Medikamente

Tödliche Wechselwirkungen

8. Oktober 2010, 07:52
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    foto: jens goetzke/pixelio.de

    Tödliche Kombinationen: Aspirin mit Naproxen, Citalopram oder  Refecoxib.

    Foto: Jens Goetzke/www.pixelio.de

Experten warnen besonders vor Kombinationen mit Aspirin und Voltaren

Innsbruck - Vor Arzneimittelinteraktionen haben Ärzte des Tiroler Gesundheitszentrums in Igls bei Innsbruck am Donnerstag gewarnt. Besonders Kombinationen von etwa Antidepressiva mit den Schmerzmitteln Aspirin und Voltaren könnten tödlich sein.

"Nimmt man zwei Arzneimittel ein, setzt man seinen Körper einer möglichen Wechselwirkung aus. Nimmt man fünf, sind es schon zehn Interaktionen. Der Anstieg ist hyperbolisch", sagte der Internist Richard Kogelnig. Das Risiko steige bei Arzneimittel mit niedriger therapeutischer Breite oder mit steilen Dosis-Wirkungs-Kurven. Auch Medikamente, die die funktionelle Kapazität der Organe einschränken, erhöhen die Gefahr. Ein Aspirin würde bis zu zehn Tage im Körper wirken.

Keine Zahlen für Österreich

In den USA würden jährlich 120.000 Menschen wegen medizinischer Fehler und falscher Arzneimitteleinnahme sterben. "Im Verhältnis dazu sterben im Verkehr jährlich rund 43.600 Menschen", sagte Kogelnig. In England würden von rund 20.000 Krankenhaus-Patienten mehr als 1.200 allein wegen Arzneimittel-Nebenwirkungen eingewiesen werden. "Genaue Zahlen für Österreich existieren noch nicht. Aber selbst die Pharmaindustrie beginnt auf Fortbildungen vor den Interaktionen zu warnen", berichtete der Arzt.

Besonders Blutungen, Kardiovaskuläre Erkrankungen und Nierenversagen könnten durch falsche Kombinationen zum Tod führen. Zu den gefährlichen Arzneimitteln würden Antithrombotische Medikamente, Antidepressiva und Herz-Kreislauf-Mittel zählen. Tödliche Kombinationen seien laut Kogelnig Aspirin mit Naproxen, mit Citalopram oder mit Refecoxib, Citalporam mit Clopidogrel, Coumarin und Setralin, usw. "Im Durchschnitt nehmen Patienten täglich 4,5 Arzneimittel ein. Das setzt sie sehr vielen Interaktionen aus", warnte er. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
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AmnesIC
00
6.10.2011, 22:55

Kein Mensch ist imstande, sämtliche (bekannte) Wechsel-und Nebenwirkungen von Medikamenten zu erkennen, eh logisch, oder?
Aber warum ist es unmöglich, in Ordinationen oder Krankenhäusern eine dementsprechende EDV zu Hilfe zu nehmen??? Das muß ja jetzt nicht die "allumfassende e-Medikation" sein, aber dass einzelne Bereiche auf so was verzichten ist im 21. Jahrhundert eigentlich unglaublich, aber absolut normal.
Folgen von Wechselwirkungen und Nebenwirkungen werden nicht erkannt, als eigenständigen Krankheiten angesehen und behandelt. Und Verschreibungen von über fünfzehn verschiedenen Medikamenten sind keine Seltenheit, leider.

FraKrawa
10
9.10.2010, 23:24
das nenne ich Informationsfreiheit!?

tödliche Arzneimittelkombinationen, sehr interessant für alle potentiellen M@rder und Selbstm@rder, musste das wirklich so konkret sein?

PerNoctem
02
10.10.2010, 03:08

Wer google zu nutzen weiß, wird auch auf die eine oder andere Art zu den gesuchten Antworten kommen.

Ich würde den Artikel somit eher als aufklärenden Beitrag sehen und nicht als Hilfestellung wozu auch immer.

Aracni Santini
01
8.10.2010, 18:51
Novalgin und und Aspirin stehen auf der Histamin Liste

verhindern den Abbau von Histamin bzw. setzen frei. Leute, die Histamin ungenügend abbauen sind unauffällig und besonders gefährdet! (Da sie keine extremen Allergieerscheinungen haben, sondern sich der Blutdruck still u. leise gegen 0 entwickelt - wegschlafen)

Aracni Santini
15
8.10.2010, 18:55
wenn man im Krankenhaus sagt man verträgt das Zeug nicht

bekommt man es trotzdem!!

fertigprodukt
01
29.10.2010, 14:00

im krankenhaus werden oft dinge gegen den willen des patienen gemacht.

birka
20
26.10.2010, 19:50

Was heißt denn "bekommen"? Werden dir die Tabletten in den Rachen geschoben, oder wirst du fixiert damit du dir die Novalgininfusion nicht entfernen kannst?

Andreeeas
10
11.10.2010, 13:55

Blödsinn - und sollte es stimmen: Viel Spaß vor Gericht - is a gmahde Wiesn!

Doña del Fuego
00
21.10.2010, 14:51
Falls es dann noch etwas zum Mähen gibt

..bin ebenfalls allergisch auf Voltaren (keine Luft mehr) und es wäre fatal, dies trotzdem zu bekommen. Man muss halt kundtun, dass man Dyclofenac nicht verträgt.

Andreeeas
00
21.10.2010, 16:14

Ja klar - für den Patienten kann es tödlich ausgehen. Aber man wird ja bzgl. Allergien gefragt, man kann auch selbst den Mund aufmachen und in Zukunft ist so etwas vielleicht sogar auf der e-card gespeichert....

Aracni Santini
01
8.10.2010, 18:54
Voltaren auch

das hemmt den Abbau von Histamin - Diclofenac

roundabout
00
8.10.2010, 17:11
Fragen Sie

ihren Arzt oder Apotheker.

PerNoctem
21
10.10.2010, 03:09

oder auch ... Treten sie in den Arsch ihres Arztes oder Apothekers ;)

fertigprodukt
13
8.10.2010, 13:59

in deutschland sterben jährlich ca. 60.000 menschen an medikamentenneben- und wechselwirkungen. die daten stammen aus den inneren abteilungen der krankenhäuser.
umgerechnet auf österreich (hier wird´s wohl nicht so viel anders sein) sind das 6.000 medikamententote im jahr. eine ziemlich große zahl, muss man sich eingestehen.

Chocoholic
01
Eine befreundete ältere zieriche kleine Dame

Wurde mit 34(!) Tabletten am Tag zugegiftet. sie war schon halb tot, da hat sie sich irgendwann entschlossen, sich durch alle Beschreibungen durchzukämpfen, hat selbst einige weg gelasssen oder reduziert und hat ihre arztin gewechselt und die neue hat ihre Tabletten sofort auf 14 reduziert. ist übrigens kein Einzelfall bei alten Leuten. Dabei vertragen die die Medikamente ja ganz anders als die jungen Probanden bei den Pharmatests.

fertigprodukt
00
die jungen, fast ausschließlich männlichen probanden.

der durchschnittliche 65-jährige nimmt täglich 16 verschiedene tabletten ein. dass uns das nicht gesünder und langlebiger macht, sollte jedem mit einem klaren verstand bewusst sein.

her mit den Strichen!
15
8.10.2010, 11:23
seit mehr als 20 Jahren hat mich noch kein Arzt...

...bei der Rezeptausstellung gefragt welche Medikamente ich denn noch nehme...???!!!

Noch Fragen?!

Doña del Fuego
00
21.10.2010, 14:52
genau das ist das Problem, bingo!

und es liegt dann schon in der Eigenverwantwortung des Patienten, dem Arzt dies mitzuteilen (wenns der Gesundheitszustand zulässt).

Chocoholic
00
Geh bitte, der Arzt muss fragen. aus.

ein Pixel kommt selten allein
00
4.11.2010, 03:04
Als ob das immer nützen würde!

Ich habe schon erlebt, dass ich beim Arzt sage, dass ich Medikament X nehme, das bekannterweise von anderen Medikamenten in seiner Wirkung beeinträchtigt wird. Dennoch wird mir trotz vorhandener Alternativen eine Minute(!) später genau ein Medikament vorgeschlagen, das X beeinträchtigt.

Da ich in dem Fall den Bildschirm des Arztes einsehen konnte auf dem groß stand, dass das Medikament Y X negativ beeinflusst, konnte ich den Arzt noch rechtzeitig darauf hinweisen. Denn sonst hätte ich mich noch mehr über diese Unachtsamkeit geärgert, da ich den Beipackzettel wohl erst nach dem Kauf gelesen hätte ...

Walter Kaiser
34
8.10.2010, 12:37
Klar: Warum gehen Sie nicht zu einem guten Arzt?

fertigprodukt
03
8.10.2010, 13:59

sollten nicht alle kassenärzte kompetent sein?

Barbarin (vorm. L.Sonnenschein)
11
11.10.2010, 15:17
Ja, aber nur die Ausnahmen sind es!

Weil die Kunst der Diagnose-Erstellung (ohne Maschinen) nicht mehr gelehrt und beherrscht wird.

Genaus so hat die Qualität des Pflegepersonals dramatisch abgenommen.

Maschinen/Chemie sind wichtiger (und sehr teuer), als Respekt, Behandlung und Zeit für den Patienten...(kein Geld mehr über dafür)

Ein praktischer Kassenarzt (X. Bezirk) hat einen Schlaganfall mit einem "normalen Schwächeanfall" verwechselt...es war sehr knapp! Ergebnis...Arzt verklagt, Patientin im Rollstuhl!

birka
00
26.10.2010, 19:55

Wie willst denn bei einem Schlaganfall ohne Maschinen einen Infarkt von einer Blutung unterscheiden? Einfach den Verlauf abwarten?
Außerdem brauchst nicht meinen dass eine korrekte Diagnose beim Schlaganfall vor dem Rollstuhl schützt!

Barbarin
00
27.10.2010, 10:22
...ein Arzt muss keine Diagnosen mehr stellen können?

...nur noch Apparate bedienen?

Ich bin kein Arzt...aber sicher bin ich mir, dass ein Mensch der einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erleidet, dementsprchend andere Anzeichen aufweist...

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