige Lösung wirklich greift, müsste sie möglichst für alle Computer weltweit zum Einsatz kommen", sagt der G-Data-Experte. Das ist ein gewaltiges logistisches Problem, das Microsoft allerdings relativiert. "Das ist wie mit einer Grippe-Impfung. Je mehr Leute geimpft sind, desto schwieriger kann der Virus auf die wenigen ungeimpften übergreifen", meint Göschl. Ein Ansatz, der die Malware-Flut teilweise eindämmt, sei jedenfalls besser als gar nichts. Auf eine 100-prozentig perfekte Lösung zu warten, wäre auch illusorisch. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 78
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werwolfi
00
11.10.2010, 19:04

die machen mir spaß - wer ist denn hauptsächlich schuld an den malware- und botnet-problemen?!?

seit jahren eine ansammlung von securityschwachstellen und schadsoftwarehintertürchen als betriebssystem vermarkten, aber dann enduser bevormunden wollen die opfer davon werden und sie aus dem netz aussperren, what a concept...

cod 6
01
9.10.2010, 13:21
Witzig

Mein posting ist nur lustig geschrieben,is es aber nicht

DAS IST DIE ZUKUNFT

und Amerika (Microsoft) will es kontrollieren

Bank und Polizeidaten darf eh schon
und Goggle und Co kontrolliert uns auch

Willkommen in der Zukunft

(°)(°)
02
9.10.2010, 09:28
Linux

steht auf meinem Gesundheitspass.

Sonstwer
01
8.10.2010, 17:28
Gerade Microsoft könnte viel gegen Zombie Computer tun

sie müssten nur ihr Update für alle Rechner freigeben, ob nun genuine oder nicht !!!

Täter.
10
8.10.2010, 14:41

spinner

Franz A.
01
8.10.2010, 14:05
Schlauer Plan

An sich ja ein schlauer Plan.

Aber waere es nicht effektiver, einfach alle Windows PCs vom Netz zu nehmen. Dann mal schauen, wie viele Zombies dann noch vorhanden sind, wahrscheinlich sind dann 999,99 Promille der Bot-vernetzten weg. :-)

Wenn auf dem PC dann irgendwas anderes installiert ist, darf er wieder mittun, der Nutzer ;-)

Des is so - und nicht anders..
 
00
8.10.2010, 13:57
.. ISP´s sollten auf freiwilligenbasis Dienstleistungen erbringen können, die zum Schutz des DSL Kunden dienen...

ISP´s sind schon für alles mögliche eingespannt worden (loggen von IP´s ect..) .. Aber alle Vorschriften, die für ISP´s erdacht wurden haben bis dato NICHTS mit dem Schutz des Kunden zu tun - im Gegenteil..!

Wenn ISP Kunden schützen dürften, wäre das gar nicht so übel. ISP merkt, das Kunde ein Phising-IP aufruft .. ISP merkt, das Kunde bekannte Spywarekommunikation produziert.. ISP merkt, das Kunde auf gefährliche Webseiten zugreift.. und so weiter ..

Wenn ich ein Webinterface von meinem ISP bekomme, wo ich all diese Schutzfunktionen konfigurieren (sogar deaktivieren) kann - wieso nicht ?

Standardmäßig sollte jeder DSL Anschluß von "Tante Mizi" komplet abgedichtet werden .. Und Profis schalten alles frei - wieso auch nicht...

Niemand & Keiner
11
8.10.2010, 12:44

Das ist sicher nur ein vorgeschobener Vorwand um alle Rechnerinhalte kontrollieren und überwachen zu können!

PjotrV
00
8.10.2010, 12:31
Endlich eine Anwendung für das (U)EFI BIOS

Zrp Zrpov
 
00
8.10.2010, 12:45

Müssen Besucher von Pornoseiten mit ihren Computern öfter zum Amtsarzt gehen?

PjotrV
01
8.10.2010, 13:24

Die Amtsärztin kommt virtuell zu Ihnen - so hab' ich das verstanden.

der Xote
00
8.10.2010, 11:58
Trusted Computing ist nicht die Lösung

Zumindest, wenn nur eine Firma bestimmt, wer überhaupt "trustworthy" ist.

An dieses Problem kann man nur herangehen, indem man die Qualität der Betriebssysteme verbessert. Gerade der letzte DLL-Exploit bei Windows hat doch gezeigt, woran es tatsächlich hapert.

Und remote unliebsame Rechner abklemmen ist überhaupt ein Wahnsinn. Damit dürfte sich MS erst recht keine Freunde machen.

ChefPrinzMichl
 
01
8.10.2010, 11:13
Putzig

MS will befallene Computer vom Netz nehmen. Wären da nicht nur Rechner betroffen auf denen ein MS Betriebssystem installiert ist.

Leech
01
8.10.2010, 10:36

Bitte nicht schon wieder den Trusted Computing blödsinn...

seed
00
8.10.2010, 10:08
good worm vs bad worm I

coming soon!

Elettra
00
8.10.2010, 07:44
Der Provider kann´s mittels SMS

dass bei einem Virusbefall der Provider den Anschluss abdreht ist doch längst gängige Praxis.

Ein PC-Gesundheitsbericht - per SMS -, regelmäßig vom Internet-Provider an den Kunden versandt.... wäre wohl kaum eine Hexerei.

imir
02
8.10.2010, 05:11

Gäbe es keine ACTA Verhandlungen, kein Indect-Projekt und keine Vorratsdatenspeicherung könnt man über diesen Schmarrn sogar lachen.

cod 6
32
8.10.2010, 01:11
Hilfe

Ich hab´s ja gewußt, daß Win7 gegen Viren usw. sehr anfällig ist.
Jetzt fällts mir erst richtig auf,er is in letzter Zeit immer sehr langsam und müde und er hört sich auch so komisch an.
Weiß jemand zu welchen Amtsarzt ich meinen PC jetzt bringen soll???oder reicht der Hausarzt.Ist mein PC überhaupt Krankenversichert und wo bekomm i für Ihn eine Schutzimpfung her.
Sorry, hab was vergessen.
Ich besitz meinen PC ilegal,hab Ihn nicht angemeldet beim ERAFAPC (Europäischenregistrierungsamt für alle PC) und das auch nur, weil ich keinen Pc u. Internetführerschein hab.Bitte helft´s mir i kannt doch meinen PC nicht einschläfern lassen.
PS.ich hab die Idee ich nehm " LINUX kost fast nix"

thx lol

Leech
00
8.10.2010, 10:34

irgendwie so garnicht komisch...

Besondere Kennzeichen: keine
01
8.10.2010, 09:38
"oder reicht der Hausarzt"

Wende Dich an deinen Therapeuten und sprich mit ihm darüber. Schau aber, dass du nüchtern bist.

Flughundsitzstange
01
8.10.2010, 00:21
Find ich, ist eine großartige Idee.

Dann, wenn ich bedenke, dass MS mir Updates verweigert, weil ich "möglicherweise einer Softwarefälschung zum Opfer gefallen bin" (was ich ganz sicher nicht bin), find ich wieder, es ist eine weniger großartige Idee.

Al Borland
00
8.10.2010, 00:08

Und das funktioniert dann mit einem von MS ausgestellten Gesundheitszertifikat und ausschließlich mit MS Betriebssystemen...?

ChefPrinzMichl
 
00
8.10.2010, 11:16
cool

Da kann man auch win 2000 und win XP Rechner vom Netz nehmen, weil sie gefährlich sind. Kostenpflichtiges Upgrade auf eine neue Version oder kostenpflichtiges Sicherheitsnachrüst-Ding.

grep -v iPhone
00
8.10.2010, 09:17

für ein Anderes braucht man das ja gar nicht ;)

ich find's nur lustig dass MS PCs mit seinem eigenen OS raussperren möchte, trau mich fast wetten dass nahezu 100% der Bot-PCs unter Win laufen.

Al Borland
00
8.10.2010, 09:23

Man kann davon ausgehen, daß man sich das bei MS genau umgekehrt vorstellt: Nur ein PC mit Windows bekommt ein Zertifikat, und nur ein PC mit Zertifikat wird vom Provider mit dem Internet verbunden.

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